Bahnstrecke Waghäusel Saalbach–Graben-Neudorf


Bahnstrecke Waghäusel Saalbach–Graben-Neudorf
Waghäusel Saalbach – Graben-Neudorf
Strecke der Bahnstrecke Waghäusel Saalbach–Graben-Neudorf
Ein Zug auf dem mit 200 km/h abzweigend befahrbaren
Weichenpaar an der Abzweigstelle Waghäusel Saalbach
Kursbuchstrecke (DB): 700
Streckennummer (DB): 4082 [1]
Streckenlänge: 7,94 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Zweigleisigkeit: (Waghäusel Saalbach–Philippsburg Molzau)
Bundesland (D): Baden-Württemberg
Betriebsstellen und Strecken[2]
Legende
Strecke – geradeaus
Schnellfahrstrecke von Mannheim
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
32,554 Waghäusel Saalbach (Abzw)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Schnellfahrstrecke nach Stuttgart
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Rheinbahn von Mannheim
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34,600 Philippsburg Molzau (Abzw) [3]
BSicon KRZu.svgBSicon KRZu.svgBSicon STRlg.svg
Bruhrainbahn von Germersheim
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Graben-Neudorf Nord
BSicon BHF.svgBSicon BHF.svgBSicon BHF.svg
39,553 Graben-Neudorf
BSicon STRlf.svgBSicon ABZlg.svgBSicon STR.svg
40,494 (Streckenende) [4]
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon STRlf.svg
Bruhrainbahn nach Bruchsal
Strecke – geradeaus
Rheinbahn nach Karlsruhe

Die Bahnstrecke Waghäusel Saalbach–Graben-Neudorf ist eine 7,94 km[1] lange Eisenbahn-Schnellfahrstrecke nördlich von Karlsruhe. Sie verbindet die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart mit der Rheinbahn und wird planmäßig von Zügen zwischen Mannheim und Karlsruhe genutzt.

Verlauf

Die Strecke verläuft zwischen der Abzweigstelle Waghäusel Saalbach (Streckenkilometer 31,7 der Neubaustrecke) über die Abzweigstelle Philippsburg Molzau (Streckenkilometer 34,6 der Rheinbahn) bis zum Bahnhof Graben-Neudorf. Beide Abzweige sind höhenfrei ausgeführt. Zwischen Molzau und der Südausfahrt Graben-Neudorf wird durch diese parallel geführte Strecke die Trasse der Rheinbahn dreigleisig belegt.

Geschichte

Ursprünglich war an der Abzweigstelle Saalbach eine Abzweiggeschwindigkeit von 130 km/h vorgesehen.[5]

Die Abzweigstelle Saalbach wird seit Mai 1988 planmäßig abzweigend mit 200 km/h befahren.[6]

Dazu waren 1988 an der Abzweigstelle Saalbach neu entwickelte Korbbogenweichen eingesetzt worden, die abzweigend mit 200 km/h befahren werden können. Sie waren zunächst die aufwändigsten Weichen in Deutschland. Da die Fortsetzung der Schnellfahrstrecke gen Stuttgart zu dieser Zeit im Bau war, blieben die Weichen zunächst in der abzweigenden Stellung verschlossen. Ihre Länge liegt bei 154 m, ihr Gewicht (einschließlich der Betonschwellen) bei 210 t. Der bewegliche Teil der Zungen ist 40 m lang, der Herzstückbereich 15 m. Der Radius beträgt im Zungenbereich zunächst 7.000 m und verengt sich zum Herzstück hin auf 6.000 m. Beide Weichenzungen werden von zwei Motoren an acht Angriffspunkten umgestellt und mit acht Klammerspitzenverschlüssen verschlossen. Separate Prüfkontakte überwachen die Endlage. Mit einem Motor und drei Klammerspitzenverschlüssen wird das Herzstück bewegt und festgelegt. Im Zungenbereich sind zwei Weichensignale eingebaut, im Herzstückbereich ein drittes.[7] Eine weitere Neuerung war die Verwendung von schmierungsarmen Gleitstuhlplatten.[8] Das Weichenpaar zählt bis heute zu den schnellstbefahrbaren Weichen in Deutschland.

Einzelnachweise

  1. a b Liste der VzG-Strecken (abgerufen am 15. Januar 2011, XLS, 352 kB)
  2. Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6 Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  3. Trassenpreissoftware 2010: Trassenlänge von Philippsburg Molzau nach Waghäusel Saalbach.
  4. Gleise in Service-Einrichtungen des Bahnhofs Graben-Neudorf (abgerufen am 15. Januar 2011, PDF, 193 kB)
  5. Peter Münchschwander (Hrsg.): Das Hochgeschwindigkeitssystem der Deutschen Bundesbahn. R. v. Decker's Verlag G. Schenk, Heidelberg 1990, ISBN 3-7685-3089-2, S. 86.
  6. Ohne Autor: Jahresrückblick 1988. In: Die Bundesbahn. Jg. 65, Nr. 1, 1989, ISSN 0007-5876, S. 43.
  7. K. G. Baur: Neue Weichen für schnelle Züge. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 199, 4, 1989, ISSN 0170-5288, S. 38 f.
  8. Jahresrückblick 1988. In: Die Bundesbahn, 65. Jahrgang, Heft 1, Januar 1989, S. 43.

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