Carcassonne (Spiel)


Carcassonne (Spiel)
Carcassonne
Daten zum Spiel
Autor Klaus-Jürgen Wrede
Grafik Doris Matthäus
Verlag Hans im Glück Verlag,
Rio Grande Games,
999 Games,
u.a.
Erscheinungsjahr 2000
Art Legespiel
Mitspieler 2 bis 5 (1. Erweiterung bis 6)
Dauer 30 – 45 Minuten
Alter ab 8 Jahren
Auszeichnungen

Spiel des Jahres 2001
Deutscher Spiele Preis 2001: Platz 1
Spiel der Spiele 2001: Spiele Hit (Spiel mit Freunden)
Gamers Choice Awards 2001: Multiplayer Nominees
Niederländischer Spielepreis 2001: nominiert

Carcassonne ist ein Legespiel von Klaus-Jürgen Wrede (Autor) und Doris Matthäus (Illustration). Erschienen ist es im Oktober 2000 im Münchner Verlag Hans im Glück. Benannt wurde das Spiel nach der Stadt Carcassonne in Frankreich, deren „Festungslandschaft“ zum Thema des Legespiels wurde.

2001 wurde Carcassonne mit dem Kritikerpreis Spiel des Jahres und dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet. Bisher hat es sich über drei Millionen Mal verkauft und gehört damit zu den erfolgreichsten Autorenspielen. Durch den großen Erfolg von Carcassonne gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche Erweiterungen und weitere eigenständige Brettspiele sowie PC- und Konsolenumsetzungen.

Inhaltsverzeichnis

Spielkonzept

In Carcassonne erstellen die Teilnehmer durch das Zusammenfügen von quadratischen Kärtchen gemeinsam eine Landkarte. Mit Gefolgsleuten können die Spieler Städte, Straßen, Klöster und Wiesen für sich beanspruchen und erhalten Punkte, wenn das jeweilige Gebiet abgeschlossen ist. Das Ende des Spiels ist erreicht, wenn keine unverbauten Spielkärtchen mehr verfügbar sind. Nach einer abschließenden Auswertung gewinnt derjenige, der die meisten Punkte für sich verbuchen konnte.

Zu Beginn des Spiels wird das Startkärtchen in die Mitte des Tischs gelegt. Alle anderen Kärtchen werden verdeckt auf einen oder mehrere Stapel verteilt. Ist ein Spieler an der Reihe, zieht er ein Kärtchen und legt es passend an die bestehende Landkarte an. Nun darf er eine Figur aus seinem Vorrat an Gefolgsleuten auf einen Bestandteil (Abschnitt einer Straße, Teil einer Stadt, Kloster oder Wiesenstück) des soeben gelegten Kärtchens setzen. Je nach Platzierung wird die Spielfigur unterschiedlich benannt:

Spielfiguren von Carcassonne
  • Ritter, wenn er sich in einer Stadt befindet
  • Wegelagerer, wenn er auf einer Straße steht
  • Mönch in einem Kloster
  • Bauer auf einer Wiese

Beim Setzen der Figur ist zu beachten, dass niemals zwei Figuren dieselbe Stadt, Straße oder dasselbe Gebiet für sich beanspruchen dürfen. Die Situation mehrerer konkurrierender Figuren kann nur dann entstehen, wenn ursprünglich unabhängige Stadtteile zu einer Stadt zusammenwachsen oder unabhängige Straßen- oder Wiesenabschnitte verbunden werden. Wurde mit dem Anlegen eine Stadt oder ein Weg fertiggestellt, erhält der Besitzer die darauf gesetzte(n) Spielfigur(en) zurück und erhält Punkte entsprechend der Kartenanzahl gutgeschrieben. Kommt es zur Situation mit mehreren Gefolgsleuten von unterschiedlichen Spielern, gewinnt derjenige mit der Überzahl. Bei Gleichstand erhalten alle beteiligten Spieler die volle Punktzahl.

Mönche (Spielfiguren auf Klöstern) werden dann ausgewertet, wenn das Kloster komplett von Spielkärtchen umgeben ist. Der Besitzer erhält neun Punkte.

Spielfiguren auf Wiesen (Bauern) bleiben bis zum Spielende liegen. Das Spiel schließt mit einer Schlusswertung ab, auf die auch die Bauern großen Einfluss nehmen können. Damit ist Carcassonne bis zum Schluss spannend, weil die Punkte der Schlusswertung das Blatt noch in sprichwörtlich letzter Sekunde wenden können.

Vor diesem Hintergrund entwickeln die Spieler ihre Strategien, um die meisten Punkte zu erreichen. So ist es recht beliebt, Gebiete mit Gefolgsleuten der Mitspieler in (Punkte-)Besitz zu nehmen, indem man eine Karte in der unmittelbaren Nähe zu einem besetzen Gebiet (zum Beispiel einer Stadt, in der ein Gefolgsmann eines Gegenspielers steht) ablegt, einen Gefolgsmann aufstellt und in den nächsten Runden versucht, diese Gebiete zu einem einzigen zu verbinden. Dies funktioniert sowohl mit Städten und Wegen als auch mit Wiesen.

Reiz des Spiels

Carcassonne ist sehr einfach zu erlernen. Durch die vielen Möglichkeiten zum Anlegen der Spielkärtchen ergeben sich laufend neue Situationen. Alle Spieler bauen gemeinsam an der Landkarte, und so wird sie zu einem Gemeinschaftswerk, bei dem es während des Spiels zu vielen Konfrontationen kommen kann.

