Air Burst Munition


Air Burst Munition

Eine Air Burst Munition, kurz auch ABM, (dt. etwa in der Luft explodierende Munition) ist eine spezielle Munitionsart, die durch eine Zerlegerladung in der Luft zur Explosion gebracht wird.

ABM ist dadurch charakterisiert, dass sie noch vor dem Ziel explodiert ohne beispielsweise durch einen Aufschlagzünder zu detonieren. Durch diese Zerlegung vor dem Ziel erzeugt sie eine Wolke von Splittern oder Submunitionen und ist daher mit eine moderne Form des Schrapnells.

Verwendung

Ursprünglich im 19. Jahrhundert als Artilleriegeschoss konzipiert, wurde im Rahmen des OICW-Programmes der US-Armee eine derartige Munition für Handfeuerwaffen erprobt, letztendlich mit dem Stopp des Programmes in den USA jedoch nicht eingeführt. Einsatzzweck war hierbei die Bekämpfung von Zielen, die sich hinter einer Deckung befinden.[1] Die Idee wird vom koreanischen Daewoo K11 weitergeführt.

Mangels Durchschlagskraft ist Air Burst Munition gegen stark gepanzerte Ziele weniger effektiv, aufgrund ihrer Funktionsweise jedoch praktisch die einzige Munitionsart, mit der wirkungsvoll sogenannte RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegranaten oder Mörsermunition) bekämpft werden können. Deshalb wird sie zum Beispiel in Nahbereichsverteidigungssystemen eingesetzt.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. OICW auf Global Security (engl., eingesehen am 9. Oktober 2009)

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