Apple iOS


Apple iOS
iOS
Logo von iOS
Basisdaten
Entwickler Apple
Version 5.0.1
(10. November 2011)
Abstammung UNIX
BSD

    ⌊ NeXTStep
      ⌊ Darwin
         ⌊ Mac OS X
            ⌊ iOS

Architekturen ARM (iPhone, iPod touch, iPad, Apple TV (2G))
Lizenz gemischte Lizenz: GPL, APSL, Apple-EULA u. a.
Website Apple iOS

iOS (bis Juni 2010 iPhone OS) ist das Standard-Betriebssystem der Apple-Produkte iPhone, iPod touch, iPad und der zweiten Generation des Apple TV. iOS basiert auf Mac OS X und bietet eine Anbindung zum iTunes Store und zum App Store.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das ursprüngliche Betriebssystem iPhone OS wurde am 9. Januar 2007 im Zusammenhang mit dem neu erschienenen iPhone vorgestellt. Es handelte sich um ein auf das iPhone angepasstes und auf den darin verwendeten ARM-Prozessor portiertes Derivat von Mac OS X.

Da das Betriebssystem nach dem iPhone auch auf dem iPod touch und dem iPad zum Einsatz kam, hat Apple das Betriebssystem am 7. Juni 2010 offiziell in iOS umbenannt. Für die Umbenennung hat Apple den entsprechenden Markennamen von Cisco Systems lizenziert. Cisco hat für die Bezeichnung IOS seit den 1980er Jahren die Namensrechte für das Internetwork Operating System, welches in deren Routern und Switches eingesetzt wird. Die übertragene Lizenz bezieht sich jedoch nur auf den Namen iOS, nicht auf die jeweilige Technik.[1]

Funktionsumfang

Vorinstalliert sind der Internet-Browser Safari, das E-Mail Programm Apple Mail, ein Kalenderprogramm, ein Adressbuch, Programme zum Kaufen und Abspielen von Musik- und Filmen sowie weitere Programme. Auf dem iPhone sind das Telefonieren und Senden/Empfangen von SMS ebenfalls mit entsprechenden Programmen umgesetzt.

Bedienkonzept

Die Bedienung des iOS erfolgt direkt über den Sensorbildschirm des iOS-Gerätes. Eine Besonderheit ist dabei die Möglichkeit von Multi-Touch-Gesten. Bestimmte Fingerbewegungen lösen dabei Aktionen aus, beispielsweise bewirkt das Auseinanderziehen von zwei Fingern ein Zoomen in ein Bild oder eine Internetseite. Platziert man zwei Finger auf dem Bildschirm und führt mit diesen eine Drehung aus, so wird das Bild rotiert. Dadurch entsteht die Illusion, der Nutzer würde den Bildschirminhalt direkt manipulieren, denn der Bildschirminhalt folgt dem Finger ab der Stelle, wo dieser aufgesetzt wurde. Daher muss zum Nach-Unten-Scrollen der Finger auf dem Bildschirm nach oben bewegt werden, denn der Inhalt wird nach oben geschoben. Zahlreiche der Multitouch-Gesten sind auch auf den jüngeren Laptops von Apple verfügbar, mit Mac OS X v. 10.7 ist auch das Verschieben des Inhalts als Alternative zum Scrollen wählbar.

Im Unterschied zu früheren Touch-Geräten simuliert der Finger keinen Mauszeiger, sondern ist die einzige Eingabemöglichkeit. Damit entfällt die auf PCs übliche Unterscheidung zwischen Zeigen und Klicken, die unter anderem bei Internetlinks deutlich wird (ein Link verfärbt sich beim Berühren mit dem Zeiger, wird aber erst beim Klicken aufgerufen). Ist eine Texteingabe nötig, wird am unteren Bildschirmrand eine Tastatur eingeblendet, die im Querformat etwa ein Drittel des Bildschirms verdeckt. Mittels Bluetooth kann eine mechanische Tastatur für die Texteingabe verwendet werden. Für das Einstellen von Werten aus einer langen Liste stellt Apple den Entwicklern ein virtuelles Rad (Pickerview) zur Verfügung, an dessen Stirnseite alle verfügbaren Werte (beispielsweise die Stunden 00 bis 24) aufgelistet sind.

