FRAMA


FRAMA
Frama AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1970
Sitz Lauperswil, Schweiz
Leitung Thomas P. Haug CEO, Hans Flückiger CFO, Markus Arn COO, Beat Wälti CTO
Mitarbeiter 360
Branche Herstellung von Büromaschinen, Postdienstleitungen, Selbstbedienungs-Systeme, Datenmanagement- und automatisierte Dienstleistungs-Systeme, Abrechnungs- und Zahlsysteme, Tankautomaten
Website www.frama.com

Frama (Abkürzung für Frankiermaschine) ist ein international ausgerichtetes Unternehmen aus Lauperswil in der Schweiz. Am Hauptsitz in Lauperswil werden die Produkte entwickelt, produziert, montiert und weltweit in über 50 Länder vertrieben. Frama ist sehr stark exportorientiert. Der Exportanteil am Gesamtgewinn beträgt ca. 90–95 %. In den folgenden Ländern werden Frama Produkte über eigene Tochtergesellschaften vertrieben:

In den übrigen 50 Ländern werden die Produkte über Exklusivvertretungen verkauft. Die Schlüsselmärkte liegen in Europa mit einem Anteil von ca. 80% vom Gesamtexport. Aus diesem Grund ist die Annäherung der Schweiz an die EU für Frama sehr wichtig. In den folgenden Ländern beträgt der Marktanteil von Frama an installierten Frankiermaschinen über 20%:

Frama lebt nach dem Motto: „Global thinking – local acting“. Für einen intentionalen Hersteller ist es wichtig, bei der Entwicklung und beim strategischem Vertrieb der Produkte global zu denken, aber Kundenbearbeitung- und Betreuung über lokale Vertriebspartner an die nationalen Begebenheit im einzelnen Land anzupassen.

Inhaltsverzeichnis

Produktpalette

Frama stellt elektronische Frankier- und Wiegesysteme, automatische Brieföffner, Falzmaschinen, Selbstbedienungs-Systeme, Datenmanagement- und automatisierte Dienstleistungs-Systeme, Abrechnungs- und Zahlsysteme und Tankautomaten her.

Geschichte

Die Frama AG wurde 1970 in Lauperswil gegründet, wobei die erste Frama Frankiermaschine bereits 1946 hergestellt wurde. Rudolf Jost, Besitzer der Jost AG, war der Erfinder dieser Frankiermaschine und war damals im Besitz des Grundstücks der heutigen Frama AG.

Frankiermaschine Modell 12
Frankiermaschine Modell 12 elektronisch

Das erste Frankiermodell war eine Handmaschine, die mit einer Kurbel angetrieben wurde. Danach folgte 1951 das Nachfolgemodell 12. Im Jahr 1957 wurde eine erste elektronische Maschine auf den Markt gebracht. In den späten 1960er Jahren war Werner Haug unterstützend in der Firma Jost AG tätig. Als 1969 die Jost AG in finanzielle Schwierigkeiten geriet und Rudolf Jost starb, übernahm Werner Haug das Unternehmen. Da Produkt und Unternehmen aus Marketinggründen denselben Namen tragen sollten, wurde 1970 die Frama AG als Nachfolgeunternehmen der Jost AG gegründet.

Gebäude 1970
Gebäude 1980
Gebäude 2000

Auch im Jahr 1970 wurde die erste Tochtergesellschaft Frama Deutschland GmbH gegründet, wie auch die erste Frama Frankiermaschine „F70“ eingeführt. Man begann dann im Jahr 1972 die Frama AG umzubauen. Schon 1974 hatte man den Umsatz massiv erhöht. Danach wurden weitere Tochtergesellschaften gegründet:

  • Niederlande - Frama Nederland B.V., Gorinchem (1974)
  • Österreich - Frama Austria GmbH, Wien (2006)
  • Schweden - Frama Svenska AB, Täby (1985)
  • Schweiz - Frama Suisse AG, Mägenwil (1982)
  • Belgien - Frama Belgium bvba, Groot-Bijgaarden (1983)
  • Südafrika - Frama (PTY) Ltd., Bryanston (1993)
  • United Kingdom - Frama UK Limited, Hoddesdon (1989)

1976 erfand die Frama weltweit den ersten elektronischen Wertzeichenautomates. Das Frama Gebäude wurde dann in der folgenden Zeit immer weiter erneuert. 1980 kam das Nachfolgemodell der F70 auf den Markt. Es hiess F100 und wurde 1984 als weltweit erstes Modell mit automatischem Datumswechsel ausgerüstet. 1993 gab es die ersten elektronischen Produkte mit integriertem Tarifberechnungsmodul (Modell EPS). 1996 kam dann einer der grössten Erfolge der Frama. Sie brachte die ersten Frankiermodelle (Sensonic 2100-2600) weltweit auf den Markt, die mit einem Touch-Screen als Bedienerfläche genutzt werden konnten. Im Jahr 1987 verdoppelte man dann die Frama Betriebsfläche und somit die Produktionskapazität. Im Jahr 1998 folgte das erste digitaldruckende Frama Frankiersystem (Sensonic 2000). Das Gebäude wurde im Jahr 2000 umgebaut und weiter modernisiert. Im Frühjahr 2006 erhielt die Frama AG als erste Firma ausserhalb Deutschlands das BSI IT-Grundschutzzertifikat. Ausserdem erhielt die Frama auch im selben Jahr ein SQS-Zertifikat für ISO 9001/14001 und OHSAS18001. Dies ist eine Auszeichnung für Qualität-, Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Management.

