Carnivale


Carnivale
Seriendaten
Originaltitel: Carnivàle
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Produktionsjahr(e): 2003–2005
Produzent:

Howard Klein
Daniel Knauf

Ronald D. Moore
Episodenlänge: etwa 45-60 Minuten
Episodenanzahl: 24 in 2 Staffeln
Originalsprache: Englisch
Musik: Jeff Beal
Idee: Daniel Knauf
Genre: Drama, Mystery, Fantasy
Erstausstrahlung: 14. September 2003 (USA)
auf HBO

Carnivàle kɑɹ.nɪ'væl („car-nih-VAL“)[1] ist eine von 2003 bis 2005 für den Bezahlsender HBO produzierte US-amerikanische Fernsehserie. In der übergreifenden Handlung, die während der Weltwirtschaftskrise spielt, geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse, sowie freien Willen und Schicksal. Diese vermischt christliche Theologie mit Gnostizismus und Freimaurereiüberlieferungen, insbesondere der des Templerordens. Gefilmt wurde in Santa Clarita und Südkalifornien.

Carnivàle wurde von HBO produziert und lief zwei Staffeln lang vom 14. September 2003 bis zum 27. März 2005 in den Vereinigten Staaten. Die Serie wurde von Daniel Knauf erschaffen, der neben Ronald D. Moore und Howard Klein auch als Executive Producer diente. Die Musik wurde von Jeff Beal komponiert. Hauptdarsteller waren Nick Stahl und Clancy Brown als „Ben Hawkins“ und „Brother Justin Crowe“.

Erste Kritiken lobten den Stil von Carnivàle, hinterfragten aber den Ansatz und die Ausführung der Geschichte. Die erste Episode der Serie erreichte zu der Zeit die höchste Einschaltquote für eine HBO-Serie[2], konnte aber während der zweiten Staffel diese nicht halten. Nach 24 Folgen wurde Carnivàle abgesetzt. Die Serie gewann 2004 fünf Emmy Awards und war von 2004 bis 2006 für weitere 10 nominiert.[3]

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise (Great Depression) in den 1930er Jahren im Dust Bowl des US-amerikanischen Mittelwestens angesiedelt wird die Geschichte einer Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse erzählt.

In jede Generation wird laut Mythologie der Serie eine Kreatur des Lichts und eine der Dunkelheit geboren. In Carnivàle handelt es sich dabei einerseits um den jungen „Ben Hawkins“ (Nick Stahl), der bei einem reisenden Carnival arbeitet und für das Gute steht. Die böse Kreatur wird durch den Methodistenprediger „Brother Justin Crowe“ (Clancy Brown) verkörpert.

Beide haben Visionen von zukünftigen Ereignissen. Als weitere übernatürliche Fähigkeiten kann „Hawkins“ Menschen heilen, sogar vom Tod wiederauferstehen lassen, während „Crowe“ sie dazu bringen kann, seinem Willen zu folgen. In Kalifornien sendet „Crowe“ seine Predigten über Radio aus und erhält so immer mehr Einfluss, während der Wanderzirkus sich langsam von Oklahoma dorthin begibt. Erst zum Ende der Serie begegnen sich die zwei Hauptfiguren persönlich, ihre Handlungsstränge liefen vorher getrennt voneinander ab.

Produktion

Konzept

Daniel Knauf schrieb das erste Skript zwischen 1990 und 1992, als er mit seinem Job als Krankenversicherungsmakler unglücklich war und hoffte, ein Drehbuchautor zu werden. Er hatte sich schon immer für Carnivals interessiert und erkannt, dass dieses Thema bislang noch nicht dramatisiert worden war. Die darauffolgende Geschichte und die Behandlung von „Freaks“ wurde stark von seiner Kindheit geprägt, in der er mit seinem körperlich behinderten Vater zusammen lebte.[4][5][6]

Daniel Knauf

Knauf nannte den beabsichtigten Spielfilm wegen seines Handlungsrahmens „Carnivàle“, änderte aber die Schreibweise etwas, damit er etwas außergewöhnlicher aussieht. Er hatte schon früh die gesamte Handlung sehr genau geplant, bis hin zur letzten Szene. Aber er hatte nicht erwartet, dass das daraus resultierende Skript mit 180 Seiten doppelt so lang war wie ein normales Skript für einen Film. Trotzdem hatte er immer noch das Gefühl, dass es zu kurz war, um der Geschichte gerecht zu werden. Er gab die Idee erst einmal auf und sah es als lernende Erfahrung. In der Zwischenzeit wurden alle Werke Knaufs von großen Hollywood-Studios abgelehnt, oft aus dem Grund, dass sie „zu verrückt“ seien.[4][6][7]

