New York Harbor


New York Harbor
Ein Werbefoto, das aber gut die wirkliche Bedeutung des Hafens heute zeigt: ein Containerschiff vor der Governors-Insel
Eines der alten Hafenbecken in Brooklyn, Red Hook
Der A.P. Moller-Container-Terminal im Port Elizabeth, Newark, NJ
Satellitenbild der Region
Historische, detailreiche Karte (um 1885) der Region noch vor der Erweiterung der Stadt New York

Der Hafen von New York, auf engl. New York Harbor, bzw. Port of New York and New Jersey, an der Ostküste des Kontinents Nordamerika und der USA gelegen, umfasst die Gesamtheit der sieben größeren derzeit genutzten und einiger historischer Hafenanlagen und die Gesamtheit des Naturhafens an der Mündung des Hudson in den Atlantik (Tidehafen). Der Begriff beschreibt also geografisch eine Region und ist keine einzelne Institution und auch nicht auf das Stadtgebiet New Yorks begrenzt (eher richtig wäre: eine Mehrzahl von Institutionen). Allerdings wird der Begriff "New Yorker Hafen" im alltäglichen Sprachgebrauch oft auch nur für die Anlagen der gemeinsamen Behörde der beiden US-Nachbarstaaten, der Port Authority of New York and New Jersey (PANYNJ) verwendet. Diese interstaatliche Behörde ist jedoch nicht für alle den Hafenraum betreffenden Aspekte zuständig. Größte Städte an der Hudsonmündung sind heute New York City, Jersey City und Newark.

Nach dem Güterumschlag ist er als Ganzes der drittgrößte — jedoch nach seiner Fläche der größte Hafen der USA. Er dient sowohl als internationaler Tiefsee- und über den Hudson auch als Binnenhafen für Teile der USA (Nordosten) und den Osten Kanadas.

New Yorks heutige wirtschaftliche Bedeutung hängt mit seiner Nutzung für den Warenumschlag und den Personentransport zusammen. Außerdem war und ist New York ein Hauptort der Einwanderung in die Vereinigten Staaten. Millionen von Einwanderern kamen auf Schiffen hierher und passierten seine Anlagen, von denen Ellis Island eine relativ neue ist. Nach der früher bedeutenderen Einwanderung dominiert heute der Tourismus die Personenschifffahrt im New Yorker Hafen.

Bei der Einfahrt nach New York durchquert man von der Lower New York Bay kommend die Narrows unter der Verrazano–Narrows-Brücke (1964) hindurch ins Hauptbecken der Upper New York Bay mit den beiden bekanntesten Inseln New Yorks (nach Manhattan selbst; Ellis und Liberty Island mit der Freiheitsstatue) hin zu den verschiedenen Ankerplätzen. Historisch ist die Zufahrt in das Gewässer aus verschiedenen Gründen als gefährlich bekannt. Vor allem der Nebel und die je nach Windrichtung in den fast rechtwinkligen Trichter der Lower Bay auflaufenden Sturmfluten sind gefürchtet. Der Hudson Canyon, ein voreiszeitliches unterseeisches Delta, das zentral in die Bucht hinausläuft, gilt als Schiffsfriedhof. Nach Nordwesten schließen sich der Long Island Sound ·und die Insel Long Island an. Im Süden folgt in New Jersey bis nach Florida die Atlantische Küstenebene mit vielen weiteren Häfen.

Inhaltsverzeichnis

Einzelne Anlagen

Chelsea Piers
  • Der frühere Global Marine Terminal
  • Die durch die Port Authority (PANYNJ) (zum Teil ab 1921) betriebene Anlagen:
    • Containerhafen in New Jersey, etwa seit 1960 ausgebaut (Port Newark-Elizabeth Marine Terminal)
    • Marine Terminal in Red Hook, Brooklyn, NY;
    • Auto Marine Terminal in Bayonne, NJ, und Jersey City, NJ
    • Brooklyn Port Authority Marine Terminal (Gemeinsames Terminal von Brooklyn Piers und Red Hook Container Terminal) in Red Hook, Brooklyn, NY, und
    • Howland Hook Marine Terminal auf Staten Island.
    • Passagierkreuzfahrtterminals:
      • Manhattan Terminal (New York Passenger Ship Terminal)
      • Brooklyn Cruise Terminal
      • Cape Liberty Cruise Port in Bayonne, NJ.
  • Nur historisch zu nennen ist der South Street Seaport, ein inzwischen denkmalgeschütztes Viertel in Manhattan, dort wo die Fulton Street auf den East River trifft. Hier war früher auch der Fischereihafen New Yorks (inzwischen am Hunts Point, Bronx).
  • Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe privater Kai- und Stapelanlagen.
360°-Panorama des Hafens, vom Empire State Building aus gesehen (Aufnahme: April 2005)


