Das Licht auf dem Galgen (Film)


Das Licht auf dem Galgen (Film)
Filmdaten
Originaltitel Das Licht auf dem Galgen
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Helmut Nitzschke
Drehbuch Helmut Nitzschke
Produktion DEFA, KAG „Roter Kreis“
Musik Karl-Ernst Sasse
Kamera Claus Neumann
Schnitt Evelyn Carow
Besetzung
  • Alexander Lang: Sasportas
  • Amza Pellea: Debuisson
  • Jürgen Holtz: Galloudec
  • Erwin Geschonneck: Bering
  • Szymon Szurmiej: Stefford
  • Heidemarie Wenzel: Elisabeth
  • Rafael Sosa: Douglas
  • Gloria Herrera: Ann
  • Käthe Reichel: Tante
  • Tito Junco: Bedford
  • Samuel Claxton: Cocroft
  • Julio Hernandez: Cuffee
  • Milan Beli: Bloomfield
  • Herbert Köfer: Myrtle
  • Beauty Milton: Kate
  • Axel Triebel: Vetter James
  • Volkmar Kleinert: Galdy
  • Rolf Hoppe: Pfarrer Clark
  • Mario Turra: Aufseher Glavish
  • Willi Neuenhahn: Oheim
  • A. Llaurado: Swaby
  • Klaus Bamberg: Raleygh
  • I. Pedroso: Finsterer Feldsklave
  • A. Ndindah: Kutscher bei Berings
  • Horst Friedrich: Biedermeier
  • Werner Riemann: Englischer Sergant
  • T. Mathebula: Köchin Lucy
  • J. Barro: Sängerin
  • Walter Bechstein: Geheimschreiber
  • I. Hassan: Auffälliger Kutscher
  • Mohama Mwaungulu: Gärtner
  • Katharina Rothärmel: Nichte
  • Elvira Grecki: Nichte
  • Anna-Katharina Franck: Nichte
  • L. Romero: Negersklave
  • J. Perez: Negersklave
  • D. Collaco: Negersklave Collingsfarm
  • U. Schmitt: Sohn von Sir Svettenham
  • Horst Giese: Schneider
  • Giso Weißbach: Cousin
  • Bodo Schmidt: Schnauzbärtiger Soldat
  • Hannes Stelzer: Kreischender Soldat
  • Thomas Neumann: Cousin
  • F. Auer: Kranker weißer Junge
Synchronisation

Das Licht auf dem Galgen ist eine deutsche Literaturverfilmung der DEFA von Helmut Nitzschke aus dem Jahr 1976. Sie entstand nach der gleichnamigen Erzählung von Anna Seghers.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Im Jahr 1793 werden die drei Franzosen Debuisson, Sasportas und Galloudec auf die von Engländern regierte Insel Jamaika geschickt. Sie sollen im Auftrag der französischen Regierung unter den englischen Sklaven einen Aufstand entfachen. Die drei erreichen Jamaika im Jahr 1799 und Debuisson wird auf der Insel mit offenen Armen empfangen. Er wuchs hier auf; sein Großvater leitete eine Rumfabrik, die nach dem Willen des aktuellen Verwalters Bering nun an den Enkel übergehen soll.

Debuisson, Sasportas und Galloudec beginnen, erste Kontakte zu Schwarzen zu knüpfen. Sie können den Schmied Bedford als Vermittler zwischen ihnen und dem Anführer der kleinen Aufständischengruppe Cuffee gewinnen. Während Sasportas immer engagierter den Aufstand der schwarzen Sklaven plant, gefällt sich Debuisson bald in der Rolle des Rumfabrikerbens.

Als in Frankreich die Revolution durch Napoléon Bonaparte beendet wird, will er den Aufstand der Schwarzen verschieben lassen und auch ein Treffen zwischen Sasportas und Bedford unterbinden, bei dem das weitere Vorgehen besprochen werden sollte. Sasportas jedoch verweigert Debuisson die Gefolgschaft. Wenig später erschlägt Bedford einen Aufseher und legt auf einer benachbarten Farm ein Feuer, das bald um sich greift und nur mit Mühe zu besiegen ist. Nach längerer Flucht, auf der er unter anderem von Galloudec und Cuffee unterstützt wird, wird Bedford gefangengenommen. Sasportas verschwindet. Als einige Tage später britische Ermittler bei Debuisson erscheinen, verrät der Sasportas an die Ermittler. Sasportas erscheint, weigert sich, die Namen seiner Mitwisser zu nennen und wird kurze Zeit später hingerichtet. Galloudec und Cuffee gelingt die Flucht nach Haiti, wo die Schwarzen bereits die Republik ausgerufen haben.

Produktion

Das Licht auf dem Galgen wurde 1975 auf Kuba gedreht. Der Film erlebte am 13. Mai 1976 im Berliner Kosmos seine Premiere. Obwohl Anna Seghers, die die dem Film zugrundeliegende Erzählung geschrieben hatte, mit der Verfilmung zufrieden war, wurde er ein Flop. Nach der Premiere nahm man am Film daher noch Veränderungen vor, doch wurde Das Licht auf dem Galgen bereits nach kurzer Zeit aus dem Spielplänen genommen. Am 27. November 1977 wurde der Film auf DFF 2 erstmals im Fernsehen gezeigt und kam im Oktober 2006 auf DVD heraus.

Synchronisation

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Debuisson Amza Pellea Helmut Schellhardt
Stefford Szymon Szurmiej Norbert Christian
Douglas Rafael Sosa Jochen Thomas
Ann Gloria Herrera Ute Boeden
Bedford Tito Junco Kurt Böwe
Cocroft Samuel Claxton Dieter Schaarschmidt
Cuffee Julio Hernandez Hasso Zorn
Bloomfield Milan Beli Hans Teuschner
Kate Beauty Milton Barbara Dubinsky
Aufseher Glavish Mario Turra Heinz Schröder
Köchin Lucy T. Mathebula Ilse Voigt
Sprecher Gerry Wolff

Kritik

Die zeitgenössische Kritik befand, dass im Film selten Spannung aufkomme und Szenen und Dialoge häufig wie zitiert wirken. „Vieles wird erzählt, aber weniges in einem sinnlichen Zusammenhang.“[1]

Für den film-dienst war Das Licht auf dem Galgen „weniger ein exotischer Abenteuerfilm als die Darstellung menschlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse und Entwicklungen; künstlerisch nicht ganz befriedigend.“[2]

Literatur

  • Das Licht auf dem Galgen. In: F.-B. Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-349-7, S. 358–359.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eckart Jahnke: Vom Sieg des toten Sasportas. In: Filmspiegel, Nr. 12, 1976, S. 10.
  2. Vgl. zweitausendeins.de

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