Mitte der 1990er traf Knauf einige Schreiber der Writers Guild of America, die ihm dazu rieten, die Geschichte von Carnivàle für eine Fernsehserie zu überarbeiten. Knauf änderte in der Tat den ersten Akt des Skripts in eine Pilotepisode. Wegen des Fehlens von Kontakten ins Fernsehgeschäft musste er die Geschichte abermals einstellen und in seinem bisherigen Beruf weiter arbeiten. Einige Jahre später, nachdem er erkannt hatte, dass seine alte Karriere nicht mehr funktionierte, gab er seinen Drehbuchautorfähigkeiten eine letzte Chance und bot die Pilotepisode von Carnivàle auf seiner Website an. Das Skript wurde anschließend zu Howard Klein über Scott Winant, einem gegenseitigen Freund der zwei Männer, geschickt. Nach mehreren Treffen und Gesprächen war Klein zuversichtlich, dass Carnivàle eine gute Fernsehserie werden würde, die viele Jahre bestehen könnte. Klein machte Chris Albrecht und Carolyn Strauss von HBO darauf aufmerksam, die sofort interessiert waren.[4][8][9][10] Aber das Network erachtete Knauf als zu unerfahren im Fernsehgeschäft, um ihm die gesamte Kontrolle über das Budget zu geben, und ernannten Ronald D. Moore zum Show Runner. Nach der ersten Staffel ersetzte Knauf Moore in dieser Position, da dieser wieder bei Battlestar Galactica eingestellt wurde.[11] Die Pilotfolge, die in 21 Tagen gedreht wurde, diente als Grundlange für weitere Handlungsstränge. Wegen vielen Diskussionen zwischen Autoren und HBO wurde die zweite Episode erst 14 Monate später gedreht.[12][13] Zusätzliches Material wurde hauptsächlich für „Brother Justin“ geschrieben, der ursprünglich nur ein Prediger und ein immer wiederkehrender, anstatt regelmäßiger Charakter war. Aber Knauf und die Produzenten erkannten, nachdem sie den vorläufigen Piloten gesehen hatten, dass er keinen Platz hatte, in der Serie „zu wachsen“. Also wurde entschieden, dass „Brother Justin“ zu einem gewöhnlichen methodistischen Priester in einer Kleinstadt zu machen und setzten ihn dafür ungefähr ein oder zwei Jahre in seiner Karriere zurück. Die Rolle von „Brother Justin“ eröffnete neue Möglichkeiten und seine Schwester „Iris“ wurde als Charakter erschaffen. Nur wenig wurde auf „Ben Hawkins“ Seite geändert, bis auf die Einführung der „Cootch“-(Striptease) „Dreifuss“-Familie. Ein Carnivàle-Berater hatte die Produzenten begeistert, indem er Aufmerksamkeit auf seine Nachforschungen über Familien, die mit „Cootch-Shows“ in den 1930ern ihr Geld verdienten, lenkte.[14][15]

Ausstrahlung

Die Carnivàle-Geschichte war ursprünglich eine Trilogie aus drei „Büchern“, jedem sollten zwei Staffeln gewidmet werden.[11] Dieser Plan musste jedoch geändert werden, als HBO die Serie nach nur zwei Staffeln einstellte. Jede Staffel bestand aus zwölf Episoden. Die Ausstrahlung auf HBO kam Carnivàle in vielen Weisen zugute. Weil HBO keine Werbung hat, hatte Carnivàle die künstlerische Freiheit, die Episodenlänge zu verändern. Obwohl die durchschnittliche Länge 54 Minuten beträgt, sind z.B. die Folgen „Insomnia“ und „Old Cherry Blossom Road“ 46 und 59 Minuten lang. HBO plante pro Episode ein Budget von ca. vier Millionen US-Dollar ein, beachtlich mehr als die meisten Fernsehserien erhalten.[16][17] Dieses hohe Budget erlaubte es, relativ viele Schauspieler unter Vertrag zu nehmen, das Drehen an verschiedenen Orten sowie Handlungstiefe und Atmosphäre.

Historisches Produktionsdesign

Carnivàles 1930er Dust-Bowl-Szenerie forderte genaue Forschungen und das Verlassen auf historische Berater. Der finanzielle Rückhalt war das finanzstarke HBO. Das Ergebnis daraus waren positive Kritiken wie: „makellos“[18], „spektakulär“[19] und „bildgewaltig“[20]. 2004 gewann Carnivàle vier Emmys für Ausstattung, Kameraführung, Kostüme und Frisuren.[21]

Um ein Gefühl der trockenen und staubigen Umgebung des Dust Bowls zu erzeugen, wurden Rauch und Schmutz ständig durch Rohre auf das Set geblasen. Während der ersten Staffel wurden schätzungsweise 5.000 Menschen eingekleidet. Das Kreativteam hörte die Musik der 1930er, las alte Hollywood-Magazine, um den damaligen Sound richtig herüberzubringen, ebenso wie die derzeitige Sprache und Umgangssprache. Der Kunstabteilung stand eine umfangreiche Auswahl an alten Katalogen, unter ihnen ein original Sears-Katalog von 1934, zur Verfügung. Dazu wurden osteuropäische und asiatische Hintergründe für einige Charaktere integriert. Neben den übernatürlichen Elementen erachten historische Berater Carnivàles historische Genauigkeit, in Hinsicht auf das Leben der Charaktere, ihrer Kleidung, ihres Essens, ihrer Unterkünfte, ihrer Autos und der ganzen materiellen Kultur, als ausgezeichnet.[5][22][23]

