Captian Alatriste


Captian Alatriste
Filmdaten
Deutscher Titel: Alatriste
Originaltitel: Alatriste
Produktionsland: Spanien, Frankreich, USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge: 147 Minuten
Originalsprache: Spanisch, Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Agustín Díaz Yanes
Drehbuch: Agustín Díaz Yanes
Produktion: Belén Atienza,
Eneko Lizarraga
Musik: Roque Baños
Kamera: Paco Femenia
Schnitt: José Salcedo
Besetzung

Alatriste ist ein Historienfilm aus dem Jahre 2006. Der Film basiert grob auf der fünfbändigen Romanreihe Las aventuras del Capitán Alatriste von Arturo Pérez-Reverte. Mit 28 Millionen US-Dollar Produktionskosten ist Alatriste die bis dato teuerste spanische Filmproduktion[1].

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Handlung spielt im 17. Jahrhundert während der Zeit Philipps IV. von Spanien. Der spanische Soldat Diego Alatriste verspricht einem seiner sterbenden Kameraden auf dem Schlachtfeld in Flandern, sich um dessen Sohn Íñigo zu kümmern. Alatriste kehrt nach Madrid zurück, wo er zusammen mit Gualterio Malatesta vom Grafen Alquézar und der Inquisition den Auftrag erhält, zwei reisende Ketzer zu töten. Alatriste lässt die beiden jedoch am Leben, weil er bemerkt, dass es keine gewöhnlichen Reisenden sind. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Prinzen von Wales und dessen Günstling, den Marquis von Buckingham, handelte, die inkognito nach Madrid reisten, um eine eheliche Verbindung zwischen dem englischen und dem spanischen Königshaus herzustellen, die von der Inquisition hintertrieben wurde. Diego Alatriste gerät damit in eine Intrige am Königshof. Die Reise war vom Minister des Königs, dem Herzog von Olivares, eingefädelt worden und nur wenigen bekannt, darunten Alquézar als Sekretär des Königs. Olivares verbannt Alquézar nach Amerika und protegiert Alatriste. Auf den Rat von Emilio Bocanegra kehrt Alatriste - dessen Leben in Madrid nicht mehr sicher ist - mit Íñigo zurück nach Flandern, wo sie an der Belagerung von Breda teilnehmen.

Zehn Jahre später kehrt Diego Alatriste nach Madrid zurück, wo Íñigo Balboa inzwischen am königlichen Hof verkehrt. Alatriste will seine Geliebte, die Schauspielerin María de Castro, heiraten. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie eine Mätresse des Königs ist. Da Alatriste dies nicht akzeptieren will, wird er von Malatesta gestellt und schwer verwundet. Aus Rache dafür wird dieser von Íñigo Balboa im Duell getötet.

Íñigo Balboa unterhält derweil ein Liebesverhältnis mit Angélica de Alquézar, die ihn aber letztlich aus politischen Gründen zurückweist. Wenig später wird er wegen Hochverrats zur Galeere verurteilt. Alatriste macht jedoch von seinen Einfluss auf Emilio Bocanegra Gebrauch und erreicht eine Amnestie von Íñigo. Er sucht die inzwischen von ihrem königlichen Liebhaber mit Syphilis infizierte Maria de Castro auf und schmückt die Gedemütigte mit dem Collier, ds er ihr zur Verheiratung schenken wollte.

Der Film endet mit der Schlacht von Rocroi, wo Diego Alatriste tödlich von einer Kugel getroffen wird, nachdem er Íñigo zu dessen Schutz in die hinteren Reihen der Schlachtordnung schickte.

Qualitäten

Der Film entwickelt zwar ein fiktives Heldenpaar, lehnt sich ansonsten aber enger als in Historienfilmen sonst üblich an historische Tatsachen an, zeigt z.B. ein Spital für Syphiliskranke in Madrid von innen, zeigt die damalige Belagerungstechnik mit ihren Tunnelbauten, die Schwerfälligkeit der Hinterlader, und zeigt eindrucksvoll das Aufeinandertreffen zweier Spießigel und Galeerensträflinge bei der Arbeit. Er bezieht sich außerdem auf kulturgeschichtliche Fakten; das Bild des Velazquez von der Übergabe von Breda wird nachgestellt und später als fertiges Gemälde durch die Szene gerollt, der Held hält Kontakt zu dem bedeutenden Dichter Francisco de Quevedo, der selbst in die Hofintrigen verwickelt ist.

Auszeichnung

Alatriste gewann drei Goyas in den Kategorien „Beste Kostüme“, „Bestes Szenenbild“ und „Bester Produzent“.

Kritiken

„Historischer Abenteuerfilm nach den Romanen von Arturo Pérez-Reverte, der sich visuell eindrucksvoll an die Malerei der damaligen Zeit anlehnt. Darstellerisch überzeugend, weniger geglückt in der psychologischen Grundierung der Charaktere.“

Lexikon des Internationalen Films [2]

Einzelnachweise

  1. Variety
  2. vgl. http://www.filmevona-z.de/filmsuche.cfm?wert=529356&sucheNach=titel

Weblinks


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