Bugarmee (Deutsches Kaiserreich)


Bugarmee (Deutsches Kaiserreich)
Standarte eines Stabes eines Armeeoberkommandos (1871–1918)

Als Bugarmee / Armeeoberkommando Bug (AOK Bug) wurde ein Großverband und die dazugehörigen Kommandobehörde des deutschen Heeres während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) bezeichnet. Sie umfasste jeweils mehrere Armee- oder Reservekorps sowie zahlreiche Spezialtruppen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Oberbefehlshaber[1]
Chef des Stabes[1]

Um die österreichisch-ungarischen Streitkräfte an der Ostfront zu unterstützen, wurden Anfang 1915 deutsche Truppen in die ungarischen Karpathen befohlen. Die Führung dieser Truppen oblag dem Generalkommando des II. Armeekorps, das zu diesem Zweck am 11. Januar 1915 in ein reguläres Armeeoberkommando mit der Bezeichnung „Süd“ umgewandelt wurde. Die unterstellten Truppen wurden damit als Südarmee zusammengefasst. Am 8. Juli 1915 erfolgte eine Umorganisation. Das bisherige Armeeoberkommando Süd verlegte unter Zurücklassung der bisher befehligten Truppen nach Lemberg, wo es den Befehl über andere Verbände übernahm und fortan als Armeeoberkommando Bug bzw. Bugarmee, nach den gleichnamigen Fluss Bug bezeichnet wurde. Am 20. September 1915 übernahm der Oberbefehlshaber General der Infanterie Alexander von Linsingen zudem den Befehl über die nach ihm benannte Heeresgruppe Linsingen. Die Bugarmee wurde deshalb in mehrere „Gruppen“ geteilt und dem Heeresgruppenkommando direkt unterstellt. Als sich das Ende des Krieges gegen Russland abzeichnete, wurde die Heeresgruppe und damit auch die Bugarmee am 23. Januar 1918 als Großverband aufgelöst.[2]

Verweise

Hauptartikel: Armee (Deutsches Kaiserreich)

Weblinks

Literatur

  • Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Militärverlag Karl Siegismund, Berlin 1937 (Geschichte der Königlich Preußischen Armee und des Deutschen Reichsheeres 5).
  • Feldzeitung der Bugarmee. 1917 (LLB Detmold)

Einzelnachweise

  1. a b Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S.399
  2. Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S.80

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