Drehorte

Größtenteils wurde in den Santa Clarita Studios, Kalifornien gefilmt. Die Außenszenen wurden in vielen Teilen Südkaliforniens aufgenommen. Die Szenen in der erfundenen, kalifornischen Stadt „Mintern“, in der die Geschichte über „Brother Justin“ und „Iris“ während der ersten Staffel spielt, wurde auf der Paramount Ranch, Malibu gedreht. Der Carnival selbst wurde durch verschiedene Gegenden Südkaliforniens bewegt. Die letzte Station des Carnivals in der zweiten Staffel war auf der Big Sky Ranch, die auch für „Brother Justins“ „New Canaan“ genutzt wurde.[7][24][25]

Intro

Das Intro von Carnivàle wurde von der Visual Effects- und Designfirma „A52“ aus Los Angeles entworfen, mit Musik von Wendy Melvoin und Lisa Coleman.[26] Im Jahr 2004 gewann dieses Intro einen Emmy in der Kategorie „Outstanding Main Title Design“.[21] Das Produktionsteam von „A52“ hatte beabsichtigt „ein Intro zu schaffen, das den Zuschauern die 1930er vermittelt aber es auch erlaubt den Menschen, über alle Zeit, die starke Gegenwart von Gutem und Bösem zu empfinden.“[26] „A52“ zeigte Anfang 2003 den Produzenten der Serie ihren Entwurf, die diesen begeistert annahmen. Das eigentliche Intro beinhaltet Teile von bekannten Kunstwerken. Jedes Bild ist bis zu 300 MB groß. Diese wurden dann noch einmal digital überarbeitet. Im letzten Schritt wurden alten Videoaufnahmen neu aufbereitet und eingefügt. Insgesamt dauerte die Arbeit an dem Intro über ein Jahr.[26][27]

Das Intro beginnt mit einem Deck Tarotkarten, die in den Sand fallen, während die Kamera in eine Karte rein zoomt und diese durchschreitet in eine abgeschnittene Welt, in der Szenen der amerikanischen Weltwirtschaftskrise zu sehen sind. Die Kamera zoomt wieder aus einer anderen Tarotkarte heraus und wiederholt diesen Vorgang mehrere Male. Am Ende schwenkt die Kamera über die Gerechtigkeitskarte zu der Mondkarte und der Sonnenkarte, die den Teufel und Gott darstellen, bis der Wind die Karten und den darunterliegenden Sand wegweht und das Carnivàle-Logo freilegt.[26][27]

Musik

Die Musik von Carnivàle wurde von Jeff Beal komponiert. Außerdem werden einige bekannte Lieder der damaligen Zeit gespielt. Die Titelmelodie wurde von Wendy Melvoin und Lisa Coleman geschrieben und wurde zusammen mit ausgewählten Stücken von Jeff Beal am 7. Dezember 2004 in einem Soundtrack veröffentlicht.

Jeff Beals Score ist hauptsächlich orchestral, beinhaltet aber auch Bluegrass sowie atmosphärische und rhythmische Sounds. U.a. spielen Gitarren, Klaviere, Violinen, Violoncells und Trompeten. Aber auch Banjos, Mundharmonikas, Ukulelen und Duduks kommen vor.

Weil HBO keine Werbepausen sendet, kann die Musik filmähnlich umgesetzt werden, mit charakterspezifischen Leitmotiven seit der ersten Episode. Die einzelnen Charaktere werden nach ihrem ethischen Hintergrund verschieden musikalisch untermalt. Einige Charaktere die in späteren Folgen eine Verbindung miteinander herstellen, haben absichtlich ähnliche Musik.[28] Unterschiedliche Musik wird dazu genutzt, um die die verschiedenen Welten darzustellen. „Brother Justins“ Musik ist orchestral mit religiösen Instrumenten. Auf der anderen Seite ist die Musik vom Carnival mehr mystisch, besonders während der Fahrten zwischen den einzelnen Städten. Während der Cootch-Show auf dem Carnival oder in Städten werden hauptsächlich alte Pop-, Blues- und Folklieder gespielt.[29][30] Eines der prägnantesten Lieder ist „Love Me or Leave Me“ von Ruth Etting, das in einigen Episoden gespielt wird.

Besetzung

Die Handlung von Carnivàle findet in den 1930er, im Dust Bowl, statt und dreht sich um die langsame Zusammenführung eines reisenden Carnivals und eines kalifornischen Priesters. Von 17 Darstellern gehörten, während der ersten Staffel, 15 zum Carnival. In der der zweiten Staffel gab es 13 Hauptdarsteller und mehrere wiederkehrende Rollen.[31] Obwohl die große Besetzung das Produzieren teurer machte, profitierten die Autoren von der Flexibilität der Handlung.[32] Die Hintergründe von den meisten Charakteren wurden vor dem Dreh von Carnivàle vollständig entwickelt, waren aber nicht Teil der „sichtbaren“ Struktur der Serie.[4][33]