Dazu gibt es sehr reizvolle taktische Möglichkeiten. Insbesondere die Bauern und die Wiesen erfordern einigen Weitblick, damit sie spielentscheidend eingesetzt werden können. Auch muss man stets die Größe der Städte im Auge behalten, da nur eine vollendete Stadt die volle Punktzahl bringt. So steht man oft vor der Entscheidung einer Erweiterung und der damit verbundenen Gefahr, dass sie unvollendet bleibt, oder dem Bauabschluss und der entsprechend bescheideneren Punkteausbeute. Dies kann man wiederum als taktisches Mittel einsetzen, indem man die Stadt eines Gegners gegen Ende des Spiels so erweitert, dass ihm deren Abschluss nicht mehr gelingt oder ihn in eine Situation bringt, in der er ein ganz bestimmtes Kärtchen aufnehmen muss, um noch passend anlegen zu können.

Auflagen des Brettspiels

Mittlerweile sind vier unterschiedliche deutsche Auflagen des Spiels erschienen. Die zweite Auflage korrigierte die mit 70 Feldern zu kurz geratene Zählleiste zu einem Rundkurs und formulierte die Spielanleitung verständlicher. In der dritten Auflage (jetzt mit dem Aufdruck Spiel des Jahres auf dem grafisch veränderten Deckel) wurde eine Spielregel – die sogenannte „Bauernregel“ – vereinfacht. In der vierten Auflage wurde die Bauernregel dann nochmals modifiziert. Die ersten Auflagen wurden mit der Altersangabe „ab 10“ verkauft; nun hat man das Spiel auf „ab 8“ heruntergezeichnet. Insgesamt existieren also drei verschiedene Regeln für Carcassonne. Es kann mit zwei bis fünf Spielern gespielt werden; die erste Erweiterung Wirtshäuser und Kathedralen erlaubt es, zu sechst zu spielen.

Carcassonne-Erweiterungen

Carcassonne erfreute sich innerhalb kürzester Zeit einer großen und dauerhaften Nachfrage. Der Verlag berichtet, dass viele Rückmeldungen von Spielern eingegangen sind, die nach weiteren Landschaftskarten verlangen.

Das Spielprinzip bleibt im Wesentlichen gleich (was manche Kritiker stört). Erweiterungen verlängern in erster Linie die Spielzeit und führen kleinere Ergänzungen ein (z.B. Wirtshaus am See, Kathedrale in Städten). Ein Carcassonne-Spiel kann aus bis zu 294 Landschaftskärtchen bestehen.[1] Je nachdem, welche Erweiterungen mitbenutzt werden, verlängert sich die Spielzeit gegenüber dem aus 72 Landschaftskärtchen bestehenden Basisspiel. Generell sind die Erweiterungen beliebig kombinierbar.

Die Erweiterungen unterliegen aus technischen Gründen stets Abweichungen in den Druckfarben; das Grün der Wiesen ist unterschiedlich, aber auch die Rückseiten der Plättchen zeigen zuweilen deutliche Unterschiede. Etliche Spieler sehen darin einen Nachteil, da man beim Zug eines Plättchens sehen kann, aus welcher Erweiterung es stammt. Inwieweit tatsächlich ein strategischer Vorteil aus dieser Erkennbarkeit entsteht, wird kontrovers diskutiert. Neben der Möglichkeit, die Kärtchen „blind“ zu ziehen, hat der Verlag seiner zweiten Erweiterung einen Stoffbeutel beigelegt, aus dem die Plättchen gezogen werden können. Da sich hierdurch die Kanten der Plättchen schnell abstoßen, gibt es als edle Alternative zum Beutel mehrere Anbieter von Kartenspender-Türmen bzw. den „offiziellen“ Kartenturm der 4. Erweiterung.

Nachfolgend werden die bislang verfügbaren Erweiterungen besprochen. Derzeit sind acht offizielle Erweiterungen mit größerem Umfang sowie acht Mini-Erweiterungen, die das Spiel um Kleinigkeiten ergänzen, erschienen:

Der Fluss (Mini-Erweiterung)

Aus den zwölf Kärtchen, mit denen das Spiel an Stelle der Startkarte begonnen wird, bilden die Spieler der Reihe nach den Verlauf eines Flusses. Der abgebildete Fluss selbst hat lediglich eine dekorative Funktion.

Die Fluss-Erweiterung wurde ursprünglich kostenlos vom Verlag herausgegeben. Sie ist nicht mehr erhältlich.[2] Auf der Internetpräsenz des Verlages wird eine PDF-Datei zum Herunterladen angeboten. Wer die Bastelarbeit nicht scheut, kann das Dokument ausdrucken und auf Pappkärtchen kleben, um eigene Flusskarten herzustellen.

Die Originale des Verlages haben einen sehr hohen Sammlerwert. Die hohe Nachfrage nach der Mini-Erweiterung führt zu Angeboten in Internet-Auktionen mit teils horrenden Preisgeboten. Trotz dieser Entwicklung, von der sich der Verlag distanziert, wird keine Neuauflage angeboten.

Der Hersteller des Computerspiels Carcassonne hat einen Nachdruck der Fluss-Karten (mit veränderter Rückseite) seiner Basisausgabe/Collector’s Box beigelegt, die gleichzeitig die Funktion eines Kopierschutzes erfüllen.

Der unerwartete Erfolg der Erweiterung Der Fluss hat den Spieleverlag dazu bewogen, im Juni 2005 eine überarbeitete Version mit dem Titel Der Fluss II herauszugeben.

Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung)

Der ersten Erweiterung liegen Spielfiguren für einen sechsten Mitspieler bei

Der Erweiterung liegen 18 neue Landschaftskarten bei, um die das Spielfeld vergrößert werden kann. Eine besondere Bedeutung haben dabei die Wirtshaus- und Kathedralen-Karten. Bei Wertung einer Straße, an der ein Wirtshaus liegt, verdoppelt sich die Punktzahl für den Mitspieler. Wird die Straße bis zum Spielende allerdings nicht fertiggestellt, geht der Spieler leer aus. Ähnlich verhält es sich bei Städten, die eine Kathedrale beinhalten. Bei Abschluss der Stadt erhält ihr Besitzer drei Punkte pro Stadtteil und Wappen. Wird sie nicht fertig gestellt, geht er leer aus.

Weiterhin liegen der Erweiterung graue Spielfiguren für einen sechsten Mitspieler sowie je ein „großer Gefolgsmann“ bei, welcher bei der Berechnung von Mehrheitsverhältnissen wie zwei „kleine“ zählt.

Der Titel Wirtshäuser und Kathedralen für diese Erweiterung hat sich erst im Laufe der Zeit gefunden. Ursprünglich hieß sie nur Die Erweiterung.

le sac (Zubehörartikel)

Es handelt sich dabei um einen mit dem farbigen Carcassonne-Logo bedruckten Stoffbeutel. Er dient in erster Linie dem verdeckten Ziehen von Landschaftskärtchen. Erschienen ist er im Jahr 2002, ist aber mittlerweile vergriffen. Der Erweiterung Händler und Baumeister liegt ein ähnlicher Beutel bei, der den gleichen Zweck erfüllt. Dessen Aufdruck ist lediglich schwarz.

Händler und Baumeister (2. Erweiterung)

Mit der zweiten Erweiterung kommen 24 neue Landschaftskarten, Figuren und Waren ins Spiel. Die Stadtteile der neuen Karten sind mit einem der drei Warensymbole „Wein“, „Korn“ und „Tuch“ versehen. Derjenige Spieler, der eine Stadt mit Waren fertigstellt, bekommt die vorhandenen Warensymbole in Form von Warenplättchen ausgehändigt. Bei der Schlusswertung werden pro Warenkategorie zehn Punkte an denjenigen Spieler vergeben, der die meisten Warenplättchen dieser Kategorie besitzt. Haben mehrere Spieler gleich viele Warenplättchen einer Kategorie, bekommt jeder zehn Punkte.

Jeder Mitspieler erhält eine der neuen Figuren „Baumeister“ und „Schwein“. Den Baumeister kann man in eine Stadt oder auf eine Straße setzen, wo sich bereits mindestens ein eigener Gefolgsmann befindet. Wird am Gebiet, auf dem der Baumeister steht, im nächsten Zug weitergebaut, so darf eine weitere Karte gezogen und an eine beliebige passende Stelle angelegt werden.

Das Schwein kann auf eine Wiese gesetzt werden, auf der der Spieler mindestens einen Bauern liegen hat. Hat man bei der Schlusswertung die Mehrheit für diese Wiese, erhält man einen zusätzlichen Punkt pro Stadt.

Charakteristisch für diese Erweiterung ist die Möglichkeit, eine Stadt oder eine Straße des Gegners zu schließen, um die Waren der Stadt zu ergattern oder um den gegnerischen Baumeister aus dem Spiel zu bringen.

Weiterhin enthält die Erweiterung einen Stoffbeutel, welcher dem Zubehörartikel le sac entspricht.

König und Späher (Mini-Erweiterung)

Die Erweiterung König und Späher besteht aus zwölf neuen Kärtchen. Fünf Landschaftskärtchen lassen sich in das Grundspiel integrieren. Des Weiteren können mit Hilfe der beiden Karten „König“ und „Raubritter“ am Ende des Spiels Zusatzpunkte gemacht werden. Für die eigenständige Carcassonne-Variante Die Jäger und Sammler enthält die Mini-Erweiterung fünf Karten, die vor dem Spielbeginn von den Mitspielern gezogen werden. Sie können während des Spiels eingesetzt werden und ermöglichen ebenfalls Zusatzpunkte bzw. Boni.

Die sieben Karten für das Grundspiel liegen auch der 6. Erweiterung Graf, König und Konsorten bei.

Die Katharer (Mini-Erweiterung)

Die Mini-Erweiterung von Christwart Conrad besteht aus vier Landschaftskärtchen, auf welchen sich jeweils ein „belagerter“ Stadtteil befindet. Thematisch spielt die Erweiterung im 13. Jahrhundert, als Papst Innozenz III. zum Kreuzzug gegen die Katharer aufrief. Carcassonne galt als Katharerhochburg.

Die neuen Landschaftskärtchen haben Auswirkung auf die Wertung von Städten und Wiesen. So verliert eine belagerte Stadt an Wert. Bei Abschluss zählt sie einen Punkt weniger pro Karte. Wird sie bis Spielende nicht abgeschlossen, wird sie gar nicht gewertet. Im Gegensatz dazu verdoppelt sich der Wert einer belagerten Stadt am Ende des Spiels für die auf der Wiese befindlichen Bauern.

Die Karten lagen sowohl dem Carcassonne-Almanach als auch Heft 5/2004 der Spielbox, einem Spiele-Magazin bei, welche vom Verlag Nostheide herausgegeben wurden. Beide Zeitschriften sind seitens des Verlages nicht mehr erhältlich.[3] Eine neu gestaltete Version der Katharer ist Teil der englischen Mini-Erweiterung Cult, Siege and Creativity.

