Eamonn Magee


Eamonn Magee
Eamonn Magee Boxing pictogram.svg
Daten
Geburtsname Eamonn Magee
Kampfname The Terminator
Gewichtsklasse Halbweltergewicht, Weltergewicht
Nationalität Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Britisch
Geburtstag 13. Juli 1971
Geburtsort Belfast
Stil Rechtsausleger
Größe 173 cm
Kampfstatistik
Kämpfe 33
Siege 27
K.-o.-Siege 18
Niederlagen 6

Eamonn Magee (* 13. Juli 1971 in Belfast) ist ein ehemaliger, britischer Profiboxer und WBU-Weltmeister im Weltergewicht.

In seiner Heimat sorgte er zudem mehrfach wegen Beteiligungen bei Schlägereien außerhalb des Boxringes für Schlagzeilen.

Inhaltsverzeichnis

Amateurkarriere

Eamonn Magee kämpfte während seiner Amateurzeit im Halbweltergewicht und gewann 1989 die Silbermedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Puerto Rico. 1992 wurde er irischer Meister und galt somit als Favorit für die Olympischen Sommerspiele 1992.

Jedoch kam es zu Streitereien bei der Auswahl des irischen Olympiateams, einige Mitglieder der Amateur Boxing Association sprachen sich gegen Magee aus, vor allem wegen seines Verhaltens außerhalb des Ringes. So war er 1989 bei einer Massenschlägerei vor einem Restaurant beteiligt, wo er eine sichtbare Narbe im Nackenbereich davontrug. 1992 wurde er bei einer weiteren Außeinandersetzung von Mitgliedern der IRA angeschossen. Schließlich verzichtete er freiwillig auf eine Teilnahme an der Olympia und wurde 1993 erneut irischer Meister. 1994 war er erneut in eine Massenschlägerei in einer Bar verwickelt und wurde zu einer Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung verurteilt.

Profikarriere

Im November 1995 wurde er Profiboxer im Halbweltergewicht und gewann seine ersten sieben Kämpfe, davon fünf durch KO. Der nächste Kampf fand in den Vereinigten Staaten statt, wo er jedoch gegen den späteren Nordamerika-Champion Teddy Reid seine erste Niederlage hinnehmen musste, als er nach Punkten verlor. Dies blieb sein einziger in den USA ausgetragener Kampf. Anschließend folgten vier Siege in Folge, davon drei durch KO. Am 30. November 1998 boxte er gegen Paul Burke um den vakanten Commonwealth-Titel, verlor jedoch durch Punkteniederlage.

Doch schon in seinem nächsten Kampf am 22. Mai 1999, besiegte er Alan Temple durch KO in Runde 3 und wurde damit irischer Meister. Am 13. September 1999 gelang es ihm bei einem Rückkampf gegen Paul Burke, diesen durch technischen KO in Runde 6 zu besiegen und sich damit dessen Commonwealth-Titel zu sichern. Anschließend verteidigte er den Titel fünfmal erfolgreich gegen starke Gegner, wie etwa den ehemaligen WBU-Weltmeister Shea Neary, oder den ehemaligen WBO-Intercontinental-Champion und späteren WBF-Weltmeister Jonathan Thaxton.

Am 1. Juni 2002 erhielt er die erste Möglichkeit auf den Weltmeistertitel der in Großbritannien hoch angesehenen WBU. Dabei kämpfte er gegen den in 28 Profikämpfen ungeschlagenen Ricky Hatton, der als bester und erfolgreichster Halbweltergewichts-Boxer der britischen Geschichte gilt. Magee konnte dabei seinen Gegner nach lediglich 40 Sekunden der 1. Runde zu Boden schlagen, dies war das erste Mal, das Hatton in seiner Profikarriere zu Boden musste. Eine beachtliche Leistung, da Hatton in insgesamt 47 Profikämpfen, nur noch vom ungeschlagenen, siebenfachen Weltmeister Floyd Mayweather und dem zehnfachen Weltmeister Manny Pacquiao auf die Bretter geschickt werden konnte. Hatton wurde anschließend bis 8 angezählt und musste nach weiteren 15 Sekunden erneut zu Boden, da Magee ihn durch eine Drehung aus dem Gleichgewicht brachte. Anschließend ging der Kampf über die volle Rundenzahl, wobei jedoch Hatton einen einstimmigen Punktesieg davontrug. Am 14. Juni 2003 scheiterte Magees Versuch Europameister zu werden, durch Punkteniederlage gegen Oktay Urkal.

Im Februar 2004 war er in Belfast erneut in eine Schlägerei verwickelt, wobei er mit einem Baseballschläger attackiert wurde und ein gebrochenes Bein und eine zertrümmerte Kniescheibe erlitt. Obwohl ihm Ärzte das Ende seiner Boxkarriere prophezeiten, stieg er 13 Monate später zurück in den Ring und wurde am 18. März 2005 mit einem KO-Sieg über Jimmy Vincent, neuer amtierender WBU-Weltmeister im Weltergewicht und verteidigte den Titel erfolgreich gegen Allan Vester. Am 20. Mai 2006 verlor er seinen Titel jedoch durch Punkteniederlage an Mehrdud Takaloo und bestritt danach nur noch zwei Kämpfe, ehe er im Mai 2007 seine Boxkarriere beendete.

Nach dem Boxen

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als Boxtrainer in Belfast. Im Januar 2010 war er erneut in eine Schlägerei verwickelt und wurde wegen Körperverletzung zu sechs Monaten Haft verurteilt, davon drei Monate unbedingt. Im März wurde die Verurteilung jedoch wieder aufgehoben, da noch nicht geklärt werden konnte, ob er den Streit ausgelöst hatte, oder sich nur verteidigte. Im Mai 2010 wurde er von einem Gericht aus der Stadt Belfast verbannt, mit einem Alkoholverbot belegt und lebt fortan an einer gerichtlich festgelegten Adresse in England. Grund dafür waren von ihm ausgesprochene Morddrohungen gegenüber seiner Ex-Ehefrau und einer ehemaligen Freundin. Zudem wird gegen ihn wegen dringenden Tatverdachts des Raubes, der Belästigung und Diebstahls ermittelt.

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