Currywurst (Lied)


Currywurst (Lied)

Currywurst ist ein Lied über die Currywurst, dessen bekannteste Version 1982 von Herbert Grönemeyer eingespielt wurde. Es erschien damals als Single, war eine Auskopplung aus dem Album Total Egal und Grönemeyers erstes erfolgreiches Lied[1][2][3], auch wenn eine Chartplatzierung damals verfehlt wurde.[4] 2008 veröffentlichte es Grönemeyer erneut auf seinem „Best-of“-Doppel-Album Was muss muss. „Currywurst“ zählt zu den wenigen Liedern aus Grönemeyers frühem Repertoire, die aufgrund der Nachfrage der Fans immer noch von ihm live gespielt werden.[5]

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Der Text[6] des Liedes stammt von Horst-Herbert Krause und Diether Krebs, die Musik vom ehemaligen Moderator des WWF Club Jürgen Triebel. Krebs und Triebel arbeiteten damals beide wie Grönemeyer selbst am Schauspielhaus Bochum.[1] Inspiriert wurden die Urheber durch regelmäßiges gemeinsames Currywurstessen am Bochumer Bratwursthaus im Bermudadreieck.[2][7]

Grönemeyer selbst gibt an, kein großer Freund der besungenen Currywurst zu sein. Das Lied habe er damals ausgewählt, weil es von seinem damaligen Produzenten Triebel stammte, er den im Ruhrpottdialekt vorgetragenen Text lustig fand und er ohnehin zu wenig deutschsprachiges Material für sein Album hatte.[8]

Außenwirkung

Der Süddeutschen Zeitung zufolge „konnte Herbert Grönemeyer mit dem Lied ‚Currywurst‘ einen Grundstein für sein Image als Pottbarde zum Anfassen legen.“[9] Die WAZ bezeichnete das Stück als „Kult“.[10] Jürgen Nielsen-Sikora bezeichnete Grönemeyer wegen seines Vortrags von „Currywurst“ als neben Ernst Bloch bedeutendsten „Vertreter der konkreten Utopie“.[11]

Schritte 3, ein Lehrbuch für Deutsch als Fremdsprache, widmet dem Lied einen eigenen Abschnitt und beinhaltet auf einer beiliegenden CD eine weitere Veröffentlichung des Titels als Tonbeispiel.[12] Auch das Schulbuch Leistungskurs Religion von Bernd Beuscher beinhaltet den Text des Liedes.[13]

Coverversionen

Das Lied wurde 1998 von Diether Krebs auf dessen Album Gestatten, mein Name ist Krups[14] interpretiert und als Single[15] ausgekoppelt.[16] Jürgen Triebel sang das Lied 2004 für die Sendung Klingendes NRW neu ein.[2]

Einzelnachweise

  1. a b Jürgen Triebel auf wdr.de
  2. a b c Klingendes NRW auf bratwursthaus.com
  3. Herbert-Grönemeyer-Story Teil 1: Ladenhüter und "Das Boot" auf n-joy.de
  4. Chartverfolgung Single auf musicline.de
  5. "Ohne 'Currywurst' geht er nie!" auf laut.de
  6. Currywurst auf groenemeyer.de
  7. Happy birthday, Currywurst! auf abendzeitung.de
  8. Auszug aus einem Interview mit Herbert Grönemeyer, auf ffh.de (MP3-Datei, 929 KB)
  9. Marten Rolff: 60 Jahre Currywurst. Quatsch mit Soße, Süddeutsche Zeitung vom 13. August 2009, online abgerufen am 17. August 2009
  10. WAZ Bochum, 22. Juli 2003, zitiert nach Currywurst auf dieechte.de
  11. Jürgen Nielsen-Sikora: Von Würsten - Der konkreten Utopie auf die Pelle gerückt auf wovon-traeumen-wir.de
  12. Schritte 3. Von Silke Hilpert (2004), S. 29
  13. vgl. S. 22
  14. Gestatten, mein Name ist Krups auf amazon.de
  15. Curywurst/Altersversorgung auf amazon.de
  16. Coverversion bei coverinfo.de

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