Der Graf von Carcassonne (Mini-Erweiterung)

Die zwölf Kärtchen werden vor dem Spiel ausgelegt und bilden zusammengesetzt die Stadt Carcassonne. Die ausgelegte Stadt ersetzt damit die eigentliche Startkarte aus dem Basisspiel. Im Spielverlauf dient die Stadt als eine Art Zwischenspeicher für Gefolgsleute. Schließt ein Spieler durch Anlegen seiner Karte ein Gebiet, so dass ein Gegenspieler Punkte erhält, der am Zug befindliche Spieler jedoch keine, so darf dieser einen seiner Gefolgsleute in einen Stadtteil Carcassonnes stellen sowie die Holzfigur „Graf“ versetzen.

Carcassonne selbst besteht aus den vier Stadtteilen Schloss, Schmiede, Kathedrale und Markt, welche zu den bekannten Gebieten Stadt, Straße, Kloster und Wiese korrespondieren. Wenn es im weiteren Spielverlauf zu einer Wertung kommt, dürfen die Spieler der Reihe nach Gefolgsleute aus dem entsprechenden Stadtteil Carcassonnes in das zu wertende Gebiet versetzen, um so die Mehrheitsverhältnisse zu verändern. Der Graf blockiert allerdings Gefolgsleute, die mit ihm im selben Stadtteil stehen.

Der Graf von Carcassonne ist auch Teil der Erweiterung Graf, König und Konsorten.

Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung)

Diese Erweiterung ist im Februar 2005 zur Nürnberger Spielwarenmesse erschienen.

Die Erweiterung enthält 30 neue Landschaftskärtchen sowie die beiden Holzfiguren „Drache“ und „Fee“. Weiterhin zieren neue Symbole die Kärtchen. Sowohl der Drachen als auch die Kärtchen mit dem Burgfräulein haben die Funktion, bereits eingesetzte Gefolgsleute vom Spielfeld zu entfernen. Wird eine „Drachenkarte“ angelegt, so wird anschließend von den Mitspielern reihum der Drachen sechs Felder über das Spielfeld bewegt. Dort, wo er auf einen Gefolgsmann trifft, wird dieser entfernt und geht in den Vorrat des entsprechenden Spielers zurück. Nur wenn die Fee bei einem Gefolgsmann steht, darf der Drache das Feld nicht betreten. Zudem beschert die Fee zusätzliche Spielpunkte.

Auch das Burgfräulein lässt Gefolgsleute vom Spielfeld verschwinden. Legt ein Spieler eine solche Karte an eine Stadt, umschmeichelt es einen der darin befindlichen Ritter. Dieser kommt in den Vorrat des entsprechenden Spielers zurück.

Wird ein Landschaftskärtchen mit einem „Zaubergang“ gelegt, hat der Spieler die Möglichkeit, einen Gefolgsmann auf ein beliebiges gelegtes Feld zu setzen, sofern dort kein anderer Gefolgsmann steht und das Gebiet noch nicht gewertet wurde.

Der Fluss II (Mini-Erweiterung)

Da die limitierte Auflage der Mini-Erweiterung Der Fluss schnell vergriffen war, entschloss sich der Verlag zur Herausgabe einer Fortsetzung. Unter dem Namen Der Fluss II wurde im Juni 2005 erneut eine limitierte Auflage an Fachhändler ausgeliefert.

Wie schon Der Fluss besteht auch diese Erweiterung aus zwölf Landschaftskärtchen, die mit dem Basisspiel zusammen verwendet werden können. Die Unterschiede zu den ersten Flusskarten sind eine „Flussgabelung“ sowie Kennzeichnungen auf den Karten, mit denen sich Der Fluss II in die ersten drei großen Erweiterungen integriert.

Wegen der großen Nachfrage wurde Der Fluss II schließlich der Erweiterung Graf, König und Konsorten beigelegt.

Der Turm (4. Erweiterung)

Im Februar 2006 erschien die Erweiterung Der Turm mit 18 neuen Landschaftskärtchen sowie 30 Turmteilen aus Holz und einem Turm, welcher als Kartenspender fungiert. Auf den Landschaftskärtchen ist jeweils ein Turmfundament abgebildet. Anstelle des üblichen Setzens eines Gefolgsmanns dürfen die Mitspieler nun ein Turmteil auf das Fundament bzw. einen bereits begonnenen Turm setzen. Mit dem Wachsen des Turms erhöht sich sein Einfluss auf horizontal und vertikal benachbarte Felder. Befindet sich in seiner Reichweite ein gegnerischer Gefolgsmann, so wird dieser gefangen genommen. Gefangene Gefolgsmänner können entweder zurückgetauscht oder mit Punkten zurückgekauft werden.

Mini-Erweiterung

Der Winter-Ausgabe 2006 des US-Magazins Games Quarterly lag eine Mini-Erweiterung bei. Sie besteht aus zwölf neuen Landschaftskärtchen, darunter zwei Flusskärtchen. Es finden sich Kennzeichnungen aus den ersten beiden Erweiterungen bzw. Fluss II wieder („Wirtshaus am See“, „Schweinewiese“).

