Honda VFR 800X Crossrunner


Honda VFR 800X Crossrunner
Honda
VFR 800X Crossrunner
Hersteller: Honda
Produktionszeitraum: seit 2011
Klasse: Enduro
Motor: Flüssigkeitsgekühlter 90°-​V4-​Viertaktmotor mit geregeltem Katalysator
Bohrung (mm): 72
Hub (mm): 48
Verdichtung: 11,6:2
Hubraum (cm³): 782
Leistung (kW/PS): 75/102 bei 10.000/min
Drehmoment (Nm): 74 bei 9.250/min
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 200
Kraftstoff: Super Bleifrei (ROZ 95)
Kraftstoffverbrauch: 6,1 Liter
Getriebe: 6-Gang
Antrieb: Kette
Fahrwerk/Rahmen: Teleskopgabel Ø 43 mm (vorne), Pro-​Arm-​Einarmschwinge, Zentralfederbein (hinten)
Bremsen: 296-​mm-​Doppelscheibenbremse mit Dreikolbenbremszangen (vorne), 256-​mm-​Einscheibenbremse mit Zweikolbenbremszange (hinten)
Radstand (mm): 1465
Bereifung vorne: 120/70 ZR 17 58W
Bereifung hinten: 180/55 ZR 17 73W
Maße (L × B × H mm): 2130 × 800 × 1240
Sitzhöhe (cm): 816
Gewicht fahrbereit (kg): 238
Zuladung (kg): 195
Tankvolumen (Liter): 21,5
Ähnliche Modelle: BMW F 800 GS
Yamaha TDM 900
KTM 990 SM T
Triumph Tiger 800

Die Honda VFR 800X Crossrunner ist ein Motorrad des Fahrzeugherstellers Honda. Die Enduro wurde am 7. November 2010 auf der Zweiradmesse EICMA in Mailand vorgestellt und wird seit Mai 2011 verkauft.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Die Crossrunner vereint die Eigenschaften eines Sporttourers mit denen einer Reiseenduro. Während im Verkaufsprogramm und auf der Website von Honda das Motorrad in der Kategorie „Enduro“ geführt wird, lautet der Werkscode RC60. Bei Honda bezeichnet RC Straßenmotorräder, während Enduros die Kennung RD haben. Der Motor basiert auf dem des Sporttourers Honda VFR 800 FI.

Technik

Der Antrieb erfolgt durch einen flüssigkeitsgekühlten V-Motor mit vier Zylindern und 782 cm³ Hubraum. Der Zylinderbankwinkel beträgt 90°. Der Viertaktmotor erzeugt eine maximale Leistung von 75 kW (102 PS) und ein Drehmoment von 74 Nm. Die vier Ventile je Zylinder werden von zwei obenliegenden Nockenwellen mit variabler Ventilsteuerung (VTEC) angesteuert. Ab einer Drehzahl von 7000/min schaltet der Motor von Zwei- auf Vierventilbetrieb um. Die Gemischaufbereitung erfolgt durch eine programmierte Kraftstoffeinspritzung (Programmed-Fuel Injection PGM-​FI). Eine Transistorzündanlagen mit elektronischer Frühverstellung erzeugt den Zündfunken. Ein elektrischer Anlasser startet den Motor.

Das Fahrwerk baut auf einem Brückenrahmen aus Aluminium auf und hat hinten eine Einarmschwinge aus Aluminium und vorne eine UpsideDown-Teleskopgabel mit 43 mm Standrohrdurchmesser. Die Kraftumwandlung erfolgt durch ein Sechsganggetriebe, der Sekundärantrieb über eine O-Ring-Kette. Eine hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung erledigt die Krafttrennung.

Am Vorderreifen verzögert eine Doppelscheibenbremse mit Drei-Kolben-Bremssätteln, hinten eine Scheibenbremse mit Zwei-Kolben-Bremssattel. Ein kombiniertes Antiblockiersystem unterstützt die Verzögerung an beiden Bremsen. Das Motorrad beschleunigt in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch abgeriegelt 200 km/h.

Die Abgasreinigung erfolgt durch einen geregelten Katalysator und erfüllt die Schadstoffklasse EURO3. Die 4-2-1-Auspuffanlage besteht aus rostfreiem Stahl. Die Abgaskrümmer münden auf der rechten Seite in einem gemeinsamen End-Schalldämpfer.

Kritik

„Schließlich ist man − sofern nicht übergroß − bequem auf der Fun-Reisemaschine untergebracht, serienmäßig bringt sie ein formidables ABS mit, und der aus der VFR bekannte V4 ist auch nicht von schlechten Eltern.“

– 2Räder [1]

„Mit der Crossrunner hat Honda Motorrad ein mehr als überzeugendes Gesamtpaket abgeliefert. Der Motor liefert mehr als genug Leistung, auch wenn er untenrum kräftiger sein könnte. Unterwegs ist die Honda die reinste Spaßmaschine. Super Handling bei gutem Komfort. Damit ist die Crossrunner sowohl bequem als auch sportlich. Allen macht sie es dennoch nicht recht. Sie ist kein Fall für Zwei, es sei denn man lässt das Gepäck zu Hause.“

Matthias Hirsch: bikerszene.de [2]

Weblinks

 Commons: Honda motorcycles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 2Räder, Ausgabe 9/2011, Seite 48
  2. bikerszene.de, abgerufen am 17. September 2011

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