Gewässer, Unterteilungen

1. Hudson River, 2. East River, 3. Long Island Sound, 4. Newark Bay, 5. Upper New York Bay, 6. Lower New York Bay, 7. Jamaica Bay, 8. Atlantik

Neben dem Hudson River münden hier der Shrewsbury River, Hackensack River, Passaic River, Elizabeth River, Rahway River und Raritan River. Aus dem Bundesstaat New York sind dies der Bronx River, Coney Island Creek, Fresh Kills, Gowanus Canal (1867; ursprüngl. Gowanus Creek bei Red Hook), Hook Creek, Hutchinson River, Luyster Creek, Main Creek und der Newtown Creek.

Die größeren Gewässer (-Abschnitte) im Hafen von New York sind weiter:

Eine Definition des Hafengebiets von New York findet sich unter anderem im Seehandbuch des Deutschen Hydrographischen Instituts von 1943 ff: "… die New York-Bucht mit der Jameica-Bucht, die Stadt New York südwestwärts bis New Brunswick und westwärts bis Newark einschließlich. Im Norden reicht es den Hudson aufwärts bis 1/2 sm südlich von Tarrytown und nach Nordosten bis einchließlich Port Chester am Long Island-Sund. Die südöstliche Seegrenze läuft ungefähr von East Rockaway Inlet … nach Sandy Hook."[1] Zu einzelnen Gewässerabschnitten folgen nun knappe Beschreibungen (falls kein deutschsprachiger Artikel dazu vorliegt, bitte in der englischsprachigen Ausgabe vergleichen) :

Long Island Sound

Vor Long Island liegt Long Beach Barrier Island, hier Blickrichtung Nordwest

Der Long Island Sound ist eine west-östlich ausgerichtete Bucht des Atlantiks an der Ostküste Nordamerikas von ca. 190 km Ausdehnung; sie liegt weitgehend hinter der vorgelagerten Insel Long Island, die zum US-Bundesstaat New York gehört. Der Staat Connecticut bildet ihr Nordufer. In die Bucht münden viele Gewässer, am bekanntesten der Connecticut River bei Old Saybrook. Im Osten stößt sie an das Gebiet der Bronx (NYC) und ist mit dem East River, einer Bucht nordöstlich von Manhattan, etwa bei der Flushing Bay verbunden. Seewärts geht sie auf der Höhe von New London (Connecticut) in den Block Island Sound über.

The Narrows

Staten Island links, Brooklyn rechts, verbunden durch die "Verrazano" (PD-Foto der NYSGIS)

Die Narrows sind die Grenzzone zwischen Upper und Lower New York Bay und trennen zumindest optisch das Meer vom Binnengewässer. Bei ihrer Fertigstellung 1964 löste die darüber gewölbte Verrazano–Brücke das Golden Gate in San Francisco als längste Hängebrücke der Welt ab. Im Jahre 1981 verlor sie selbst diesen Titel wieder an die Humber-Brücke in Großbritannien. Mittig hat sie eine Durchfahrtshöhe von 66,2 m (217 ft). Auf der Brooklyn-Seite nimmt sie den Verkehr vom Belt Parkway und den Brooklyn-Queens Expressway auf und auf der Seite von Staten Island den vom Staten Island Expressway.

Newark Bay

Port Newark im Vordergrund, Blickrichtung nordostwärts nach Newark Bay

In der Newark Bay (New Jersey) fließen von Westen der Passaic und von Norden der Hackensack zusammen. Sie liegt westlich vom Hudson und ist über den Kill Van Kull mit ihm und der Upper New York Bay verbunden. In ihr befinden sich zahlreiche Hafenanlagen. Die wichtigste ist auf dem Westufer die Containeranlage des Port Newark-Elizabeth Marine Terminal auf dem Stadtgebiet von Newark. Im Osten wird sie vom Gemeindegebiet von Jersey Citys und Bayonnes begrenzt und im Süden von Staten Island. Überbrückt wird die Bucht von einer Eisenbahnbrücke und der Vincent R. Casciano Memorial Bridge (umgangssprachlich Newark Bay Bridge, gelegentlich auch noch Turnpike Extension Bridge) für den Kfz-Verkehr.