Am oberen Bildschirmrand informiert eine Statuszeile über Netzwerkempfang, Uhrzeit und Ladezustand des Akkus. Apps können diese Statuszeile ausblenden, was insbesondere Spiele oft tun.

Die Lauter- und Leiser-Tasten am Gerät duplizieren lediglich Funktionen, die auch über die Einstellungen erreichbar wären. Bei Betätigung überdeckt eine kleine größtenteils transparente Anzeige der aktuellen Lautstärke in Form von Balken das gerade Angezeigte. Die Home-Taste (im Hochformat mittig unter dem Bildschirm) hat eine eigene Funktion, die derzeit noch nicht anders erreichbar ist. Künftig könnte diese Taste durch spezielle Gesten abgelöst werden, um zwischen Programmen oder zum Start-Bildschirm zu wechseln; bislang gibt es dazu keine offizielle Ankündigung, doch Apple hat die Entwickler auf die Möglichkeit hingewiesen. Die Ausschalttaste am oberen Geräterand (im Hochformat gehalten) führt bei kurzem Drücken zum Ruhemodus, der Bildschirm wird abgeschaltet, das laufende Programm jedoch nicht beendet. Erst bei längerem Drücken erscheint ein virtueller Schalter, um das Gerät auszuschalten.

In allen iOS-Geräten sind Neigungssensoren verbaut, je nach Haltung schaltet das Gerät die Bildschirmansicht ins Quer- oder Hochformat. Dies kann über einen mechanischen Schalter oder eine Einstellung verhindert werden. Ein eingebautes Gyroskop ermittelt die präzise Lage des Geräts im Raum und wird von manchen Spielen für Geschicklichkeitsübungen genutzt. Das Programm GarageBand errechnet über das Gyroskop den Anschlag der virtuellen Tastatur, sodass die Tonausgabe wie ein reales Klavier reagiert.

Die mitgelieferte „Voice Over“-Funktion ermöglicht auch Blinden eine direkte Nutzung von iOS-Geräten. Apple versucht durch weitere Features wie z.B. Farbinvertierung (zur Kontrasterhöhung werden alle Elemente im Hintergrund abgedunkelt und beispielsweise Schriftelemente farblich erhellt) ein möglichst barrierefreies Telefon zu schaffen. [2][3]

Das Apple TV verfügt über keine Neigungssensoren, da es als Zusatzbox nur ein Signal für den Fernseher ausgibt. Es wird über eine Fernbedienung mit sechs Tasten gesteuert und besitzt eine eigene Oberfläche, die sich von den anderen iOS-Geräten deutlich unterscheidet.

Startbildschirm

Der Startbildschirm ist das Hauptmenü aller iOS-Geräte. Auf dem Startbildschirm werden die Symbole aller installierten Apps angezeigt. Die Apps können durch einen Fingertipp auf das zugehörige Symbol gestartet werden. Die Symbole dieser Apps können auch, nach längerem Gedrückthalten eines beliebigen Symbols, neu angeordnet werden. Seit iOS 4 ist es außerdem möglich, Ordner zu erstellen, welche bis zu 12 Apps (beim iPad bis zu 20) enthalten können.

Ein iOS-Gerät kann mehrere solcher Startbildschirme verwenden, zwischen denen mittels „Wischen“ gewechselt wird. Wischt man den ersten Startbildschirm nach rechts beiseite, erscheint eine Suchfunktion, die den Großteil der gespeicherten Daten auswertet: Adressbucheinträge, Musiktitel, Programmnamen, Kalendereinträge, Browser-Lesezeichen, E-Mails. In den Einstellungen lassen sich diese einzelnen Suchkategorien, wie z.B. E-Mails, verstecken.