Frama national und international

Die Frama ist national wie auch international durch Tochtergesellschaften vertreten. Diese Töchter sind zu 100 % im Aktienbesitz der Frama AG in Lauperswil. Dazu gehören insgesamt 360 Mitarbeiter, wovon 125 im Hauptsitz in Lauperswil im Emmental tätig sind. Ausserdem hat die Frama eine Minderheitsbeteiligung bei Innovacourrier S.A.S. (Frama France) und Francopost (Italien). Alle Tochtergesellschaften sowie die übrigen rund 45 Vertretungen sind für den Vertrieb und Service für alle in ihrem Land verkauften Frama Produkte verantwortlich. Ausserdem besitzen sie das Exklusivrecht für den Import der Produkte in ihr Land. Im Jahre 2004 trat die Frama AG in den chinesischen Markt ein. Zu diesem Zweck wurden die Frankiersysteme an die besonderen Marktgegebenheiten und Bedürfnisse des chinesischen Marktes angepasst. Im Vergleich zu allen anderen Länder, ist China das einzige Land, das die Endmontage im eigenen Land durchführt. Die Frama AG ist international ausgerichtet aber mit einer klaren Konzentration auf Europa. Der Exportanteil beträgt über 90 %. Die strategischen Schlüsselmärkte (Hauptmärkte) liegen in Deutschland, England, Frankreich, Holland, und im Heimmarkt Schweiz.

Frankiermaschinen

Frankiermaschine F70
Frankiermaschine F100
Frankiermaschine EPS
Sensonic
Frankiermaschine OfficeMail
Frankiermaschine MailMax
Frankiersystem Matrix F2
Frankiersystem Matrix F4
Frankiersystem Matrix F6

Die Frankiermaschine F70 war die erste, die von Frama AG produziert wurde. Ausserdem ist dieses Modell eine Weiterentwicklung der Modelle der Jost AG. Die F70 stand von 1970 bis 1980 im Einsatz, und wurde danach durch die F100 abgelöst.

Die F100 war ein sehr wichtiges Produkt für die Frama AG. Es hat ihr zum internationalen Durchbruch verholfen. Damals war dieses Modell bezüglich Technologie, Leistungsvermögen und Bedienkomfort absolut Spitze. Die F100 stand ca. 25 Jahre im Einsatz. Während dieser Zeit wurden über 150’000 Stück produziert, welche zum Teil noch heute in Betrieb stehen. Die Kunden liebten dieses Modell, weil es einfach zu bedienen, zuverlässig, sehr robust und effizient war.

1993 kam die erste Frama-Frankiermaschine mit elektronischem Speicher unter dem Namen EPS (Electronic Postal System) auf den Markt. Allerdings besass sie immer noch einen mechanischen Druckkopf mit Metall-Clichés sowie das 3-Rollen-Farbsystem, wie bei der F100 verwendet.

Sensonic 2100-2600 waren 4 Modelle, die die EPS-Modelle im Jahre 1996 ersetzten. Die Unterschiede zwischen den EPS-Modellen und den Sensonic 2100-2600 Modellen lagen bei der Kostenstellenerfassung und dem Bedienfeld. Aber im Übrigen waren die Modelle fast identisch miteinander.

1998 war für Frama ein sehr bedeutendes Jahr. Es war die Einführung des ersten digital druckenden Frama Frankiersystems. Dabei handelt es sich um die Drucktechnologie Thermotransfer, die über einen Druckkopf verfügt, der mit einer Vielzahl von nur 0,1 mm grossen Heizelemente bestückt ist. Die Heizelemente drucken über ein 0,01 mm dickes Farbband. Der Thermotransfer ist eine sehr flexible Druckmethode, die es möglich macht, beliebige Daten auf dem Brief gemäss Programmierung der Frankiersystem-Software aufzudrucken.

Das Frankiersystems Mailmax 4400 ist das erste Frankiersystem mit Tintenstrahldruck, das die Frama AG auf den Markt gebracht hat. Die Mailmax ist hauptsächlich für Kunden im mittleren und höheren Marktsegment gedacht, die eine hohe Anzahl Briefe zu frankieren haben. Die Mailmax bringt mit der Briefzuführung als Option eine Leistung von bis zu 10000 Briefen pro Stunde.

In der zweiten Hälfte 2005 begann der Vertrieb der Matrix F2 in Deutschland. Sie ist das erste Modell der Matrix-Produktelinie. Bis heute sind die Modelle F2, F4 und F6 in verschiedenen Ländern eingeführt worden.


Quellen

Weblinks

 Commons: Frama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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