Der erste Handlungsstrang in der ersten Staffel ist der von „Ben Hawkins“, gespielt von Nick Stahl, einem jungen Okie, der sich dem Carnival anschließt. Michael J. Anderson spielt Samson, den zwergwüchsigen Manager des Carnivals. „Clayton „Jonesy“ Jones“, der verkrüppelte Co-Manager, wird von Tim DeKay gespielt. Patrick Bauchau spielt den blinden Gedankenleser „Lodz”, während Debra Christofferson seine Geliebte „Lila the Bearded Lady“ ist. Diane Salinger spielt die katatonische Wahrsagerin „Apollonia” und Clea DuVall ihre tarotkartenlegende Tochter „Sofie“. Die Schlangenbeschwörerin „Ruthie” wird von Adrienne Barbeau gespielt. Ihr Sohn ist „Gabriel“, gespielt von Brian Turk. John Fleck spielt „Gecko the Lizard Man” und Karyne und Sarah Steben sind die siamesische Zwillinge „Alexandria“ und „Caladonia“. Die „Dreifuss“-Familie wird von Toby Huss und Cynthia Ettinger als „Felix „Stumpy““ und „Rita Sue“ dargestellt. Carla Gallo spielt ihre Tochter „Libby“. Amanda Aday spielt „Dora Mae Dreifuss“ in einer Nebenrolle. John Savage spielt den mysteriösen „Henry Scudder” in mehreren Folgen, während Linda Hunt ihre Stimme dem ebenso mysteriösen „Management“ leiht.

Michael J. Anderson auf der CarneyCon, 2006

Der zweite Handlungsstrang wird angeführt von Clancy Brown, der den methodistischen Priester „Brother Justin Crowe“ spielt. Seine Schwester „Iris“ wird von Amy Madigan dargestellt. Robert Knepper spielt ab Mitte der ersten Staffel den erfolgreichen Radiomoderator „Tommy Dolan“ und Ralph Waite „Reverend Norman Balthus“, „Brother Justins“ Mentor.

Während der ersten Staffel gab es einige, schon im Vorfeld geplante, Änderungen.[34] John Fleck, Karyne Steben und ihre Schwester Sarah hatten ihren letzten Auftritt im ersten Staffelfinale, während Patrick Bauchaus und Diane Salingers Rolle nur noch zur Nebenrollen wurden. Ralph Waite hingegen wurde zum Hauptdarsteller. Mehrere Nebenrollen wurden eingefügt, vor allem John Carroll Lynch als den flüchtigen Verbrecher „Varlyn Stroud“ und Bree Walker als „Sabina the Scorpion Lady“.

Casting

Der Castingansatz für Carnivàle war, die beste verfügbare Besetzung zu finden, die möglichst „echt“ wirken sollte, im Gegensatz zu den „Freaks“. Die beiden Castingdirektoren John Papsodera und Wendy O'Brien hatten bereits von vorherigen Projekten Erfahrung mit dem Casten von außergewöhnlichen Menschen. Die Produzenten suchten Schauspieler, die man nicht gleich mit anderen Filmen oder Serien in Verbindung bringen würde. Eine Ausnahme hierbei war Adrienne Barbeau in der Rolle der „Ruthie“.[35]

Das Skript für die Pilotepisode war die Grundlage für das Castingverfahren, das wenig von der späteren Handlung offenbarte. Das führte zu einigen kleinen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Erfindern der Serie und den Produzenten, besonders in Hinblick auf die Rollen von „Ben“, „Brother Justin“ und „Sofie“. „Ben“ sollte immer der Hauptcharakter und Held der Serie werden, doch wurde gewünscht, dass er ebenso auch jung, unschuldig und ein Anti-Held ist. Nick Stahl hatte den stärksten Konsens zwischen den Produzenten. Die Rolle der „Sofie“ war Anfangs mehr eine exotische Zigeunerin, doch Clea DuVall, genau wie Stahl eine Filmschauspielerin, bekam die Rolle nach vier Vorsprechen. Tim DeKay wurde als „Jonesy” gecastet, weil die Produzenten der Meinung waren, dass er sehr wie ein amerikanischer Baseballspieler der damaligen Zeit aussehe. Der einzige Schauspieler, der keine Konkurrenz hatte, war Michael J. Anderson, den Daniel Knauf von Anfang an in der Rolle von „Samson“ haben wollte.[9][35]

Mythologie

Fast jede Folge hat eine unterschiedliche Geschichte mit einem anderen Ort, an dem der Carnival ist, jedoch ist in jeder Folge die übergreifende Geschichte vom „Guten gegen das Böse“, die zum Ende der zweiten Staffel ihren Höhepunkt nimmt, zu sehen. Viele Handlungsstränge werden über einige Zeit nicht beantwortet oder im Unklaren gelassen, wie z.B. die genealogische Verbindung zwischen den Hauptcharakteren und die Handlung rund um den Templerorden. Selbst Gut- oder Boshaftigkeit der Charaktere ist zum Teil unklar in der ersten Staffel.[36] Daniel Knauf beruhigte Kritiker, dass Carnivàle von Anfang an eine anspruchsvolle Serie mit viel „Subtext“ werden sollte.[37] Die Autoren hatten vor jeder Staffel die grundlegenden Handlungsbögen geschaffen[38], gaben den Charakteren aber die Möglichkeit, ihr Schicksal noch zu ändern.

