Burton Greene


Burton Greene

„Narada“ Burton Greene (* 14. Juni 1937 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Jazzpianist, der sowohl den Avantgarde Jazz als auch Klezmer erkundet hat.

Burton Greene studierte in Chicago zunächst 1944 bis 1951 klassisches Musik an der Fine Arts Academy, dann 1956 bis 1958 Modern Jazz bei Dick Marx. Er zog Anfang der 1960er Jahre nach New York City. Dort gehörte in den frühen 1960er Jahren zur Free Jazz Szene, wo er mit Musikern wie Alan Silva und Marion Brown spielte. Mit Silva gründete er 1963 das Free Form Improvisation Ensemble. 1964 war er wie Bill Dixon oder Cecil Taylor ein Gründungsmitglied der Jazz Composers Guild. Er spielte mit Rashied Ali, Albert Ayler, Gato Barbieri, Byard Lancaster, Sam Rivers und Patty Waters und nahm einige Alben für das Avantgarde-Label ESP-Disk auf, bevor er 1969 nach Asien und dann nach Europa aufbrach. Seit dieser Zeit lebt er in Amsterdam, wo er zunächst mit Musikern wie John Tchicai, Johnny Dyani, Archie Shepp (Poem for Malcolm, 1969), Anthony Braxton, Maarten Altena oder Willem Breuker, aber auch mit Gong arbeitete. 1978 nahm er für das Kölner Label Circle Records zwei Alben unter eigenem Namen auf, Structures in Quartettbesetzung mit dem Saxophonisten Keshavan Maslak und das Soloalbum European Heritage. 1980 entstand das Duoalbum The Ongoing mit Alan Silva auf HatHut Records.

Während der 1980er Jahre begann er sich aus der Perspektive der Jazzmusik mit der Klezmertradition zu beschäftigen und gründete die Gruppe Klezmokum, in der er regelmäßig mit Perry Robinson auftrat (2003 dann das Quartett The Klezzthetics als kleinere Formation). Greene hat daneben auch mit Ernst Reijseger, sowie mit Lou Grassi und Wilber Morris im Trio (Throptics auf CIMP, 1998) gearbeitet.

Diskographische Hinweise

  • Burton Greene Quartet (ESP, 1966)
  • Klezmokum: Re-Jew-Venation (BVHaast)
  • Klezmokum: Jew-azzic Park (BVHaast)
  • Shades of Greene (Cadence, 1992-97)

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