Ahre


Ahre
Ahre
Gewässerkennzahl DE: 42822
Lage Züschen, Winterberg, Nordrhein-Westfalen
Flusssystem Weser
Abfluss über Nuhne → Eder → Fulda → Weser → Nordsee
Quelle Ziegenhelle
51° 7′ 33″ N, 8° 31′ 31″ O51.1258333333338.5252777777778780
Quellhöhe ca. 780 m ü. NN[1]
Mündung In Züschen
51.1522222222228.5663888888889480

51° 9′ 8″ N, 8° 33′ 59″ O51.1522222222228.5663888888889480
Mündungshöhe ca. 480 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 300 m
Länge 5,4 km[2]
Einzugsgebiet 16,645 km²[2]

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Linke Nebenflüsse BerkmeckeVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Ahre ist der rechte Quellfluss der Nuhne.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der Bach entspringt etwa 300 m vom Gipfel der Ziegenhelle entfernt. Er fließt zunächst in nord-westliche Richtung, ehe er nach zirka 1,5 km seine Richtung in nord-östenliche ändert. In dem zu Winterberg gehörenden Dorf Züschen bildet die Ahre nach 5,394 km Bachlauflänge zusammen mit dem Fluss Sonneborn die Nuhne.

Natur und Umwelt

Der Bachlauf der Ahre führt ab der Quelle bis zur Ortslage Kranbuche, welche zum Dorf Züschen gehört, durch das 35,7 ha große und 2008 im Landschaftsplan Winterberg ausgewiesene Naturschutzgebiet (NSG) „Ahretalsystem“. Nach der Ortslage Kranbuche liegt der Bachlauf bis zur Ortslage Züschen in einem Landschaftsschutzgebiet vom Typ C (Wiesentäler und bedeutsames Extensivgrünland). Hier sind u.a. Bebauungen, Aufforstungen und Veränderungen der Bodenstruktur verboten.

Das Ahretalsystem stellt mit ihren Quellbächen ein hervorragendes Beispiel für besonders strukturreiche Mittelgebirgs-Bachtäler dar, teilweise mit großflächig extensiv genutztem Grünland in der Bachaue. In Hangbereichen des Naturschutzgebietes herrschen Magerweiden vom Typ der artenreichen Rotschwingelweide, in Bachnähe wertvolles Feucht- und Nassgrünland vor. Viele der Wiesen im NSG werden extensiv mit Rindern nach Vorgaben des Kultur-Landschafts-Pflege-Programms des Hochsauerlandkreises beweidet. Die Bäche im Naturschutzgebiet mäandrieren weitgehend naturnah. An den Auenkanten, teilweise auch bachbegleitend gibt es vielfach Ufer- und Kleingehölze sowie alte Einzelbäume und Gebüschriegel. An den Oberläufen der Bäche fallen mehrere kleine, altholzreiche Buchen-Fichtenbestände in Bachnähe auf. Im Bereich der "Junkern Ahre" und der "Schweinsjohanns Ahre", befinden sich größere jungere Fichtenbestände in den Auen die zur Herstellung der ursprünglichen, durchgehenden Grünlandnutzung der Bachauen, laut Landschaftsplan, entfernt werden sollen.

Floristisch hervorzuheben ist das Massenvorkommen der Perücken-Flockenblume auf ausgedehnten Magergünland an der "Großen Ahre". Mit mehreren Tausend Individuen stellt dieses Vorkommen eines der bedeutendsten, in Nordrhein-Westfalen, dieser Art dar. Insgesamt stellt das Talsystem der Ahre ein äußerst vielfältiges und artenreiches Vegetationsmosaik aus Feuchtgrünland und Magerweiden dar. Es kommen zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten vor. Der hochgradig schutzwürdige Biotopkomplex montaner Prägung ist daher zusammen mit dem nahegelegenen Walsbach-, Berkmecke-, -Brembach- und Haumecketal, von herausragender Bedeutung für Nordrhein-Westfalen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW

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