Absetzung und Zukunft

HBO führt normalerweise die meisten seiner Sendungen bis zum Ende, aber hohe Kosten und anhaltend schwache Zuschauerzahlen machten das im Falle von Carnivàle sehr unwahrscheinlich. HBO unterzeichnet immer nur Einjahresverträge, eine dritte Staffel hätte aber ein neues Buch, das auf zwei Staffeln angelegt war, in Daniel Knaufs Sechsjahresplan, bedeutet. In ihm währen neue Handlungsstränge für neue und alte Charaktere, sowie ein Vertiefung der Mythologie beinhaltet gewesen. Die meisten Fans gingen davon aus, dass die Serie fortgesetzt wird, allerdings erschien Anfang Mai 2005 im Internet eine inoffizielle Aussage, dass „Carnivàle“ abgesetzt wurde.[39] Am 11. Mai 2005 wurde das offiziell bestätigt.[40] HBOs Präsident Chris Albrecht gab an, wenn die Produzenten einer Senkung des Budgets pro Episode auf 2 Millionen US-Dollar zugestimmt hätten, wäre es nicht dazu gekommen. Aber die laufenden Kosten für die Darsteller, die Außendrehorte und die Anzahl der Folgen pro Staffel machten das unmöglich.[41]

Wegen der Absetzung bleiben viele Handlungsstränge offen. Das brachte viele aufgebrachte Zuschauer dazu, Petitionen zu starten, um die Absetzung doch noch zu verhindern. Hinzu kamen mehr als 50.000 E-Mails, die an HBO geschickt wurden.[41] Daniel Knauf war nicht überzeugt von dem Erfolg solcher Maßnahmen, erklärte aber, dass Alternativen wie z.B. ein Verkauf an einen anderen Sender wegen der Rechtslage nicht möglich sei. Zur selben Zeit hoffte Knauf aber, dass HBO, wegen der großen Fanunterstützung, eine Fortsetzung dennoch in Betracht nehme. Mit einem dreistündigen Film wollte er sich jedoch wegen der Handlung nicht zufrieden geben.[12][42] Auch wollte Knauf nicht die übriggebliebene Handlung den Fans verraten, da seine Arbeit eine Zusammenarbeit von Autoren, Produzenten und Schauspielern ist.[43] Trotzdem verrieten Knauf und die Produzenten ein paar Details über das unmittelbare Schicksal der Hauptcharaktere nach der zweiten Staffel. Außerdem gab Knauf einige Informationen über die erfundenen Gesetze der Natur in Carnivàle preis, die während der ersten beiden Staffeln nicht genug erklärt werden konnten. Im Juni 2007 wurde eine umfassende Studie der Charaktere veröffentlicht und später eine Zusammenfassung der ersten Staffel von Knauf in einer wohltätigen Auktion versteigert. Dieses Dokument wurde zwischen 2002 und 2003 geschrieben und sollte den Autoren und Produzenten einen Einblick in die beabsichtigte Handlung geben, sowie viele offene Fragen und Mysterien beantworten.[38]

Im Februar 2006 erschien auf mediavillage.com ein Artikel, in dem von einer möglichen Miniserie oder einem Fernsehfilm im Jahr 2007 die Rede war, der die Handlung beenden soll, mit einer Möglichkeit, eine weitere Staffel 2008 zu senden.[44] HBO hat dazu nicht Stellung genommen.

Marketing und Merchandise

Im Vorfeld

HBO zu Folge wurde genau so viel Geld für das Marketing von Carnivàle ausgegeben wie für jede andere seiner Serien. Wegen der Eigenwilligkeit und Komplexität der Serie musste sie allerdings vom traditionellen Werben etwas herausstechen. Kurze Trailer wurden per CD-ROM der „Entertainment Weekly“ beigelegt, um die Aufmerksamkeit auf die Qualität zu lenken. 30-sekündige Werbespots wurden vier Wochen, anstatt sonst üblich sieben Tage, vor dem Start ausgestrahlt. Der historische Kontext wurde absichtlich hervorgehoben durch Werbeposter, auf dem 17 Darsteller um eine alten Carnival-Truck stehen. Das Bild wurde untertitelt mit dem Slogan: „Into each generation is born a creature of light and a creature of darkness” (deutsch: „In jede Generation wird eine Kreatur des Lichtes und eine Kreatur der Dunkelheit geboren“). Diese Anstrengungen wurden unterstützt von positiven Kritiken. Um der ersten Folge die bestmöglichen Einschaltquoten zu sichern, wurde sie direkt nach dem Finale der erfolgreichen Serie „Sex and the City” gesetzt. Zudem wurde während der gesamten Laufzeit online geworben.[45]

Spiele

Ein persönliches und interaktives Tarotkartespiel wurde extra für die offizielle Website von Carnivàle programmiert.[45] HBO arbeitete mit Real Networks zusammen an „FATE: The Carnivàle Game“, einem herunterladbaren Tarotspiel.[46][47] Der australische Sender „Movie Network“ veröffentlichte ein interaktives „Ouija“ Onlinespiel.[48]

DVDs

„Carnivàle: The Complete First Season“ erschien am 7. Dezember 2004 als Widescreen, sechs DVD große, Region 1, DVD-Box in den Vereinigten Staaten,[49] einem Monat vor dem Beginn der zweiten Staffel. Vertrieben wurde sie von „HBO Home Video“ und beinhaltete drei Audiokommentare und ein Making-of. Die äußere Hülle ist aus fester Pappe, um das Aussehen eines gebundenen Buches nachzuahmen. Dieselbe Box, nur etwas weniger aufwändig, wurde am 7. März 2005[50] und am 11. Mai 2005[51] in der Region 2 und 4 veröffentlicht.

