Andreas Wirsching

Andreas Wirsching
Andreas Wirsching

Andreas Wirsching (* 19. Mai 1959 in Heidelberg) ist ein deutscher Historiker.

Andreas Wirsching studierte von 1977 bis 1984 Geschichte und evangelische Theologie in Berlin und Erlangen. 1988 promovierte er an der Universität Erlangen. Von 1985 bis 1996 war er Wissenschaftlicher Assistent und Mitarbeiter an der Universität Erlangen, am Deutschen Historischen Institut in Paris und am Institut für Zeitgeschichte in München. 1995 erfolgte seine Habilitation in Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Regensburg. Von 1996 bis 1998 lehrte Wirsching als Professor für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas an der Universität Tübingen. Von 1998 bis 2011 lehrte er Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg. Seit 2011 lehrt er als Professor für Neueste Geschichte an der LMU München. Wirsching ist Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Seine Forschungsschwerpunkte sind die vergleichende deutsche und französische Geschichte im 20. Jahrhundert, die Geschichte von Paris in der Neuzeit, die Geschichte der Weimarer Republik, die Geschichte des Kommunismus, der Faschismus und Nationalsozialismus in der Zeit von 1918 bis 1945, die deutsche und europäische Geschichte seit den 1970er Jahren sowie die Geschichte und Theorie der Moderne.

2010 wurde Wirsching in den Stiftungsrat der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) berufen. Zum 1. April 2011 übernahm er in der Nachfolge von Horst Möller die Leitung des Münchner Instituts für Zeitgeschichte.[1] Seit November 2011 ist er außerdem Kuratoriumsvorsitzender des Historischen Kollegs.

Schriften

Monografien

  • Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft. 2. um einen Nachtrag erweiterte Auflage, München 2008, ISBN 978-3-486-58736-4. (Rezension)
  • Abschied vom Provisorium. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1982-1990 (Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 6), München 2006, ISBN 3-421-06737-6. (Rezension)
  • Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert (Beck Wissen), München 2001 (dritte Auflage 2011), ISBN 978-3-406-44765-5.
  • Agrarischer Protest und Krise der Familie. Zwei Versuche zur Geschichte der Moderne (Otto von Freising-Vorlesungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt), Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14274-7.
  • zusammen mit Stefan Grüner: Frankreich. Daten, Fakten, Dokumente, Tübingen 2003, ISBN 3-8252-2401-5.
  • Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. München 2001, ISBN 3-406-44765-1.
  • Vom Weltkrieg zum Bürgerkrieg? Politischer Extremismus in Deutschland und Frankreich 1918-1933/39. Berlin und Paris im Vergleich (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 40), München 1999, ISBN 3-486-56357-2.
  • Parlament und Volkes Stimme. Unterhaus und Öffentlichkeit im England des frühen 19. Jahrhunderts. Göttingen 1990, ISBN 3-525-36311-7.

Herausgeberschaften

  • Das Jahr 1933. Die nationalsozialistische Machteroberung und die deutsche Gesellschaft. Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0512-0.
  • zusammen mit Thomas Raithel und Andreas Rödder: Auf dem Weg in eine neue Moderne? Die Bundesrepublik Deutschland in den siebziger und achtziger Jahren, München 2009, ISBN 978-3-486-59004-3.
  • Vernunftrepublikanismus in der Weimarer Republik. Politik, Literatur, Wissenschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-515-09110-7.
  • Oldenbourg Geschichte Lehrbuch, Neueste Zeit, München 2006 (zweite Auflage 2008), ISBN 978-3-486-20029-4. (Rezension)
  • Herausforderungen der parlamentarischen Demokratie. Die Weimarer Republik im europäischen Vergleich. München 2007, ISBN 978-3-486-58337-3.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Newsletter IFZ vom 11. März 2011

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