Josef Blotz


Josef Blotz
Josef Blotz

Josef Dieter Blotz (* 22. November 1956 in Hadamar) ist ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit dem 1. Oktober 2011 Abteilungsleiter II der Deutschen EU-Vertretung in Brüssel.

Inhaltsverzeichnis

Militärische Laufbahn

Nach dem Abitur trat Blotz zum 1. Juli 1975 als Offizieranwärter in den Dienst der Bundeswehr, wo er anfangs in der 3. Kompanie des Jägerbataillons 42 in Kassel eingesetzt war. 1976 absolvierte er den Offizieranwärterlehrgang an der Infanterieschule in Hammelburg. Von 1976 bis 1979 studierte er an der Universität der Bundeswehr München und schloss das Studium als Diplom-Pädagoge ab. Während dieser Zeit wurde er am 1. Oktober 1977 zum Leutnant befördert.

Nach dem Studium erfolgte die Versetzung nach Westerburg bzw. Schwarzenborn, wo Blotz von 1980 bis 1987 als Zugführer und Kompaniechef im Panzergrenadierbataillon 152 diente. Von 1987 bis 1989 absolvierte er den 30. Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Nach diesem Lehrgang wurde Blotz ins Bonner Bundesministerium der Verteidigung versetzt, wo er bis 1991 als Referent im Führungsstab der Streitkräfte (FüS II 4) eingesetzt war.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung übernahm Blotz von 1991 bis 1993 als Operationsstabsoffizier (G3) der Heimatschutzbrigade 37 in Dresden einen Dienstposten im Osten Deutschlands. Von 1993 bis 1995 erfolgte eine Verwendung bei der NATO. Blotz war während dieser Zeit Stabsoffizier in der Stabsabteilung für Nachrichtenwesen im Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) im belgischen Mons.

Zurück in Deutschland übernahm Oberstleutnant Blotz 1995 mit dem Jägerbataillon 581 (im Herbst 1997 in Jägerbataillon 1 umbenannt) in Berlin ein Truppenkommando und führte dies bis 1997. Im Anschluss daran war er abermals im Bonner Ministerium eingesetzt und war dort für ein Jahr Referent beim Führungsstab des Heeres (FüH III 1) unter dem Kommando des Chefs des Stabes Generalmajor Norbert van Heyst. Vom Juni bis zum Dezember 1998 war Blotz militärischer Assistent des Chefs des Stabes, Generalmajor Hubert Gosch, der SFOR in Sarajevo. Im Anschluss daran wurde er nach Madrid versetzt, wo er von 1999 bis 2000 als Abteilungsleiter Ausbildung und Übungen im Joint Headquarters Southwest (Allied Forces South Europe) eingesetzt war.

Wieder in Deutschland diente Blotz von 2000 bis 2002 als Gruppenleiter (G3 Einsatz) im Heeresführungskommando in Koblenz unter den Chefs des Stabes, den Brigadegeneralen Wolfgang Korte und Roland Kather. 2002 erfolgte die Versetzung nach Bonn, wo er bis 2004 als Referatsleiter für Konzeptionen und Fähigkeitsanalysen im Führungsstab des Heeres (FüH III 2) unter dem Chef des Stabes Generalmajor Hans-Otto Budde diente. Von 2004 bis 2005 schloss sich ein Studium an der National Defense University in Washington, D.C., an, welches er mit einem Master of Science in National Security Strategy abschloss. Vom August bis Dezember 2005 war er zur besonderen Verwendung des Chefs des Stabes beim Heeresführungskommando, Brigadegeneral Bruno Kasdorf, in Koblenz eingesetzt.

Vom Januar 2006 bis zum September 2007 kommandierte Blotz die Panzergrenadierbrigade 30 in Ellwangen und wurde in dieser Verwendung am 1. Dezember 2006 auch zum Brigadegeneral ernannt. Ebenfalls in diese Zeit fällt Blotz' Auslandseinsatz im Rahmen der ISAF in Afghanistan, wo er vom Februar bis Juli 2007 als Regionalkommandeur Nord (RC North) in Masar-e Scharif eingesetzt und zudem Kontingentführer des 13. Einsatzkontingentes der Bundeswehr war. Die Ellwanger Brigade übergab Blotz am 28. September 2007 zur Auflösung an Oberst Joachim Pollok.

Im Oktober 2007 übernahm er das Kommando über die Infanterieschule in Hammelburg und war damit zugleich General der Infanterie. Dieses Kommando gab er am 13. April 2010 an Brigadegeneral Hans Günter Engel ab. Zum 20. April 2010 übernahm Blotz den Posten des Sprechers ISAF in Afghanistan und ist damit Sprachrohr des ISAF-Kommandeurs, zunächst unter US-General Stanley A. McChrystal, nach dessen Ablösung unter General David Petraeus. Diese Funktion übergab er im Juli 2011 an Brigadegeneral Carsten Jacobson. Am 1. Oktober 2011 wurde er Abteilungsleiter II Militärpolitik der Deutschen NATO-Vertretung in Brüssel.[1]

Privates

Blotz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GkS) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

Weblinks

 Commons: Josef Blotz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen. BMVg, 26. September 2011, abgerufen am 28. September 2011.

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