„Carnivàle: The Complete Second Season” erschien als Widescreen, sechs DVD große, Region 1, DVD-Box am 18. Juli 2006[52], in der Region 2 am 7. August 2006[53] und in der Region 4 am 4. Oktober 2006[54]. Alle Veröffentlichungen erschienen bei „HBO Home Video“ und beinhalteten drei Audiokommentare, Interviews mit Darstellern und Produzenten, ein Making-of über Carnivàls Mythologie und vier „Creating the Scene“ Ausschnitte. Die Verpackung ist ähnlich der, der ersten Staffel.

Rezeption

Einschaltquoten

HBO strahlte Carnivàle Sonntags um 21:00 Uhr aus. Bei der Pilotepisode „Milfay“ am 14. September 2003 schalteten 5,3 Millionen Zuschauer ein. Durch das starke Lead-In „Sex and the City“ war es das stärkste Debüt einer HBO Serie. Dieser Rekord wurde am 21. März 2004, mit 5,8 Millionen Zuschauern, durch Deadwood gebrochen.[2][55]

Zur zweiten Folge schalteten nur noch ca. 3,49 Millionen Zuschauer ein, doch diese Zahl hielt sich noch konstant über die Staffel. Das Finale der ersten Staffel sahen am 30. November 2003 3,50 Millionen Menschen. Im Schnitt sahen 3,54 Millionen Zuschauer die erste Staffel.[56]

Zur ersten Folge der zweiten Staffel, am 9. Januar 2005, schalteten nur noch 1,81 Millionen Menschen ein.[57] Während der gesamten Staffel konnten die Zuschauerzahlen nicht an die der ersten Staffel reichen. Eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 1,70 Millionen reichte nicht für eine Fortsetzung aus.[58]

Kritiken

Frühe Kritiken lobten Carnivàle für seine einzigartigen Charaktere und Handlung, sagten aber voraus, dass es wegen dieser Einzigartigkeit wenig erfolgreich sein werde.[59] „Daily Variety“ Autor Joseph Adalian sagte voraus, dass Carnivàle überwiegend gute Kritiken bekommt, aber einige werden von der „Unheimlichkeit“ der Serie abgeschreckt.[59] Phil Gallo von dem „Variety“ Magazin beschrieb Carnivàle als „absolute bildgewaltig mit fesselnden „Freak Show” Charakteren aber mit einer zu langsam vorangehenden Handlung”[20], während James Poniewozik vom „Time“-Magazin die ersten drei Episoden als „frustrierend“, aber auch „spektakulär“ empfand.[19] Amanda Murray von der BBC sagte: „Mit so wenig Enthüllten ist es fast unmöglich ein Urteil zu bilden. Es ist schwer zu sagen ob es nur gut ist oder sogar großartig wird.“[60] Spätere DVD-Kritiken konnten auf Basis von kompletten Staffeln gemacht werden. Während die Schauspieler, Bühnenbild, Kostüme, Ausstattung und Kameraführung weiter hoch gelobten wurden[61][62], missbilligten einige Kritiker, vor allem in der ersten Staffel, die Handlung.[62][63] Andere Kritiker betonten, dass Carnivàle vielleicht „zu viel vom Zuschauer fordert, als die zu investieren bereit sind. […] Wenn man die Handlung nicht genau verfolgt ist es leicht die Serie verwirrend zu finden.“[64] Matt Casamassina von „IGN“ lobte die Serie in zwei Kritiken und schrieb, dass die „großartig unwirkliche“ erste Staffel „verwirrend mit unvorhersehbaren „Story Twists“ erschreckend“ ist.[65] Die „außergewöhnliche“ zweite Staffel hat „bessere Fantasie und bessere Unterhaltung als jede andere Serie die sich Konkurrent von Carnivàle nennt“.[66]

Viele Kritiken zogen Parallelen zwischen Carnivàle und David Lynchs Mysterieserie „Twin Peaks“.[59][60][63] Knauf leugnete das nicht und zog selber Verbindungen zu John Steinbecks Buch „Früchte des Zorns[6][34]. Als „Lost“ immer mehr Aufmerksamkeit erfuhr, wurden auch diese beiden Serien miteinander verglichen.[67][68][69]

