Günter Kalwert (General)

Günter Kalwert (General)

Günter Kalwert (* 15. Juli 1930 in Stettin) ist ein ehemaliger Militärjurist und Offizier der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik. Zuletzt hatte er den Dienstgrad eines Generalmajors inne und war Stellvertreter des Ministers für Justiz.

Militärische Laufbahn

Nach seinem Schulbesuch, den Kalwert mit der Mittleren Reife abschloss, absolvierte er keine Lehre, sondern war stattdessen von 1945 bis 1946 Landarbeiter. Anschließend von 1947 bis 1948 Schüler und danach erneut Landarbeiter. In diesem Jahr hatte Kalwert als Rechtspraktikant erstmals Kontakt mit den Rechtswissenschaften. Am 16. Dezember 1948 trat er den deutschen bewaffneten Organen in der Sowjetischen Besatzungszone bei und war dort bis 1953 zunächst Anwärter, später Kursant, Gruppen- und Zugführer sowie Kompaniechef in der Volkspolizei-Dienststellen Quedlinburg, dann in Burg und Eggesin. 1949 war er der SED beigetreten. 1953 nahm Kalwert als Kursant am 1. Juristenlehrgang im Ministerium des Inneren teil um danach von 1954 bis 1955 Untersuchungsführer bei der Staatsanwaltschaft der Volkspolizei zu werden. Von 1955 bis 1956 agierte er als Staatsanwalt in der Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei (HVDVP) sowie anschließend bis 1958 als Stellvertretender Staatsanwalt der kasernierten Einheiten des Ministeriums des Inneren. 1958 stieg Kalwert zum Stellvertretenden Staatsanwalt im Kommando der Deutschen Grenzpolizei auf, was er bis 1960 blieb.

Danach war er von 1961 bis 1962 Leiter der Abteilung Allgemeine Aufsicht beim Militäroberstaatsanwalt. 1962 wurde Kalwert Leiter der Hauptabteilung Militärgerichte im Ministerium für Justiz sowie Stellvertreter des Ministers für Justiz in Berlin. Hier erfolgte am 1. März 1976 seine Ernennung zum Generalmajor. Diesen Posten hielt er bis zu seiner Entlassung am 30. September 1990 inne. Kalwert ist Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber, des Kampfordens „Für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Silber sowie diverser anderer Orden und Ehrenzeichen.

Literatur


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