Raritan Bay

Die Raritan Bay liegt südlich von New York und Jersey City. Sie ist der westliche Teil der Lower New York Bay, die am Zusammenfluss von Raritan und Arthur Kill, einem Seitenarm des Hudson, liegt und sich trichterförmig zur Lower New York Bay hin öffnet. Im Norden wird sie von Staten Island und im Süden zum Teil vom Gemeindegebiet von Monmouth County, N J, begrenzt. Dieses endet an seinem Ostende vor dem Atlantik in der landeinwärts laufenden Landzunge Sandy Hook. Dahinter die Naval Weapons Station Earle mit ihrer markanten Pier.

Schiffe, die nicht durch die Narrows fahren, können auch vom Westende der Raritan Bay in den Arthur Kill einfahren, um so in die Newark Bay mit ihren Hafenanlagen zu gelangen. Der Name der Bucht kommt vom Stammesnamen von Ureinwohnern, der auch im Flussnamen Raritan weiterlebt.

Details südöstlich von Manhattan: Red Hook, Governors Island, Corlaer´s Hook, Karte von 1766

Upper New York Bay

Die Upper New York Bay wird auch Upper New York Harbor oder the Upper Bay genannt und bildet den eigentlichen Naturhafen. Sie liegt im Sinne der Fließrichtung des Hudson höher und ist der innere, nördliche Teil des natürlichen Hafens von New York. Seine äußeren Grenze sind seewärts die Narrows, Manhattan im Norden, Brooklyn im Osten. Staten Island und New Jersey umgeben die Bucht im Westen. Durch die Narrows sind hier liegende Schiffe zwar noch einer Tide und Brackwasser ausgesetzt aber bereits weitgehend vor dem Unwetter des Nordatlantiks geschützt. Hier liegen die Inseln Ellis, Governors und Liberty Island.

Wasserstraßen

Hudson

Lower Manhattan um 1931; der Hudson im Bild oben

Der 493 Kilometer lange Hudson River entspringt in den Adirondack Mountains. Von dort fließt er überwiegend in südlicher Richtung durch den Staat New York und nimmt bei Albany das Wasser des Mohawk River auf. Bereits nördlich der Stadt New York sind auf ihm die Atlantik-Gezeiten spürbar. Die ursprünglich in der Gegend lebenden Ureinwohner, die Mahican, nannten den Fluss „Muh-he-kun-ne-tuk“, also den „der in beide Richtungen fließt“.

Auf Höhe der Stadt wird er oft auch nur North River genannt. Europäer entdeckten den Fluss 1524 (Giovanni da Verrazano). Benannt wurde er später nach Henry Hudson, einem englischen Seefahrer, der ihn 1609 für die Niederländer erkundete.

Ambrose Feuer

Ambrose Channel

Ambrose Channel ist der Name einer Schifffahrtsstraße in der Lower New York Bay, die von Osten auf die Narrows zuläuft bzw. aus ihnen auf den Atlantik hinaus führt. Sie wird von Breezy Point in Queens, bzw. landeinwärts von der Landspitze Sea Gate an der Gravesend Bay auf dem östlichen Ufer und dem Leuchtfeuer Ambrose Light westlich markiert (Ambroseleuchtfeuer steht östlich von Sandy Hook). Wegen der Strömungen, dem hohen Schiffsaufkommen und der Kollisionsgefahren besteht auf ihr Lotsenpflicht.

Arthur Kill

Arthur Kill, verbindet Raritan Bay und Newark Bay
Rechts: Staten Island

Der Arthur Kill ist eine 10 km lange und mindestens 168 m breite Wasserstraße, die die Raritan Bay direkt mit der Newark Bay und den dortigen Hafenanlagen verbindet. Das häufig damit in Verbindung verwendete Wort Kanal ist sachlich nur für die immer wieder vertiefte und erweiterte Schifffahrtsrinne berechtigt, da es sich vom Ursprung her um eine natürliche Verbindung handelt.

Der Arthur Kill ist wahrscheinlich ein voreiszeitlicher Hudson-Abfluss. Dabei wird diskutiert, ob er einziger Abfluss oder einer solcher Abflüsse war. Er verbindet Raritan Bay und Newark Bay und wird auch als eine Zufahrt dorthin genutzt. Er trennt die New Yorker Staten Island von New Jersey.

