Caldera (Krater)


Caldera (Krater)
Caldera (9,5 km Durchmesser und 600 m Tiefe) des Vulkans Mount Aniakchak in Alaska mit darin gebildetem kleineren Vulkankegel
Teide (Teneriffa) und die Caldera, Blick vom Guajara
Caldera des Vulkans Pinatubo mit Kratersee
Caldera von Santorin
Falschfarben-Satellitenaufnahme des Tobasees, der 100 km langen und 30 km breiten Caldera eines Supervulkans
Lagoa Azul und Lagoa Verde auf Sao Miguel (Azoren)
Bild des Sakura-Jima. Der Vulkan liegt innerhalb der Bucht, die von der Aira-Caldera geformt wurde
Mit Eis gefüllte Caldera des Vulkans Katla unter der Eiskappe des Gletscherschildes Mýrdalsjökull in Südisland
Olympus Mons

Eine Caldera (spanisch für Kessel) ist eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs.

Davon zu unterscheiden sind:

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Calderen entstehen entweder durch explosive Eruptionen (Sprengtrichter) oder durch den Einsturz oberflächennaher Magmakammern eines Zentralvulkans, die zuvor durch Ausbrüche entleert worden sind. Explosionscalderen und Einsturzcalderen sind oft schwer voneinander zu unterscheiden. Eine Caldera kann durch ausströmende Lava wieder gefüllt werden. Auch kann sich auf dem Boden einer Caldera erneut ein Vulkankegel bilden, wie dies beim Vesuv oder mit dem Sakura-Jima in der Aira-Caldera, Japan, geschehen ist. Calderen von Supervulkanen können riesige Ausmaße annehmen, so war die Caldera des ersten Yellowstone-Vulkanausbruchs 80 km lang und 55 km breit. Calderen füllen sich häufig mit Wasser und bilden dann einen Calderasee, in dem sich wiederum durch neue Vulkane oder Lavadome Inseln bilden können.

Wird der Schlot im Zentrum einer Caldera wieder aktiv, kommt es zu einer erneuten Bildung eines Kegelbergs. Entsteht daraufhin ein neuer Vulkan auf einem alten Vulkan, spricht man von einem Somma-Vulkan. Die einzelnen Stadien der Entstehung werden wie folgt bezeichnet: Ursomma – Altsomma – Jungsomma – Vesuvstadium (erneuter Ausbruch).

Bekannte Calderen

Zu den bedeutendsten Calderen gehören die des Teide (Teneriffa), der Tobasee (Sumatra), die Yellowstone-Caldera (USA) und die Caldera der Inselgruppe Santorin.

Die Caldera de Taburiente (La Palma), die ursprünglich namensgebend war, ist geologisch betrachtet vermutlich keine Caldera, sondern durch spätere Erosion entstanden.

Außerirdische Calderen

Auf verschiedenen Himmelskörpern des Sonnensystems, die einen vergangenen oder rezenten Vulkanismus aufweisen, konnten auf von Raumsonden gewonnenen Aufnahmen Caldera-Strukturen entdeckt werden, die zum Teil deutlich größer sind als irdische Calderen. Auf dem vulkanisch aktiven Jupitermond Io wurden hunderte Calderen entdeckt, deren größte einen Durchmesser von bis zu 400 km aufweisen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Caldera (Krater) – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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