Durch das Betätigen der direkt unter dem Bildschirm angeordneten Home-Taste wird das laufende Programm minimiert (iOS 4) oder beendet (bis iPhone OS 3.2) und der zuletzt angezeigte Startbildschirm wird angezeigt. Bei doppeltem Antippen wechselt die Ansicht entweder zum ersten Startbildschirm oder es wird, bei laufender Musik, ein Fenster eingeblendet, welches ein paar Informationen zum Musiktitel und Buttons zur Steuerung der Musik (Play/Pause/vorheriger bzw. nächster Titel) anzeigt.

Mehrprozessbetrieb

Bis zur iPhone OS Version 3.2.2 war der Mehrprozessbetrieb auf vorinstallierte Apps beschränkt. Apple begründete dies mit einer eventuell schlechteren Geschwindigkeit und verkürzten Batterielaufzeit durch parallel laufende Apps.

Ab der Version iOS 4 wird der Mehrprozessbetrieb durch sieben Hintergrund-Programmierschnittstellen ermöglicht.

  1. Hintergrund-Audio
  2. IP-Telefonie
  3. Hintergrund-Lokalisierung
  4. Push-Benachrichtigungen
  5. Lokale Benachrichtigungen
  6. Beendigung eines laufenden Prozesses im Hintergrund
  7. Schnelles Wechseln von Apps

Versionen

Version Letzte unterstützte Geräte Erscheinungsdatum neue Funktion
3.1.x Am 17. Juni 2009 wurde die Version 3.0 des Betriebssystems veröffentlicht.
  • Möglichkeit der Sprachsteuerung (nur im iPhone 3GS).[4]
  • Mittels Tethering kann das iPhone seine Internetanbindung über UMTS drahtlos umliegenden Computern zur Verfügung stellen.[5] Nachdem T-Mobile Deutschland die Funktion anfänglich für seine Kunden gesperrt hatte,[6] stellte das Unternehmen, wie Orange Österreich, sie ab Mitte 2009 gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung;[7] T-Mobile Österreich bietet die Nutzung kostenfrei an.[8]
  • Versand und Empfang von MMS-Nachrichten sind möglich.[5] (nicht mit iPhone der 1. Generation)
  • Ein neuer Fernsteuerungsdienst von Apple namens Find My iPhone erlaubt es, den Standort des iPhones anzuzeigen. Dieser Service wird von Apple kostenlos angeboten, wenn man "Find My iPhone" auf einem iPhone 4, iPad oder iPod touch der vierten Generation aktiviert.[5]
  • Eine Neuerung namens In-App-Purchase erlaubt es, installierte Programme direkt aus diesen heraus um weitere Funktionen zu erweitern und diese über Micropayment zu bezahlen.[5]
  • Über P2P kann das iPhone in Multiplayer-Spielen automatisch eine Verbindung zu Spielern in der unmittelbaren Nähe herstellen.[5]
  • mHealth-Anwendungen, beispielsweise die Verbindung mit einem Blutdruckmesser über Bluetooth ist jetzt möglich.[5]
  • TomTom, Navigon und andere bieten Autonavigationssoftware für das iPhone an.[5]

Mit dem OS 3.0 wird das Bluetooth Profil A2DP zur Übertragung von Audiodaten in Stereoqualität unterstützt, allerdings bisher nur unter Verwendung der relativ verlustreichen SBC-Kodierung.[9]

4.2.x
  • Am 7. April 2010 veröffentlichte Apple seine Pläne für die Version 4 des iOS. Die Veröffentlichung von Version 4.0 fand am 21. Juni statt.
  • Am 22. November 2010 erschien iOS 4.2.1.
  • Auch Apps von Drittherstellern können nun Multitasking nutzen.
  • Außerdem werden Funktionen für Geschäftskunden verbessert.
  • Neue Möglichkeiten von Werbung innerhalb von Apps ermöglicht.
  • Der vom iPad bekannte E-Book-Reader iBooks wird ebenfalls zusammen mit dem iBook Store eingeführt
  • Das iPhone OS wurde in iOS umbenannt.