Fangemeinde

Wie andere Kultfernsehserien hat auch Carnivàle eine große Anhängerschaft von treuen Fans.[62][64] Sie selbst bezeichnen sich als „Carnies“ oder „Rousties“, beides Begriffe aus der Serie.[70] Carnivàles Komplexität und Mythologie hatte zur Folge, dass viele Fanseiten eröffnet wurden und in Internetforen darüber diskutiert wurde. Daniel Knauf selber schrieb in verschiedenen Foren und gab Handlungshinweise preis. Auch veröffentlichte er vor der offiziellen Bestätigung die Gründe, die zur Absetzung von Carnivàle führten.[17]

Ein Jahr nach dem Ende von Carnivàle fand ein großes Treffen namens „CarnyCon 2006 Live!“ in Woodland Hills, Kalifornien vom 21. bis 23. August 2006 statt, organisiert durch Fans. Viele Darsteller und Crewmitglieder waren dort und standen Rede und Antwort. Einige Zeit später erschien davon eine DVD.[70][71]

Auszeichnungen

Trotz der kurzen Laufzeit von zwei Staffeln erhielt Carnivàle dennoch einige Preise und Nominationen.[3] Die erste Staffel war für sieben Emmy Awards 2004 nominiert und gewann davon fünf: „Outstanding Art Direction for a Single-camera Series“ und „Outstanding Costumes for a Series“ für die Pilotfolge „Milfay“, „Outstanding Cinematography for a Single-Camera Series“ für die Episode „Pick a Number“, „Outstanding Hairstyling for a Series” für die Folge “After the Ball Is Over” und „Outstanding Main Title Design”. 2005 erhielt die zweite Staffel acht Nominationen, konnte aber in keiner Kategorie gewinnen.[21]

Weitere Auszeichnungen:

Artios Awards 2004[72]
  • „Best Casting for TV, Dramatic Pilot”
VES Awards 2004[73]
  • „Outstanding Special Effects in Service to Visual Effects in a Televised Program, Music Video or Commercial”
WIN Awards 2004[74]
  • Adrienne Barbeau „Best Actress in a Dramatic Series" für die Episode „Day of the Dead”
Costume Designers Guild Awards 2005[72]
  • „Excellence in Costume Design for Television – Period/Fantasy“
Golden Reel Awards 2003[75]
  • Nominiert für zwei Awards
Satellite Awards 2004[72]
  • Nominiert für vier Awards
Saturn Awards 2004[72]
  • Nominiert für zwei Awards
VES Awards 2004 (74)[73]
  • Nominiert für zwei Awards
Costume Designers Guild Awards 2005[72]
  • Nominiert für einen Award

Internationale Ausstrahlung

HBO-Präsident Chris Albrecht gab an, dass Carnivàle „nicht gut für die Vermarktung in das Ausland sei“[16], ging aber nicht näher ins Detail. Kritiken zu Folge lag das an der Komplexität und Mystik der Serie, das für die meisten Zuschauer eher abschreckend ist. Trotzdem wurde Carnivàle in mehrere Länder verkauft, u.a. Frankreich, Italien und die Niederlande. In Deutschland zeigt der Pay-TV-Sender FOX Channel die Serie seit dem 6. Januar 2009.

Rechtsstreit

Am 9. Juni 2005 wurde beim „United States District Court“ eine Klage vom Autor Jeff Bergquist gegen Carnivàle eingereicht. Seiner Meinung nach wurden die meisten Ideen der Serie aus seinem Buch „Beulah“ geklaut, an dem er seit den 1980ern arbeitete. HBO und Knauf stritten alle Vorwürfe ab.[76] Der Fall wurde am 17. Februar 2006 zurückgewiesen.[77]