Er wird von der Goethals Bridge, der Outerbridge Crossing und der Arthur Kill Vertical Lift Bridge (Eisenbahn) überquert. In seinem Lauf gibt es zwei Inseln, die Prall's Island und die Isle of Meadows. Das Ufer zur Staten Island ist weitgehend unbefestigt und nicht besiedelt, während auf der Seite New Jersyes viele Fabriken liegen.

Eriekanal

Der Eriekanal, 1825 fertiggestellt, verbindet über den Hudson die Stadt New York mit dem Eriesee. Er ist 584 km lang und zweigt erst nördlich von Albany, also erst etwa 230 km von New York entfernt vom Hudson ab; folgt dem Mohawk in westlicher Richtung bis nach Rome und wird dann erst als Kanal nach Syracuse etc. geführt. Er war historisch eine der Voraussetzungen des Wachstums von New York als Drehscheibe des Binnen- mit dem Küstenhandel und dem Import und Export nach Europa.

Blick auf den East River mit der Brooklyn Bridge und der Manhattan Bridge

East River und seine Inseln

Der East River ist entgegen seiner Bezeichnung kein Fluss sondern eine langgezogene schmale Meerenge zwischen Long Island Sound, dem Unterlauf des Hudson und der Upper New York Bay. Das heißt er ist an seinen Enden zum Atlantik hin geöffnet und unterliegt den Gezeiten wie der gesamte Hafen. In ihm liegen u. a. die kleine Schwester Manhattans Roosevelt Island (früher Welfare –), Randalls -, Rikers –, Mill Rock-, U Thant-, Ward's (Isolierstation) - und Governors Island.

Harlem River

Der Harlem River ist ein weiterer, schmaler Meeresarm, der über 13 Kilometer Länge den East River und den Hudson verbindet. Er trennt den Norden der Insel Manhattan von der zum Festland gehörenden Bronx.

Die größte Schifffahrtskatastrophe im Hafen, der Untergang der General Slocum 1904, geschah an der Mündung des Harlem Rivers in den East River, am Hell Gate (Höllentor).

Schiffbare Kanäle

Hier werden die schiffbaren Kanäle getrennt nach Gewässerabschnitten genannt:

Lower Bay

  • Swash Channel
  • Sandy Hook Channel
  • Terminal Channel
  • Atlantic Highland Anchorage
  • Chapel Hill South Channel
  • Coney Island Channel
  • Rockaway Inlet
  • Gravesend Bay Anchorage
  • Raritan Bay East Reach

Raritan Bay

  • Raritan Bay West Reach
  • Seguine Point Bend
  • Red Bank Reach
  • Ward Point Bend (East & West)
  • Raritan River Cutoff
    • Perth Amboy Anchorage
    • South Amboy Reach
  • Ward Point Secondary Channel
  • Great Beds Reach

Jamaica Bay

  • Runway Channel
  • Island Channel
  • Beach Channel

Arthur Kill

  • Outerbridge Reach
  • Port Socony Reach
  • Port Reading Reach
  • Fresh Kills Reach
  • Tremley Point Reach
  • Pralls Island Reach
  • Gulfport Reach
  • Elizabeth Port Reach
  • South of Shooters Island Reach

Newark Bay

  • North of Shooters Island Reach
  • Newark Bay South Reach
  • Newark Bay Middle Reach
  • Newark Bay North Reach
  • Port Newark Branch Channel
  • Port Newark Pierhead Channel
  • Elizabeth Channel
  • South Elizabeth Channel

Kill van Kull

  • Bergen East Point Reach
  • Bergen West Point Reach
  • Constable Hook Reach

Upper Bay

  • Pierhead Channel
  • Anchorage Channel[2]
  • Red Hook Channel
  • Red Hook Flats Anchorage
  • Bayridge Channel
  • Greenville Channel
  • Claremont Terminal Channel
  • Buttermilk Channel

Hudson River

  • Weehawken Edgewater Channel

East River

  • East Channel
  • West Channel
  • South Brother Channel
Windmühle auf Gardiners Island
Leuchtturm am Ambrose Channel

Inseln, Insellage

Vier der fünf Bezirke New Yorks (Boroughs) liegen selbst nicht auf dem Festland. Brooklyn und Queens liegen (größtenteils) auf Long Island. Nur der Stadtbezirk Bronx liegt nicht auf einer Insel. Mehr oder weniger große der ca. 30 Inseln von NYC sind allen fünf Stadtbezirken verwaltungsmäßig zugeordnet. Im Hafengebiet liegen weitere Inseln, die zu den Nachbarorten in New Jersey gehören.