Abtei und Bürgermeister (5. Erweiterung)

Die Erweiterung hält zwölf neue Landschaftskärtchen sowie für jeden Spieler drei neue Figuren (Gutshof, Wagen und Bürgermeister) und eine „Abtei-Karte“ bereit. Die Abtei-Karte darf in eine „Lücke“ im Spielfeld gelegt werden, ohne die Weiterführung von Straßenabschnitten, Stadtteilen oder Wiesen berücksichtigen zu müssen. Gewertet wird sie wie ein Kloster. Der Gutshof kann anstelle eines Gefolgsmanns auf den Schnittpunkt von vier „Wiesen-Kärtchen“ gesetzt werden und bringt am Ende des Spiels Punkte. Der Wagen darf statt eines Gefolgsmanns eingesetzt werden. Wird ein Gebiet, auf dem der Wagen steht, gewertet, so darf dieser direkt in ein angrenzendes Gebiet versetzt werden. Ebenfalls anstelle eines Gefolgsmanns kann der Bürgermeister in eine Stadt eingesetzt werden. Bei der Berechnung der Mehrheitsverhältnisse zählt der Bürgermeister so viel, wie Wappen in der Stadt sind.

Graf, König und Konsorten (6. Erweiterung)

Die sechste Erweiterung enthält die bereits einzeln erhältlichen Mini-Erweiterungen Der Graf von Carcassonne, König und Raubritter (entspricht König und Späher ohne die fünf Karten für Die Jäger und Sammler), Der Fluss II sowie die neue Mini-Erweiterung Die Kultstätte und der Ketzer. Diese besteht aus fünf neuen Landschaftskärtchen, auf denen jeweils eine Kultstätte abgebildet ist. Die Karten werden unter das Spiel gemischt und nach den üblichen Regeln angelegt. Die Kultstätte wird wie ein Kloster eingesetzt. Der darauf stehende Gefolgsmann wird Ketzer genannt. Legt ein Spieler eine Kultstättenkarte neben eine Klosterkarte, so fordert der Ketzer den Mönch heraus. Bei der Herausforderung geht es darum, wer sein Gebäude zuerst fertiggestellt hat. Bei Fertigstellung bekommt der Gewinner neun Punkte, der Verlierer geht leer aus.

Die Kultstätte (Mini-Erweiterung)

Die bereits aus Graf, König und Konsorten bekannte Mini-Erweiterung lag unter dem Namen Die Kultstätte dem Hans-im-Glück-Almanach bei, welcher Ende August 2008 erschienen ist.[3]

Cult, Siege and Creativity (Mini-Erweiterung)

Die englische Mini-Erweiterung bestehend aus zwölf Kärtchen wurde Anfang Oktober 2008 von Rio Grande Games herausgegeben. Fünf der sechs Cult-Landschaftskärtchen entsprechen den Kultstätten aus Graf, König und Konsorten. Das sechste Kärtchen wurde neu entworfen. Die vier Siege-Kärtchen gleichen vom Spielprinzip her denen aus Die Katharer. Sie sind jedoch anders gestaltet.[4] Zwei weitere Kärtchen sind komplett weiß, um Landschaften selbst zu entwerfen (Creativity).

Die Erweiterung ist auch unter der Bezeichnung Cult, War and Creativity bekannt.

Das Katapult (7. Erweiterung)

Die Erweiterung enthält neben einem Holzkatapult und einer Messlatte zwölf neue Landschaftskärtchen, auf denen ein Jahrmarkt abgebildet ist, sowie für jeden Mitspieler vier unterschiedliche Katapult-Plättchen, welche zu Spielbeginn ausgeteilt werden. Wird eine Landschaftskarte mit dem Jahrmarkt gezogen und angelegt, folgt eine Katapult-Runde. Der Spieler, der die Jahrmarktkarte angelegt hat, wählt von seinen Katapult-Plättchen eines aus, das dann mithilfe des Katapults geschleudert wird. Seine Mitspieler folgen reihum und schleudern das gleiche Plättchen. Je nach Wahl des Plättchens müssen unterschiedliche Ziele getroffen werden. Dies kann zur Folge haben, dass Gefolgsleute in den Vorrat zurückkehren müssen bzw. ausgetauscht werden oder dass der Spieler Zusatzpunkte ergattert.

In Internetforen und Kaufrezensionen wird Kritik am Spielprinzip der 7. Erweiterung geübt. Durch die Verwendung des Katapults und dem damit verbundenen „Glücksfaktor“ blieben die für Carcassonne typischen Taktik- und Strategieelemente auf der Strecke.

Tunnel (Mini-Erweiterung)

Die Mini-Erweiterung bestehend aus vier Landschaftskarten und 12 Markierungschips lag dem Magazin Spielbox in seiner Ausgabe 6/2009 bei. In dieser Erweiterung ermöglichen es Tunnel einem Spieler, zwei unabhängige Straßensysteme miteinander zu verknüpfen. Das Magazin ist im Oktober 2009 erschienen.

Brücken, Burgen und Basare (8. Erweiterung)

Die achte Erweiterung wurde im Februar 2010 auf der Nürnberger Spielemesse vorgestellt.[5]

Die Erweiterung besteht neben zwölf neuen Landschaftskärtchen aus zwölf hölzernen Brückenelementen und zwölf Burg-Plättchen. Brücken und Burgen werden zu Beginn an die Mitspieler verteilt. Die Landschaftskärtchen werden unter das Grundspiel gemischt. Wird eine Karte mit dem neuen Element „Basar“ gezogen und angelegt, folgt eine „Versteigerungsrunde“, bei der die Mitspieler reihum Gebote für zusätzliche Landschaftskärtchen abgeben und diese erwerben können.

Die Brückenelemente können zusätzlich in einem Spielzug gesetzt werden. Sie überbrücken die beiden Wiesenränder einer passenden Karte und werden wie gewöhnliche Straßenelemente gewertet.

