Jugoslovenska vojska u otadžbini


Jugoslovenska vojska u otadžbini
Fahne der Jugoslawischen Armee im Vaterland: „Für König und Vaterland - Freiheit oder Tod!“
Masern (Grčarice) in der Gottschee: Haus des Gottscheers Rudolf Tschinkel, in dem Partisanen im September 1943 einen Stützpunkt der Jugoslawischen Armee im Vaterland vernichteten.

Die Jugoslovenska vojska u otadžbini (dt. Jugoslawische Armee im Vaterland), kurz JVuO, in Slowenien Jugoslovanska vojska v domovini (Jugoslawische Armee in der Heimat), kurz JVvD war während des Zweiten Weltkriegs die Bezeichnung der Tschetnik-Truppen von Dragoljub Mihailović im besetzten Jugoslawien. Die Bezeichnung konnte sich im Allgemeinen nicht durchsetzen.

Mihailović wollte vermeiden, dass seine Guerilleros bloß als eine Freischärlertruppe gesehen würden. Deswegen erhob er den Anspruch, dass seine Bewegung die eigentliche Jugoslawische Armee sei, die ihren Widerstand gegen das Hitler-Regime fortsetzen würde. Auch wollte er sich von anderen Tschetnik-Truppen wie der von Kosta Pećanac abgrenzen. Nachdem Kontakte zu den westlichen Alliierten und der jugoslawischen Exilregierung in London unter König Peter hergestellt wurden, sollten Mihailović' Gesuche Gehör finden. Er wurde zum Verteidigungsminister und Oberbefehlshaber der „jugoslawischen Streitkräfte in Jugoslawien“ ernannt. Durch diese Anerkennung sah sich Mihailović als Vertreter des legitimen Widerstandes in Jugoslawien gegen das Hitler-Regime bestätigt und wollte diese Anerkennung auf keinen Fall gefährden. So verbot er seinen Truppen bei disziplinärer Strafe die Selbstbezeichnung als Tschetnik, womit er aber wenig Erfolg hatte.

Die Jugoslawische Armee in der Heimat war in Kroatien kaum vertreten, unterhielt aber in Slowenien mehrere Einheiten im Untergrund, die von ihren Gegnern, den Partisanen der Osvobodilna Fronta, als „Blaugardisten“ (plavogardisti) bezeichnet wurden. Am 8. September 1943, unmittelbar nach der Kapitulation Italiens, vernichteten Partisanen einen Großteil der slowenischen Tschetniks im seit 1941 verlassenen Gottscheerdorf Masern (Grčarice).

Siehe auch

Literatur

  • Tamara Griesser-Pečar: Das zerrissene Volk. Slowenien 1941-1946. Okkupation, Kollaboration, Bürgerkrieg, Revolution. Böhlau Verlag, Wien 2002. Kapitel „Die Jugoslawische Armee in der Heimat (Jugoslovanska vojska v domovini, JVvD)“, S. 217-256

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