Leuchttürme und Lichtsignale

Am Hudson:

  • Jeffreys Hook Lighthouse am Jeffries Point in Manhattan (Little red lighthouse; siehe Abbi.)
  • 1884 Lighthouse at Sleepy Hollow
  • Stony Point Lighthouse in Rockland County.
  • Esopus Meadows Lighthouse
  • Rondout Lighthouse
  • Saugerties Lighthouse
  • Hudson-Athens Lighthouse

An der Küste von New Jersey:

  • Sandy Hook Lighthouse (1764, Isaac Conro; zugleich ältester funktionierender Turm der USA)
  • Conover Beacon (Chapel Hill Front Range)
  • Romer Shoal Light
  • Great Beds Light
  • West Bank Light (Range Front)
  • Old Orchard Shoal Light
  • Robbins Reef Light

Auf New Yorker Seite:

  • Ambrose Lightship (1968 Außerdienststellung) bzw. ersetzt durch
  • Ambrose Light (signalisiert seither die Schlussphase der Wege in die Narrows und war immer wieder Zielmarke für das Blaue Band der schnellsten Atlantik-Überfahrt)
  • Coney Island Light (Nortons Point)
  • Statue of Liberty
  • Princes Bay Light
  • New Dorp Light (Swash Channel Range Rear, 1964 Außerdienststellung)
  • Staten Island Range Light
  • Fort Wadsworth Light (1965 Außerdienststellung)
  • Blackwell Island Lighthouse (1934 Außerdienststellung)
  • Throgs Neck Light
  • Kings Point Light
  • Execution Rocks Lighthouse
  • Stepping Stones Light
  • Whitestone Point Light

Infrastruktur

Dazu gehören auch große Frischwassertunnels (Nr. 1 - Nr. 3; z. B. vom New Croton Aqueduct, Catskill aqueduct oder vom Delaware system her) und andere Wasserleitungen, die zum Teil im Hafen laufen.

Sicherheit

Die Feuerwehr in New York City (Fire Department of New York abgekürzt FDNY) unterhält als Hafenfeuerwehr drei Kompanien mit diversen Löschbooten. Nachdem die Wehr 1731 gegründet worden war, wurde 1809 von ihr das erste Feuerlöschboot in Dienst gestellt.

Die für die Hafengebiete zuständige Polizeibehörde ist seit 1953 die Police Division der Waterfront Commission of New York Harbor (WCNYH). Sie ist eine zweistaatliche Behörde der US-Bundesstaaten New York und New Jersey und arbeitet eng mit beiden städtischen Polizeien und den Bundesbehörden zusammen.

Als Grenzpolizei arbeitet der Küstenschutz (United States Coast Guard; zuständig für NYC´s Gewässer ist der "District One", Sitz in Boston mit seinem "Sector New York").

Lokale und nationale Verkehrsanbindungen

Der Army-Terminal, Brooklyn, 57. Straße

Kanäle, Binnenhafen

Mit dem Bau des Eriekanals entstand zwischen 1789 und 1825 eine günstige Warentransportverbindung zwischen Eriesee, Hudson und New York (dem Atlantikhafen). Er ist 584 km lang, 12 Meter breit und 1,20 Meter tief. Er diente seither der Erschließung und Besiedlung der Gebiete um die Großen Seen.

Autobahnnetz / Interstate Highways

Bahn und Straßen

Traditionell bieten Eisenbahnen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts für die gesamte Ostküste sehr gute Hafenanschlüsse; insbesondere entlang der Ostküste und hin zu den Großen Seen (Cleveland, Detroit, die Ohio-Region und Chicago).

Durch den Containerumschlag spielt vermehrt auch der Straßenverkehr eine wichtige Rolle für den Handel mit dem Binnenland.

Mit der Zunahme des Straßenverkehrs und seit dem Ausbau der Fernverkehrsstraßen ist der Hafen an das Autobahnnetz der USA angeschlossen, z. B. über den Lincoln Highway (1913), die U.S. Route 1, Route 1 Extension (heute die New Jersey Route 25, den ersten "Super Highway" in den USA), die Interstate 95, I 80, I 278, den Long Island Expressway (L.I.E.; I 495) oder auch die Route 130.