Bei Bildung einer Stadt aus zwei halbrunden Stadtteilen kann ein Spieler entscheiden, ob er die Stadt normal wertet oder sie stattdessen zu einer Burg ausbaut. Dazu legt er das Plättchen auf die Stadt und einen Gefolgsmann auf das Plättchen. Wird in den nächsten Runden ein Bauwerk in der Umgebung der Burg fertiggestellt, bekommt der Spieler die Punkte des Bauwerks gutgeschrieben.

Die Kornkreise (Mini-Erweiterung)

Die Erweiterung besteht aus sechs Kärtchen, auf denen neben den üblichen Landschaftselementen jeweils ein Kornkreis abgebildet ist. Es gibt drei unterschiedliche Kornkreissymbole, durch die Gefolgsleute auf einer Wiese, einer Straße oder einer Stadt betroffen sind. Der aktive Spieler bestimmt beim Anlegen einer Kornkreiskarte, ob seine Mitspieler einen ihrer Gefolgsleute auf das entsprechende Gebiet setzen oder vom Gebiet entfernen müssen.

Die Mini-Erweiterung war zunächst nur über eine Sonderausgabe des Grundspiels für den Fachhandel erhältlich. Nach Abverkauf der Sonderausgabe ist die Erweiterung über den Verlag zu beziehen.[6]

Die Pest (Mini-Erweiterung)

Es handelt sich hierbei um eine Mini-Erweiterung, welche dem Magazin Spielbox in seiner Ausgabe 6/2010 beiliegt. Das Heft ist am 19. Oktober 2010 erschienen.

Das Fest (Mini-Erweiterung)

Die Mini-Erweiterung besteht aus zehn neuen Landschaftskärtchen. Wenn ein Spieler eine Fest-Karte ausgelegt hat, darf er entweder eine eigene Figur nach den üblichen Regeln auf diese Landschaftskarte stellen oder eine Figur von der gesamten Auslage zurück in seinen Vorrat nehmen.

Die Erweiterung ist Teil der Carcassonne-Jubiläumsedition, welche zum zehnjährigen Jubiläum von Carcassonne am 15. März 2011 erschienen ist. Neben den bekannten Karten aus dem Grundspiel und den zehn neuen Landschaftskarten sind Spielfiguren aus transparentem Kunststoff enthalten. Die Verpackung hat die Form eines Gefolgsmanns.

Das Gefolge (Zubehör)

Das Gefolge besteht aus einer kleinen transparenten Kunststoffbox in Form eines Gefolgsmanns, welche sechs farbig-transparente Spielfiguren beinhaltet, je eine für jeden Spieler. Die Kunststoffbox ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Der Erscheinungstermin war der 15. März 2011.[7]

Die Big-Box (Sammlungen Grundspiel + Erweiterungen)

Die Big-Boxen sind eine Zusammenstellung des Grundspiels mit Erweiterungen. Die Schachteln sind so gestaltet, dass alle Karten einer Erweiterung einen entsprechenden Platz in der Box besitzen, so dass insgesamt mehr Ordnung in der Verpackung möglich ist. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Big-Box-Editionen:

Edition 2006

  • Carcassonne (Grundspiel)
  • Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung)
  • Händler und Baumeister (2. Erweiterung)
  • Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung)
  • Der Turm (4. Erweiterung)

Edition 2008

In dieser Neuauflage wurde die Erweiterung Der Turm durch Abtei und Bürgermeister ersetzt und die Mini-Erweiterungssammlung Graf, König und Konsorten hinzugefügt:

  • Carcassonne (Grundspiel)
  • Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung)
  • Händler und Baumeister (2. Erweiterung)
  • Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung)
  • Abtei und Bürgermeister (5. Erweiterung)
  • Graf, König und Konsorten (6. Erweiterung)

Edition 2010

In dieser Neuauflage wurde die Erweiterung Graf, König und Konsorten durch Brücken, Burgen und Basare ersetzt:

  • Carcassonne (Grundspiel)
  • Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung)
  • Händler und Baumeister (2. Erweiterung)
  • Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung)
  • Abtei und Bürgermeister (5. Erweiterung)
  • Brücken, Burgen und Basare (8. Erweiterung)

Eigenständige Spiele basierend auf Carcassonne

Durch den großen Erfolg der Carcassonne Ur-Variante gibt es neben den vielen Erweiterungen auch eigenständige Spiele, die denselben Mechanismus mit abgewandelten und anderen Regeln verwenden.

Die Jäger und Sammler

Die Jäger und Sammler ist eine eigenständige Variante, welche thematisch in einer prähistorischen Zeit angesiedelt ist. Auch hier ist das Ziel des Spiels, durch geschicktes Anlegen von Landschaftskärtchen und dem Platzieren von Gefolgsleuten Punkte zu ergattern. Bei den neuen Spielelementen und -gebieten handelt es sich um Wälder, Flüsse und Seen, Mammuts und Säbelzahntiger sowie Hütten.

Das Spiel kann durch die fünf Kärtchen der Mini-Erweiterung König und Späher ergänzt werden.

Die Burg

Die Burg ist ein eigenständiges Spiel für zwei Personen von Reiner Knizia. Innerhalb einer vorgegebenen Burgmauer, welche zugleich als Zählleiste dient, werden abwechselnd die Burgkarten ausgelegt. Die Spieler können dabei ihre Gefolgsleute auf Straßen, Türme, Häuser oder Höfe stellen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Gebiete bringt dem Spieler wie gewohnt Punkte. Eine Besonderheit des Spiels ist die Spielfigur „Palas“, welche am Ende des Spiels das größte Haus markiert, sowie die Mauerplättchen auf der Zählleiste, welche zahlreiche Boni beinhalten.

