Geschleif


Geschleif

Das Geschleif war im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen ein Längenmaß für Garne und Handgespinste aus Flachs und Hanf. Das Maß galt noch über den 1. Januar 1849 hinaus, dem Einführungstag des Preußischen Maßsystems.

Zu Grunde legte man einen Haspelumfang oder Faden von 2 Ellen .

  • 1 Geschleif = 20 Gebinde = 1200 Fäden = 2400 Ellen = 1600,656 Meter
  • 1 Elle = 0,66694 Meter[1]

Literatur

  • Georg Thomas Flügel, Kurszettel fortgeführt als Handbuch der Münz-, Maß-, Gewichts- u. Usancenkunde, Herausgeber L. F. Huber Verlag der Jäger’schen Buch-, Papier- und Landkartenhandlung, Frankfurt am Main 1859, S. 247
  • Verein praktischer Kaufleute, Neuestes Illustriertes Handels- und Warenlexikon oder Enzyklopädie der gesamten Handelswissenschaften für Kaufleute und Fabrikanten: Band 2, Verlag Ernst Schäfer, Leipzig 1857, S 531

Einzelnachweise

  1. Philipp Bopp: Der hessische Sekretär, ein praktisches Hand- und Hilfsbuch in Geschäftsangelegenheiten für den Staatsbürger im Großherzogtum Hessen. Kommissionsverlag G. W. Küchler, Darmstadt 1861, S. 360

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