Fähren und Wassertaxen, Flughäfen

Staatl. Fähre
Anlegestelle Hoboken, New Jersey

Das kostenfreie öffentliche Fährensystem in New York verbindet Uptown und Downtown und bietet Fahrten nach Staten Island, Brooklyn, Queens, in die Bronx und nach New Jersey. Die Hauptverbindung, The Staten Island Ferry pendelt bereits seit 1905. Auf der heute 25-minütigen Fahrt sieht man auch auf die Freiheitsstatue und Lower Manhattan.

Ähnlich Taxen auf Straßen funktionieren die Dienste von NY Waterway (Anlegestellen in Manhattan und New Jersey und bei den Baseballstadien) und New York Water Taxi (Anlegestellen in Downtown Manhattan und Brooklyn, an der West 23rd Street und bei Circle Line an der West 42nd Street).

Einige ehemalige Piers bieten inzwischen Flugdecks für Hubschrauber-Zubringerdienste. Eine Weiterentwicklung ihrer Aufgabenstellung im Hafen war übrigens die Übertragung der Betreiberschaft für die drei großen Flughäfen New Yorks an die zweistaatliche Hafenbehörde (PANYNJ).

Piers in Manhattan

Die Piers in Manhattan haben folgende Nummerierung / Lage (ausgehend von der Südspitze):

  • Am East River folgen von Südwest nach Nordost die
    • Piers mit den Nummern 1 South Street (bei der Whitehall Street) bis
    • Nr. 19 (South Street). Der Peck Slip befindet sich am Ende dieser Reihe.
  • Am Hudson River (oder hier noch oft North River genannt; von Süden nach Nordwest
    • Die früheren Pier 1 bis Pier 21 liegen unter dem aus dem Aushub des World Trade Centers gewonnen Land (Bau bis 1973, jetzt Teil von Battery Park City)
    • es folgen nach dem North Cove Yacht Harbor (beim World Financial Center) nordostwärts die Piers mit den Nummern
    • Nr. 25, West Street (bei der North Moore Street), bis Nr. 99 (bei der 12th Avenue)
    • Davon hatten die Piers 84 bis 94, als Manhattan Cruise Terminal oder "New York City Passenger Ship Terminal" in den 1930er Jahren unter LaGuardia gebaut, zeitweise den Namen "Luxury Liner Row".
  • Am Südende Manhattans liegen/stehen die
    • A Little West Street - Esplande Battery Place (schon zum Hudson River)
    • Battery Park - Battery Place, State Street & Whitehall Street
      Triborough Bridge und Hell Gate Bridge im Norden; Blick von Queens nach Manhattan
    • Gateway 1 bis 6 an der Admiral Dewey Promonade - Esplande
    • das Coast Guard Battery Park Building und
    • das Whitehall Terminal und Battery Maritime Building an der Whitehall Street / South Street.

Querungen für den Landverkehr, Brücken, Tunnels

In New York gibt es ca. 2.000 Brücken. Die längste Brücke ist die südlich gelegene und bereits genannte Verrazano-Narrows-Brücke, die Staten Island und Brooklyn über die Hafenzufahrt zum/vom Atlantik hinweg verbindet.

Besondere Ereignisse, Jahrestage

Karte New Yorks von 1664 mit eingezeichneter Hafennutzung; rechts (südwestliches Ende Manhattans) das Fort
George Washington (John Trumbull, 1780)

Die Geschichte des Hafengebiets ist in der Neuzeit weitgehend identisch mit der Geschichte der Stadt New York. Hier folgen deshalb zunächst nur wenige für den Hafen markante Daten zusätzlich:

1600-1999

  • 11. September 1609: Henry Hudson entdeckt die Insel Manhattan und folgt dem dort mündenden, später nach ihm benannten Strom flussaufwärts.
  • Im Oktober 1683 wurde durch den Gouverneur der engl. Krone erstmals eine New Yorker Vertreterversammlung im Fort einberufen. Fort Amsterdam bzw. Fort James (zerstört nach 1790)
  • 27. August 1776: Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gewinnen die Briten gegen die Truppen der Kolonisten unter George Washington in der Schlacht von Long Island (im heutigen Prospect Park (Brooklyn, New York) und besetzen danach New York. Das Hauptquartier der britischen Truppen mit fast 500 Schiffe und 32.000 Mann Besatzung lag auf Staten Island. Auf den davor ankernden Schiffen wurden danach zehn Tausend Kriegsgefangene bis zum Friedensschluss eingesperrt.
Castle Clinton
Fort Jay, GI
Titanic-Denkmal, 1913, jetzt am South Street-Museum
  • 30. Juni 1900: Brandkatastrophe im Hafen (auch: Hoboken Pier Fire), die Piers der "Norddeutschen Lloyd" in Hoboken, New Jersey, brannten und zerstörten dort liegende Schiffe, dabei ca. 125 bis 400 Tote (nach weit aus einander liegenden Zahlen verschiedener Quellen).
  • 15. Juni 1904: der Raddampfer General Slocum brennt bei einer Ausflugsfahrt einer deutschen Kirchengemeinde auf dem East River und sinkt. Bei der Katastrophe kamen 1.021 Personen ums Leben. Es war bis heute die größte zivile Schiffskatastrophe in den USA. Danach werden die Sicherheitsvorschriften für Schiffe verschärft.
  • 18. April 1912: Nach dem Untergang der Titanic erreichte die Carpathia mit 705 geretten Personen den Hafen von New York. (Extra für den Tiefgang der Titanic war der Hafen zuvor umgebaut worden.)
Zweiter Weltkrieg: Die gekenterte USS Lafayette, 1942

Seit 2000

  • 11. September 2001: Ungezählte New Yorker werden nach den Terroranschlägen auf die World Trade Center-Hochhaustürme über den Fluss evakuiert
  • 2004: Die R.M.S. Queen Mary 2" (QM2) das derzeit längste Passagierschiff der Welt, fährt 2004 erstmals auch nach NYC. Schon bei ihrem Entwurf musste die Höhe der Verrazano-Narrows-Brücke berücksichtigt werden. Sie ist das niedrigste Hindernis, das auf der Route SouthamptonNew York City passiert werden muss. Der Zwischenraum zwischen Schornstein und Brücke beträgt bei ihrer größten Annäherung zwei Meter.
  • 15. Oktober 2003: die Andrew J. Barberi, eine Fähre der Staten Island Ferry, rammt in voller Fahrt im Fährhafen ein Arbeitsdock. Es gibt 10 Tote und sehr viele Verletzte.[3]
  • 15. Januar 2009: einem Passagierflugzeug gelang unmittelbar nach dem Start vom Flughafen LaGuardia, NYC, eine Notwasserung auf dem Hudson (US-Airways-Flug 1549). Es gab keine Toten. Fähren, private Boote und Löschboote retten die 155 Überlebenden (alle an Bord) von den Flügeln des äußerlich kaum beschädigten Airbus A320. Im Wasser auf dem Fluss wurde kein Schiff gerammt.
  • 8. Mai 2010: die Andrew J. Barberi, rammt erneut dieselben Hafenanlagen; es gibt ein Todesopfer und über 60 Verletzte.
  • 28. August 2011: Das Zentrum des des in Süd-Nord-Richtung laufenden Hurrikans Irene befindet sich auf der Höhe von NYC. Er kann hier auf "Tropensturm" zurückgestuft werden. Die Vorsichtsmaßnahmen umfassten die Räumung von Kliniken und Pflegeheimen und die komplette Stilllegung der U-Bahnen (erstmalig in ihrer Geschichte) und der Buslinien.

Museen

Seaport Museum, abendliche Stimmung am Hafen

South Street Seaport im Südosten Manhattans ist ein weitgehend denkmalgeschütztes Quartier am East River. Dort befindet sich am Pier 16 seit 1967 das South Street Seaport Museum. Es ist seit 1998 Amerika’s Nationales Maritime Museum; dort liegen als Museumsschiffe die Viermastbark, der Frachtsegler, Peking (Bj. 1911) und Southampton), die Schoner Helen McAllister (1900, Ex-Admiral Dewey) und W.O. Decker (1930) und die Marion M. (1932, ein Leichter für ein ehemaliges Seezeichen).

Das Intrepid Sea-Air-Space Museum befindet sich am Pier 86 in Höhe 46. Straße West. Es ist im Kern ein Flugzeugträger des Zweiten Weltkriegs (Pazifikflotte, 1974 außer Dienst gestellt) mit weiteren technischen Ausstellungsstücken der US-Seestreitkräfte, Luftfahrt und Raumfahrt (NASA).