Die Baumeister des Königs

Die eigenständige Carcassonne-Variante Die Baumeister des Königs spielt thematisch zur Zeit König Salomos. Ziel der Spieler ist es, Salomos Reich auszubauen, d.h. Städte zu errichten, Straßen zu bauen, die Schafzucht voranzutreiben sowie den Transport der Bundeslade in die Tempelanlagen zu übernehmen. Das Spielprinzip ähnelt den gewohnten Regeln, jedoch sind einige Elemente geändert bzw. neu hinzugefügt worden. Dies betrifft beispielsweise die Tempel als neue Landschaftsgebiete sowie den Einsatz von Propheten und der Bundeslade, um zusätzliche Punkte hinzuzugewinnen.

Die englischsprachige Variante des Spiels trägt den Namen The Ark of the Covenant und basiert auf der Eroberung Kanaans durch das Volk Israel. Bis auf geringfügige Abweichungen gleichen die Regeln denen der deutschen Version. Das Spiel wird vom US-amerikanischen Hersteller Inspiration Games angeboten.

Die Stadt

In dieser Variante werden Wohngebiete, Straßen und Märkte errichtet, welche nach und nach zu einer Stadt zusammenwachsen. Auch hier ermöglicht die geschickte Platzierung von Gefolgsleuten auf den jeweiligen Gebieten den Zugewinn von Punkten. Eine Besonderheit bieten die Mauer- und Turmelemente, welche im Laufe des Spiels die Stadt umranden. Auf diese Weise verringern sich die Expansionsmöglichkeiten der Stadt und Gebiete können abgeschlossen werden. Zudem dürfen die Mitspieler ihre Gefolgsleute als Wächter auf die Mauerelemente setzen. Jeder Wächter „bewacht“ eine Reihe von Stadtkarten und erhält am Ende des Spiels für jedes abgebildete Gebäude in dieser Reihe Zusatzpunkte.

Das Spiel selbst wird in einer Holzkiste ausgeliefert.

Neues Land

Neues Land ist ein eigenständiges Spiel aus dem Jahr 2006, das von Leo Colovini entwickelt wurde und auf dem Grundprinzip des Ur-Carcassonne basiert. Die Bewohner von Carcassonne werden zu Räubern, Seefahrern oder Forschern. Ihre Aufgabe besteht darin, Grasland, Berge und Meere zu erforschen. Den Zeitpunkt einer Wertung kann der Spieler nun selbst bestimmen, was eine direkte Punktevergabe zur Folge haben kann.

Reise-Carcassonne

Die im Jahr 2007 erschienene Reise-Version des Basisspiels zeichnet sich lediglich durch kleinere Landschaftskärtchen und Spielfiguren aus. Ein bedruckter Stoffbeutel dient zudem als Zählleiste.

Mayflower

Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Spiel, bei dem es thematisch um die Besiedelung Amerikas geht. Der Spielablauf folgt dem bekannten Prinzip. Fertigzustellende Gebiete und Bauwerke sind Wege, Städte, Farmen und Ebenen, welche den aus dem Basisspiel bekannten Straßen, Städten, Klöstern und Wiesen entsprechen. Mit dem Aufbau der Landschaft wird an der Ostküste Amerikas begonnen, welche als Spielbrett mit zehn Startfeldern vorliegt. Als neues Element kommen die Landvermesser ins Spiel, die den Treck nach Westen verfolgen. Östlich der Landvermesser stehende Siedler werden im Laufe des Spiels entfernt.

In Mayflower sind Analogien zu bestehenden Carcassonne-Varianten erkennbar. Die Schlusswertung von Siedlern auf den Ebenen ähnelt der Schlusswertung von Die Jäger und Sammler, bei der der Besitzer einer Ebene für jedes dort befindliche Tier einen Punkt erhält. An den Wegen anliegende Handelsposten geben Zusatzpunkte wie die Oasen aus Die Baumeister des Königs. In Städten befindliche Flaggen entsprechen den Wappen aus dem Basisspiel. Ähnlich wie die Wächter aus Die Stadt haben die Landvermesser Einfluss auf eine „Reihe“ des Landschaftsbildes und bringen Zusatzpunkte.

Die englischsprachige Version trägt den Titel New World.[8]

Die Kinder von Carcassonne

Die eigenständige Version von Carcassonne richtet sich insbesondere an junge Spieler ab vier Jahren. Die 36 Kärtchen werden reihum an das Landschaftsbild gelegt. Auf jeder Karte sind Wege abgebildet, wodurch sich die Karten ohne Einschränkungen miteinander kombinieren lassen. Weiterhin sind auf den Karten die Kinder von Carcassonne in den vier Farben der Spielfiguren abgebildet. Wird ein Weg nach den bekannten Regeln geschlossen, setzen die Mitspieler ihre Spielfiguren auf die abgebildeten Kinder. Sobald ein Spieler alle seine Figuren platziert hat, hat er gewonnen.