Ab 4.2.1

  • Diese Version unterstützt neben Druckfunktion mittels Apple AirPrint auch Multimedia-Streaming mittels Apple AirPlay. Außerdem ist der Ortungsdienst Find my iPhone integriert.
4.3.x

Am 9. März 2011 wurde die Version 4.3 von Apple veröffentlicht.

  • Das iPhone als Hotspot für bis zu fünf andere Geräte zu nutzen, jedoch kann das iPhone 3GS nicht als WLAN-Hotspot genutzt werden. Bei diesem Modell kann die 3G-Verbindung über Bluetooth hergestellt werden.
  • App-Downloads können unterbrochen oder ganz beendet werden. Außerdem gibt es Verbesserungen beim Browser Safari und die Freigabe der iTunes-Bibliothek über das Netzwerk (WLAN).
  • Über Apples Airplay können nun auch Videos gestreamt werden.
5.0.x 12. Oktober 2011[10]
  • Benachrichtigungen werden im sog. Notification Center zusammengefasst
    • Benachrichtigungen erscheinen jetzt kurzzeitig an der oberen Leiste des Bildschirms.
    • Die Liste der Nachrichten ist auch auf dem Sperrbildschirm zu finden.
    • Vom Sperrbildschirm aus kann bei einem Doppelklick auf den Home-Button sofort auf die Foto-Funktion zugegriffen werden, ohne zu entsperren.
  • Twitter ist systemweit integriert.
  • Reminders: Erinnerungen und To-Do-Listen, auf Wunsch auch mit zeit- oder ortsbasierten Erinnerungen.
  • Mail unterstützt S/MIME und grundlegende Formatierungen (fett, kursiv, unterstrichen)
  • PC Free
    • Das Gerät muss bei der ersten Benutzung nicht mehr mit iTunes verbunden werden; der Nutzer kann das Gerät direkt konfigurieren.
    • Drahtlose Synchronisation mit iTunes möglich
    • Betriebssystem-Updates over the air (kurz: OTA) (ohne Verbindung mit iTunes)
    • Betriebssystem-Updates DELTA (lädt nur die neuen bzw. aktualisierten Dateien)
  • iMessage: kostenloser Nachrichten-Dienst für alle Nutzer von iOS 5
  • iCloud-Integration

Apps

Mitgelieferte Apps

Eine Reihe von Apps (siehe Tabelle) wird mit den iOS-basierten Geräten mitgeliefert. Trotz der Namensgleichheit mit entsprechenden Programmen für Mac OS X sind die Apps für iOS an die jeweilige Benutzeroberfläche angepasst und im Funktionsumfang verändert. Einige der mitgelieferten Apps, beispielsweise das Nike+iPod-App, sind standardmäßig ausgeblendet und müssen vom Nutzer erst aktiviert werden.

