Hochbaufacharbeiter


Hochbaufacharbeiter

Der Hochbaufacharbeiter ist ein staatlich anerkannter[1] Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildungsdauer und Struktur

Die Ausbildungsdauer zum Hochbaufacharbeiter beträgt in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule[2].

Der Beruf verfügt über die Schwerpunkte

  • Maurerarbeiten,
  • Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie
  • Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten.

Es handelt sich um eine Stufenausbildung, d.h. eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung kann in einem weiteren, darauf aufbauenden Ausbildungsberuf vertieft werden. Ein Hochbaufacharbeiter kann daher ein weiteres Jahr lernen und dann einen Abschluss als Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer oder Feuerungs- und Schornsteinbauer erwerben.

Arbeitsgebiete

Hochbaufacharbeiter stellen Baukörper, d.h. komplette Gebäude aus Steinen, und Bauteile aus Stahlbeton und Beton her. Sie finden ihren Arbeitsplatz im Wohnungsbau, im Industriebau, aber auch im öffentlichen Bau. Sie erstellen Baukörper, können aber auch bestehende Gebäude modernisieren, instand setzen oder sanieren.

  • Im Schwerpunkt Maurerarbeiten vertiefen sie ihre Qualifikationen und bauen Stahlbetonfertigteile ein, erstellen Verschalungen, stellen Wände und Ecken her und führen Wand- und Deckenputzarbeiten aus.
  • Im Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten zimmern sie Verschalungen und bringen sie an die gewünschte Stelle. In den so entstehenden Hohlraum bringen sie nun durch biegen und flechten eine Stahlbewehrung ein. Anschließend stellen sie Betonmischungen her, bringen den Beton ein und verdichten ihn. Die Verzimmerung wird anschließend gelöst und der Beton wird bei Bedarf nachbehandelt.
  • Im Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten errichten Hochbaufacharbeiter Feuerungsanlagen, Schornsteine und Abzugskanäle. Sie bauen Stahlbetonfertigteile ein und stellen Bewehrungen her.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung richtet sich häufig nach tarifvertraglichen Festlegungen. Der Bauindustrieverband Hamburg e.V. hat beispielsweise folgende Vergütungen vereinbart:

  • 1. Ausbildungsjahr: 614,00 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 943,00 Euro[3].

Entwicklung

Die Anzahl der Auszubildenden ist rückläufig. Gab es 2001 im Bauhauptgewerbe noch über 63.000 Ausbildungsplätze, so waren es 2006 bereits nur noch knapp 42.000[4].

Literatur

  • Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG (Hrsg.): Abschlussprüfung Sommer 2010 Hochbaufacharbeiter Beton- und Stahlbetonarbeiten – Praktische Aufgabensätze 1. Auflage 2010. Artikel-Nr. 25007
  • Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG (Hrsg.): Abschlussprüfung Sommer 2010 Hochbaufacharbeiter Beton- und Stahlbetonarbeiten – Schriftliche Aufgabensätze 1. Auflage 2010. Artikel-Nr. 25008

Einzelnachweise

  1. [1] Ausbildungsordnung der Bauwirtschaft auf juris. Abgerufen am 11. Oktober 2010.
  2. [2] Rahmenlehrpläne der KMK für die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft. Abgerufen am 11. Oktober 2010
  3. [3] Information zur Ausbildungsvergütung der Handelskammer Hamburg. Abgerufen am 11. Oktober 2010
  4. [4] Untersuchung des BiBB zur Situation im Bauhauptgewerbe. Abgerufen am 11. Oktober 2010

Weblinks


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