Das Schicksalsrad

Bei Das Schicksalsrad handelt es sich um eine eigenständige Version von Carcassonne. Das Spiel beinhaltet Landschaftskarten und Gefolgsleute ähnlich wie das Basisspiel, wurde aber um die „Schicksalsradtafel“ und zugehörige Regeln erweitert. Die Schicksalsradtafel dient als Startplan, an den im Laufe des Spiels die Landschaftskarten angelegt werden und der neue Aktionen mit sich bringt. Auf einigen Landschaftskarten befinden sich Schicksalsradsymbole mit einer Wertigkeit von 1 bis 3. Wird eine solche Karte gezogen, wandert das „Glücksschwein“ auf dem Schicksalsrad um die angegebene Zahl weiter auf ein neues Aktionsfeld. Aktionen wie „Steuern“, „Hungersnot“ oder „Unwetter“ sowie die auf dem Schicksalsrad befindlichen „Kronenfelder“ bescheren den Mitspielern Zusatzpunkte.

Die Version kann mit den bereits erschienenen Carcassonne-Erweiterungen kombiniert werden.

Das Spiel wird in einer Sonderedition zusammen mit dem Roman Carcassonne – Das Schicksalsrad von Helene Luise Köppel ausgeliefert und von der Autorin sowie dem Spieleautor Klaus-Jürgen Wrede signiert.

Cardcassonne

Bei dieser Variante handelt es sich um ein 2009 erschienenes Kartenspiel von Klaus-Jürgen Wrede und Karl-Heinz Schmiel für zwei bis fünf Spieler. Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Aneinanderreihen der Karten Punkte zu ergattern. Mit seinem Gefolgsmann sichert sich ein Mitspieler eine Kartenreihe. Punkte können sowohl während einer Runde als auch am Ende des Spiels erzielt werden. Die Motive der Spielkarten nehmen Bezug zum klassischen Carcassonne.[9]

Das Würfelspiel

Zum zehnjährigen Jubiläum von Carcassonne erschien im März 2011 Das Würfelspiel. Es besteht aus neun speziellen Würfeln, einem Stift und einem Notizblock. Die Metallverpackung hat die Form eines Gefolgsmanns.

Computerspiele

Carcassonne und Die Jäger und Sammler wurden im Auftrag des Herausgebers Koch Media von der ukrainischen Softwarefirma Meridian ’93 für den Windows-PC umgesetzt. Mittlerweile existieren auch die erste und zweite Erweiterung des Brettspiels in einem gemeinsamen Add-on für die PC-Umsetzung von Carcassonne.

Es gibt auch eine Umsetzung als Browserspiel, unter anderem in der Brettspielwelt.

Der Hans im Glück Verlag hat die Namensrechte für eine Computer-Umsetzung weltweit an Microsoft verkauft. Eine Umsetzung von Carcassonne für XBox Live Arcade kann kostenpflichtig heruntergeladen werden. Das Spiel ist online gegen Spieler aus aller Welt spielbar. Der Verkauf des Computerspiels von Carcassonne und des dazugehörigen Add-On musste daher von Koch Media Anfang 2006 eingestellt werden. Basisspiel, Add-On und die Collector's Box (Kombination von Carcassonne-Add-On und der Umsetzung von Die Jäger und Sammler) sind aber auf Online-Marktplätzen erhältlich.

Koch Media konnte sich nur noch eine Umsetzungslizenz für Handheld-Konsolen sichern und bietet seit dem 23. Oktober 2009 eine Version des Spiels für den Nintendo DS an.[10]

Anfang Juni 2010 ist eine Variante für das iPhone, im Dezember des selben Jahres auch für das iPad erschienen. Für die Entwicklung zeichnen sich The Coding Monkeys aus München verantwortlich.[11]

Carcassonne ist seit Juli 2011 auch im Android Market erhältlich und erscheint ab August 2011 auf den Portalen der Mobilfunkanbieter sowie weiteren App Stores für Android-Geräte, BlackBerry Smartphones und Java-Handys. Entwickelt werden diese Versionen von exozet games, die sich u.a. für die iPhone, iPad, Android, J2ME (inkl. BlackBerry) und Nintendo DS Versionen des Brettspiels "Die Siedler von Catan" verantwortlich zeichnen. [12]

Quellenangaben

  1. Basisspiel: 72; Fluss I: 12; 1. Erweiterung: 18; 2. Erweiterung: 24; König und Späher: 5; Die Katharer: 4; Der Graf von Carcassonne: 12; 3. Erweiterung: 30; Fluss II: 12; 4. Erweiterung: 18; Mini-Erweiterung: 11 (12 minus 1, doppelter Flussbeginn); 5. Erweiterung (inkl. 6 Abteien): 18; 6. Erweiterung (Kultstätten): 5; Cult, Siege and Creativity: 3 (1 zusätzliche Kultstätten-Karte, 2 selbstgestaltete Karten); 7. Erweiterung: 12; Tunnel: 4; 8. Erweiterung: 12; Die Kornkreise: 6; Die Pest: 6; Das Fest: 10
  2. Hans im Glück: Carcassonne – Mini-Erweiterung Der Fluss
  3. a b http://www.spielbox-magazin.de/smspecials.php#p1
  4. http://www.boardgamegeek.com/image/380606
  5. http://www.spiele-check.de/8359-Carcassonne_-__Bruecken_Burgen_und_Basare.html
  6. Hans im Glück: Carcassonne – Die Kornkreise (Stand 24. September 2010)
  7. Schmidtspiele/Neuheiten
  8. http://www.boardgamegeek.com/game/34615
  9. Cardcassonne bei Hans im Glück
  10. Spieledatenbank auf DSi-Fans.de
  11. carcassonneapp.com
  12. exozet launcht Android-Version des Kult-Brettspiels Carcassonne

Weblinks

 Commons: Carcassonne – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Computerspiel- und Nintendoumsetzungen


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