Name Funktion seit Version … in iOS enthalten
iPhone iPod Touch iPad
iTunes Zugriff auf den iTunes Music Store und das iTunes Podcast-Verzeichnis 1.1 3.2
App Store Zugriff auf den App Store 2.0
Telefon Telefonieren 1.0 N/A
FaceTime Videotelefonie 4.0
(nur iPhone 4, in der App Telefon)
4.1
(nur 4. Generation)
4.3
(nur iPad 2)
Nachrichten SMS, MMS, Instant Messaging über iMessage (ein proprietärer, kostenloser, MMS-ähnlicher Dienst) 1.0
(MMS ab 3.0, iMessage ab 5.0)
5.0
(nur iMessage)
Mail E-Mail-Programm 1.0 1.1.3 3.2
Kontakte Adressbuch 1.0 (in der App Telefon)
(ab 2.0 eigenständige App)
2.0 3.2
Kalender Terminverwaltung 1.0
Safari Webbrowser
iPod Musik und Videos abspielen 1.0 bis 4.x
(dann eigenständig als Musik und Video)
N/A 3.2 bis 4.x
(nur Musik)
Musik Musik abspielen 5.0 1.0 5.0
Videos Videos abspielen 3.2
YouTube YouTube-Videos anschauen 1.0 3.2
Fotos Fotos anschauen
Kamera Fotos und Videos aufnehmen, ab 5.0 auch Bildbearbeitung (beschneiden, drehen, Beseitigung des Rote-Augen-Effekts, Auto-Verbesserung) 1.0

Video: ab iPhone 3GS (3.0)
HD-Video, HDR-Fotos: nur iPhone 4 (4.0 bzw. 4.1)

4.1
(nur 4. Generation)
4.3
(nur iPad 2)
Photo Booth Fotos und Videos mit Spezialeffekten aufnehmen N/A 4.3
(nur iPad 2)
Zeitungskiosk 5.0
Erinnerungen Eine To-Do-Liste
Karten Google Maps 1.0 3.2
Notizen Notizzettel
Einstellungen Einstellungen
Game Center Ermöglicht Multiplayer-Spiele gegen andere Nutzer, zentrale Bestenlisten, usw. 4.1
(ab iPhone 3GS)
4.1
(ab 2. Generation)
4.2
Kompass Kompass 3.0
(ab iPhone 3GS)
N/A N/A
Nike + iPod Kann sich mit Nike+iPod-Sensor verbinden und Daten aufzeichnen 2.2.1+
(ab 2. Generation)
Aktien Aktienkurse beobachten 1.0
Wetter Wettervorhersage
Uhr Weltzeituhr, Stoppuhr, Wecker und Timer
Rechner (einfacher bzw. wissenschaftlicher) Taschenrechner 1.0
(wissenschaftlicher Taschenrechner ab 2.0)
Sprachmemos Tonaufnahmen 3.0

Viele mitgelieferte Apps sind auf eine reibungsfreie Zusammenarbeit optimiert. So kann beispielsweise in Mail eine Telefonnummer markiert werden, um sie dann einem Kontakt im Adressbuch zuzuordnen oder anzurufen.

App Store

Neben den mitgelieferten Standard-Programmen sind im App Store über 500.000 weitere Anwendungen verfügbar. Es wurden von dort mehr als 15 Milliarden Apps heruntergeladen.[11]

Kritik

Apples zentralisierter Prozess rund um die Veröffentlichung von Apps wird oft skeptisch gesehen. Da es Nutzern schwer möglich ist, aus anderen Quellen als dem AppStore Programme zu beziehen, sehen Kritiker in der Nichtzulassung von Programmen eine Zensur.[12][13] Die Electronic Frontier Foundation kritisiert außerdem, dass Entwickler gezwungen sind, deutliche Einschränkungen hinzunehmen, wenn sie für iOS entwickeln wollen; unter anderem müssen sie ein Geheimhaltungsabkommen unterzeichnen und einen Mitgliedsbeitrag entrichten. Langfristig könne dies demnach innovationshemmend wirken.[14]

Andere Autoren sehen die Kontrolle des AppStores dagegen als einen Vorteil an:

“As more consumers have fears about security on the Internet, viruses and malware, they may be happy to opt for Apple's gated community.”

