Franz Hellwagner

Franz Hellwagner

Franz Hellwagner (* 29. Juli 1916 in Zell an der Pram) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker (SPÖ). Er war von 1966 bis 1982 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hellwagner besuchte nach der Volks- und Hauptschule eine Berufsschule und eine private Handelsschule, wobei er den Beruf des Bäckers erlernte. Er trat bereits 1938 der NSDAP bei und war Mitglied der in Österreich verbotenen Österreichischen Legion.[1] Als Soldat kämpfte er in der Folge während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich und der Sowjetunion. Hellwagner wurde nach Kriegsende als „belastet“ eingestuft und arbeitete ab 1947 als Vorarbeiter, Schichtführer und Meister-Stellvertreter bei den Vereinigten Metallwerke Ranshofen. 1979 wurde er pensioniert.

Hellwagner wurde 1955 Obmann des Arbeiter-Betriebsrates der Vereinigten Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG und stieg bereits ein Jahr später zum Zentralbetriebsratsobmann auf. Zudem war er 1955 Bezirksobmann des ÖGB-Braunau und Mitglied des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie geworden. Daneber wirkte er von 1959 bis 1979 als Kammerrat der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich. Trotz seiner Vergangenheit in der NSDAP stieg Hellwagner auch rasch innerhalb der SPÖ auf. Er wurde 1964 Bezirksobmannstellvertreter, übernahm 1967 die Funktion des geschäftsführenden Bezirksobmanns und wurde schließlich 1974 zum Bezirksobmann der SPÖ-Braunau gewählt. Zudem war er ab 1959 Gemeinderat in Braunau am Inn und vertrat die SPÖ vom 30. März 1966 bis zum 12. Mai 1982 im Nationalrat.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. profil.at „Zeitgeschichte: Rote Gewissenserforschung. Die SPÖ veröffentlicht geheime Protokolle“

Literatur

  • Harry Slapnicka: Oberösterreich - Die politische Führungsschicht ab 1945. Linz 1989 (Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs 12) ISBN 3-90031-347-4

Weblinks


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