Caldern

Caldern
Caldern
Gemeinde Lahntal
Koordinaten: 50° 51′ N, 8° 40′ O50.8458333333338.6619444444444241Koordinaten: 50° 50′ 45″ N, 8° 39′ 43″ O
Höhe: 241–267 m ü. NN
Einwohner: 1.330 (1. Juni 2008)
Eingemeindung: 31. Dez. 1971
Postleitzahl: 35094
Vorwahl: 06420
Blick auf den Lahntaler Ortsteil Caldern aus Richtung Norden

Caldern ist der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Lahntal im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf mit rund 1330 Einwohnern. Es liegt 8,5 km nordwestlich von Marburg in der Nähe des Rimbergs und der Bundesstraße 62.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung und Geschichte

Anfänge

Caldern wird Anfang des 9. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt, wobei zu vermuten ist, dass der Ort selbst noch älter ist. Ein (heute nicht mehr aktiver) Brunnen, der nach dem heiligen Bonifatius benannt wurde, könnte als Hinweis darauf betrachtet werden, dass Bonifatius auf seinen Reisen durch Hessen im 7. und 8. Jahrhundert auch nach Caldern kam, das damals Calantra hieß.

Das Kloster

Die spätromanische Calderner Kirche wurde im 13. Jahrhundert von Sophie von Brabant dem Zisterzienserinnenorden geschenkt, der hier ein Kloster errichtete. Das Kloster prägte das dörfliche Leben, bis es 1527 aufgelöst wurde und aller Besitz in die Hände der damals neuen Philipps-Universität Marburg überging.

Ein Teil der Klostermauer ist noch heute erhalten und wurde restauriert und mit neuen Wegen zugänglich gemacht.

Sonstiges

Neben dem Kloster war Caldern früher vor allem als Gerichts- und Richtstätte bekannt.

Am 31. Dezember 1970 wurde Caldern mit der benachbarten Gemeinde Kernbach zur Gemeinde Caldern zusammengeschlossen. Bereits ein Jahr später (31. Dezember 1971) entstand aus den Orten Caldern, Kernbach und Sterzhausen die Gemeinde Lahntal gehörte. Am 1. Juli 1974 wiederum wurde die Gemeinde um die bisherigen Gemeinden Brungershausen, Göttingen und Lahnfels erweitert. Lahnfels hatte sich Ende 1971 aus den ehemaligen Gemeinden Goßfelden und Sarnau gebildet.[1]

Sehenswürdigkeiten

Neben der Klosterkirche und dem erhaltenen Teil der Klostermauer gibt es in Caldern eine historische Wassermühle zu sehen, die heute immer noch durch eine ortsansässige Bäckerei zum Getreidemahlen benutzt wird. Ferner existiert ein Heimatmuseum, das vom Heimat- und Geschichtsverein betrieben wird. Beliebte Ausflugsziele sind der nahe gelegene Rimbergturmes mit einer beachtlichen Weitsicht sowie die Turmspitze des, durch einen Sturm zerstörten, früheren Rimbergturms, welche südlich des Dorfes auf einem Hügel am Fuße des Hungert steht und eine sehr schöne Aussicht auf das Lahntal und die umliegenden Berge bietet.

Einzelnachweise

  1. Historisches Ortslexikon des Landes Hessen, LAGIS: Lahntal (Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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