Einzelnachweise

  1. Durch viele Audiokommentare der Produzenten auf den DVDs
  2. a b Solid 'Carnivale' start after HBO's hot 'Sex', abgerufen am 24. November 2007
  3. a b Filmpreise für Carnivàle, abgerufen am 24. November 2007
  4. a b c d Freaking hell, abgerufen am 24. November 2007
  5. a b Carnivàle: The Complete First Season - Making-of Carnivàle
  6. a b c "The Making of a Magnificent Delusion", abgerufen am 24. November 2007
  7. a b Summer 2003 Cable TCA Press Tour, abgerufen am 24. November 2007
  8. Carnivale - Where mysticism's often meted out in meticulously slow fashion, abgerufen am 24. November 2007
  9. a b Carnivàle: The Complete Second Season – The Museum of Television & Radio's William S. Paley Television Festival CARNIVALE, Clea DuVall, Carolyn Strauss
  10. "Master of the Carnival", abgerufen am 24. November 2007
  11. a b Interview de Daniel Knauf, abgerufen am 24. November 2007
  12. a b Interview Highlights from the Dan Knauf Chat Episode 1 - Milfay, abgerufen am 24. November 2007
  13. Character References, abgerufen am 24. November 2007
  14. Interview with Daniel Knauf Part 1, abgerufen am 24. November 2007
  15. Daniel Knauf im Audiokommentar zu der Episode „Milfay“
  16. a b Funny business, abgerufen am 24. November 2007
  17. a b Dan Knauf Speaks About Carnivale's Cancellation, abgerufen am 24. November 2007
  18. Recently Reviewed - Carnivale, abgerufen am 24. November 2007
  19. a b HBO's Cirque du So-So, abgerufen am 24. November 2007
  20. a b Recently Reviewed - Carnivale, abgerufen am 24. November 2007
  21. a b c Primetime Emmy Awards, abgerufen am 24. November 2007
  22. Creating 1934, abgerufen am 24. November 2007
  23. Dressing the Dust Bowl, abgerufen am 24. November 2007
  24. 'Roswell' Writer Leaves 'Battlestar' for a 'Carnivale', abgerufen am 24. November 2007
  25. Exclusive Interview With Debra Christofferson, abgerufen am 24. November 2007
  26. a b c d A52 Masters Fate in New Main Title Sequence for HBO's Carnivàle, abgerufen am 24. November 2007
  27. a b Carnivàle Opening Credits, abgerufen am 24. November 2007
  28. From Wang-Wang to Bouzouki, abgerufen am 24. November 2007
  29. Kritiken – Carnivale (Jeff Beal), abgerufen am 24. November 2007
  30. Mood Music, abgerufen am 24. November 2007
  31. Die Zahlen berufen sich auf die Anzahl der Namen während den Credits
  32. TV hits maximum occupancy, abgerufen am 24. November 2007
  33. Thud interview: Dan Knauf (Carnivale producer), abgerufen am 24. November 2007
  34. a b Dan Knauf Interview, abgerufen am 24. November 2007
  35. a b Beyond the Standard Fare, abgerufen am 24. November 2007
  36. One More Look, Behind the Curtain, abgerufen am 24. November 2007
  37. In the Ring with Good and Evil, abgerufen am 24. November 2007
  38. a b „Pitch Document“ (CARNIVALE Backstory and Mythology.doc) und Charakter Biografien (CHARACTER BIOS TEXT ONLY.doc); Anmeldung notwendig, abgerufen am 24. November 2007
  39. Carnivale CANCELLED!; Anmeldung notwendig, abgerufen am 24. November 2007
  40. 'Carnivale' packing up, abgerufen am 24. November 2007
  41. a b 'Carnivale' Fans Besiege HBO with E-mails, abgerufen am 24. November 2007
  42. Canceled (for now), abgerufen am 24. November 2007
  43. A message from Dan Knauf , abgerufen am 24. November 2007
  44. Fans May See More of Arrested Development and Carnivale, abgerufen am 24. November 2007
  45. a b Marketing HBO's 'Carnivale', abgerufen am 24. November 2007
  46. HBO and RealNetworks Launch Downloadable Game Inspired by Critically Acclaimed Series "Carnivàle", abgerufen am 24. November 2007
  47. Fate: The Carnivàle Game, abgerufen am 24. November 2007
  48. The All Seeing Ouija Board, abgerufen am 24. November 2007
  49. Carnivale - The Complete First Season, abgerufen am 24. November 2007
  50. Carnivale: Complete HBO Season 1 (2003), abgerufen am 24. November 2007
  51. Carnivale Complete Season 1 (6 Disc Set), abgerufen am 24. November 2007
  52. Carnivale - The Complete Second Season, abgerufen am 24. November 2007
  53. Carnivale: Complete HBO Season 2 , abgerufen am 24. November 2007
  54. Carnivale - Complete Season 2 (6 Disc Set), abgerufen am 24. November 2007
  55. HBO 'Rome' ratings not built in a day, abgerufen am 24. November 2007
  56. US Cable Ratings, abgerufen am 24. November 2007
  57. Development update: January 12, abgerufen am 24. November 2007
  58. Development update: March 31, abgerufen am 24. November 2007
  59. a b c Taking a tour with 'Carnivale', abgerufen am 24. November 2007
  60. a b Review: Carnivale, abgerufen am 24. November 2007
  61. Carnivale: Complete First Season, abgerufen am 24. November 2007
  62. a b c Carnivale: Season Two (HBO), abgerufen am 24. November 2007
  63. a b Carnivàle: The Complete First Season, abgerufen am 24. November 2007
  64. a b Carnivale: The Complete Second Season (DVD), abgerufen am 24. November 2007
  65. Carnivale - The Complete First Season, abgerufen am 24. November 2007
  66. Carnivale - The Complete Second Season, abgerufen am 24. November 2007
  67. Getting 'Lost', abgerufen am 24. November 2007
  68. Review: ABC's 'LOST', abgerufen am 24. November 2007
  69. 'Lost' Fans Find A Niche on the Internet, abgerufen am 24. November 2007
  70. a b Summary of CarnyCon 2006, abgerufen am 24. November 2007
  71. Convention DVD, abgerufen am 24. November 2007
  72. a b c d e Past Winners Database, abgerufen am 24. November 2007
  73. a b 2nd Annual VES Awards Nominees and Recipients, abgerufen am 24. November 2007
  74. The 2004 WIN Award, abgerufen am 24. November 2007
  75. 'Pirates' reels in most MPSE noms, abgerufen am 24. November 2007
  76. TV Notes: 'Carnivale' copied?, abgerufen am 24. November 2007
  77. Yahoo Carnivale Lawsuit, abgerufen am 24. November 2007

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