National Parks of New York Harbor

Es gibt seit 2003 eine Behörde, die National Parks of New York Harbor[4], deren Aufgabe es ist, 23 national bedeutsame Gebäude, -ensembles und Landschaften, die im und am Hafen liegen, zu bewahren (Im Rang von national monuments, national memorials, national historic sites und einer Reihe von Erholungsgebieten, national recreation areas). Dazu gehören die Statue of Liberty, die Gateway National Recreation Area und die St. Paul's Church in Mount Vernon, New York. Leiterin (Commissioner unterhalb des Innenministeriums) ist zur Zeit Maria Burks. Entgegen dem Namen der Behörde gibt es allerdings keinen National Park of New York Harbor. Mit dieser Behörde arbeitet eng eine Stiftung zum gleichen Zweck zusammen, die National Parks of New York Harbor Conservancy (sie ist eine 501(c)3-Non-Profit-Organisation).[5]

Filme

  • László Benedek (Regie): Port of New York. USA, ein Agententhriller von 1949. In dem Film tritt Yul Brynner erstmals prominent auf. Gedreht an Originalschauplätzen.
  • Katja Esson (Regie): Tore zur Welt. Deutschland, 2005, Dokumentation, 43 Min.
  • Elia Kazans Spielfilm von 1954 "Die Faust im Nacken" handelt von den Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter in New York und der damaligen US-Transportarbeitergewerkschaft in der entsprechenden Kulisse.

Siehe auch

Literatur

  • Kevin Bone, Mary Beth Betts u. a.: The New York Waterfront: Evolution and Building Culture of the Port and Harbor. Monacelli; 2003. 288 Seiten ISBN 978-1885254542 (engl.)
  • Anne L. Buttenwieser: Manhattan Water-Bound. Manhattan's Waterfront from the Seventeenth Century to the Present. Syracuse University Press, 1999. 308 Seiten. ISBN 0-8156-2801-3 (engl.)
  • Jameson W. Doig: Empire on the Hudson. Columbia University Press, 2001. 620 Seiten. ISBN 0-231-07677-0 (engl.)
  • Innsbrucker Nachrichten vom 3. Juli 1900: Bericht über den Brand (vgl. Link zur Brandkatastrophe)
  • William Kornblum: At Sea in the City. Workman Publishing, 2002 (engl.)
  • Paul C. Morris, William P.Quinn: Shipwrecks in New York Waters. Orleans, MA, 1983 (engl.)
  • Eugene Salignac (Fotografien): New York Rises. Verlag Aperture (USA) 2007. 144 Seiten. ISBN 978-1597110136 (Aufnahmen von 1906 bis 1934. Hrsgg. von Michael Lorenzini, Kevin Moore. engl. Titel ins Deutsche übertragen: NY wacht auf.)
  • Eric Sanderson, Markley Boyer (Illustrationen): Mannahatta: A Natural History of New York City . Abrams, NYC, 2009. 382 Seiten. ISBN 978-0810996335 (Über die Ökologie im historischen und gegenwärtigen Hafengebiet / Bereich der Hudsonmündung (ab 1609). War 2009 zugleich Titel einer Ausstellung des Museums der City of New York)[6]
  • Belege für Zitate, Quellen:
  1. Deutsches Hydrographisches Institut (Hrsg.): Handbuch der Ostküste der Vereinigten Staaten von Nordamerika : I. Teil 1943. Nachdruck 1953 Auflage. Selbstverlag, Hamburg 1953 (Gültig bis einschließlich 1970).
  2. Reports of Channel Conditions, USACE, Nov. 2004: "Partial Anchorage Channel:Starts approximately 3,990 Ft. seaward of Red Gas #2; Ends approximately 1,660 Ft. landward of Red Light & Bell #21. Authorized project: Width: 2000 ft, Length: 2.34 nmiles, Depth 45 ft.... Shoaling exists and begins approximately 2,230 Ft. seaward of Red Gas #2 and proceeds landward with a length of approximately 600 Ft. and a width of approximately 60 Ft." Also Hearing Notice for Department of the Army Corps of Engineers, N.Y.S. Department of Environmental Conservation 21/1/2004. Simplified map Bayonne Peninsula Chap. 6, CPIP Toolkit, PANYNJ.
  3. St. Petersburg Times vom 16. Okt. 2003, auch online
  4. National Parks of New York Harbor, Website
  5. Guidestar
  6. mannahatta-project (engl.)

Weblinks

 Commons: New Yorker Hafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
40.64-74.05

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