„Da immer mehr Verbraucher sich Sorgen um die Sicherheit im Internet, Viren und Schadsoftware machen, werden sie sich möglicherweise gern für Apples abgeschottetes System entscheiden.“

Laura Sydell, NPR[15]

Auch die abgeschlossene Natur der Plattform wird kritisiert. Vor allem Entwickler befürchten, dass zukünftige Generationen weniger intensiv an den Geräten herumbasteln können und sich daher nicht für Informatik begeistern werden.[16] Auch einige Nutzer fühlen sich durch die von Apple getroffenen Einschränkungen bevormundet[17] und stören sich an der zu starken Kontrolle, die Apple über die Plattform hat – so kann Apple beispielsweise Programme vom iPhone des Nutzers löschen.[14] Der ehemalige Apple-Chef Steve Jobs erklärte, dass diese Möglichkeit nur auf Schadsoftware abzielt.[18] Von vielen Benutzern wird kritisiert, dass die vorinstallierten Apps wie Aktien, Wetter oder Zeitungsstand sich nur mit einem Jailbreak entfernen lassen, selbst dann nicht, wenn die App keinen Einfluss auf den eigentlichen Betrieb des Gerätes hat.

Viel Kritik erhielt Apple dafür, dass es für iOS keinen Flash Player gab. Nach Darstellung von Apple war Adobe nicht willens oder nicht in der Lage, eine funktionierende Lösung für iOS zu entwickeln. Steve Jobs äußerte sich im April 2010 in einem offenen Brief[19] zu der Debatte um Flash. Im November 2011 stellte Adobe die Entwicklung des Flash-Players für mobile Endgeräte ein.[20]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cisco lizenziert IOS an Apple. Golem.de (8. Juni 2010). Abgerufen am 12. Juni 2010.
  2. Apple-Website zum Thema Barriere-Freiheit
  3. Versteckte iOS 5 Features
  4. apple.de Infos zum iPhone 3GS
  5. a b c d e f g Spiegel Online: iPhone, Laptops, Betriebssysteme neu: Apple auf Speed (8. Juni 2009)
  6. „iPhone OS 3.0: T-Mobile verbietet Nutzung als Modem“ auf winfuture.de
  7. http://www.t-mobile.de/tarifoptionen/0,20406,17775-_1604,00.html (Link nicht mehr abrufbar)
  8. ORF Futurezone: „Provider lassen iPhone als UMTS-Modem zu“ (Link nicht mehr abrufbar)
  9. Apple iPhone OS 3.0 shines fresh light (and enmity) on A2DP Stereo Bluetooth. Wireless Audio Blog, 25. Juni 2009.
  10. http://www.engadget.com/2011/10/04/apples-lets-talk-iphone-keynote-liveblog/?sort=newest&refresh=60
  11. Apple's App Store Downloads Top 18 Billion. Apple Inc. (7. Juli 2011). Abgerufen am 4. August 2011.
  12. Censorship stays as iPhone app development rules "relax". gizmodo.com (9. September 2010). Abgerufen am 26. Juli 2011.
  13. App 'Censorship' Has German Tabloid Fighting Mad. Spiegel Online (24. Februar 2010). Abgerufen am 26. Juli 2011.
  14. a b All Your Apps Are Belong to Apple: The iPhone Developer Program License Agreement. Electronic Frontier Foundation (9. März 2010). Abgerufen am 17. April 2010.
  15. Laura Sydell (5. April 2010): Apple's iPad: The End Of The Internet As We Know It?. NPR. Abgerufen am 23. April 2010.
  16. Apple's Trend Away From Tinkering. Slashdot (31. Januar 2010). Abgerufen am 12. Februar 2010.
  17. Nokia 5800 und iPhone 3G: Stärken und Schwächen. Chip.de (13. Februar 2009). Abgerufen am 26. Juli 2011.
  18. Wall Street Journal Interview With Steve Jobs Regarding App Store. Wall Street Journal, zitiert auf daringfireball.net (11. August 2008). Abgerufen am 26. Juli 2011.
  19. Thoughts on Flash, Steve Jobs, April 2010, Englisch
  20. Adobe: Kein Flash mehr für Mobiltelefone, golem.de, 09.11.11

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