Kolonie Kronau


Kolonie Kronau

Der Amtsbezirk Kronau (heute ukrainisch Wyssokopillja/Високопілля) war eine Siedlung ethnischer Deutscher (Schwarzmeerdeutsche) auf dem Gebiet der Oblast Cherson der heutigen Ukraine.

Inhaltsverzeichnis

Siedlungen des Amtsbezirkes Kronau

  • Nr. 1: Eigenfeld (Suworowka, heute Teile von Iwanowka)
  • Nr. 2: Schöntal (heute Teil von Olhyne/Ольгине)
  • Nr. 3: Landau (heute Potjomkyne/Потьомкине)
  • Nr. 4: Ebenfeld (zerstört, östlich von Wyssokopillja)
  • Nr. 5: Fürstental (nördlicher Teil von Wyssokopillja)
  • Nr. 6: Nikolaital (heute Topolyne/Тополине)
  • Nr. 7: Fürstenfeld (heute Knjasiwka/Князівка)
  • Nr. 8: Kronau (heute Wyssokopillja/Високопілля)
  • Nr. 9: Eigental (heute Olhyne/Ольгине)
  • Nr. 10: Sandfeld (20 Kilometer westlich von Wyssokopillja)
  • Nr. 11: Neu-Mannheim (heute östlicher Teil von Wyssokopillja)
  • Hochfeld (11 Kilometer westlich von Wyssokopillja)
  • Grünfeld (10 Kilometer westlich von Wyssokopillja)
  • Katerintal?
  • Kneisler?
  • Weinstein?

sowie

  • Nr. 1: Alexanderfeld (heute Nowoolexandriwka/Новоолександрівка)
  • Nr. 2: Neu-Schönsee (heute Oseriwka/Озерівка)
  • Nr. 3: Friedensfeld (früher Nowomyriwka/Новомирівка, nordwestlich von Oseriwka)
  • Nr. 4: Neu-Halbstadt (heute Riwnopillja/Рівнопілля)
  • Nr. 5: Nikolaifeld (heute Mykilske/Микільське)
  • Nr. 6: Orloff (heute Orlowe/Орлове)
  • Nr. 7: Blumenort (heute Switliwka/Світлівка)
  • Nr. 8: Tiege (heute Kotschubejiwka/Кочубеївка)
  • Nr. 9: Altonau (heute Pryhirja/Пригір'я)
  • Nr. 10: Rosenort (heute Rosiwka/Розівка)
  • Nr. 11: Münsterberg (zerstört, nördlich von Pryhirja)
  • Nr. 12: Gnadenfeld (heute Blahodatne/Благодатне)
  • Nr. 13: Schönau (heute Krasniwka/Краснівка)
  • Nr. 14: Steinfeld (heute Kamjanka/Кам'янка)
  • Nr. 16: Reinfeld (bis 2001 Sofijiwka/Софіївкаheute, südlich von Natalyne/Наталине)
  • Nr. 17: Alexanderkrone (bis 2001 Luhiwka/Лугівка, westlich von Switliwka)
  • Deutschendorf (heute Iwaniwka/Іванівка)

Entstehung

Die Siedlung Kronau wurde zwischen 1869 und 1870 von überwiegend evangelisch-lutherischen Deutschen aus dem Gebiet des Gouvernement Taurien[1] Prischiber Mutterkolonien [2] gegründet.

Infrastruktur

In Kronau gab es eine Kirche (1897 erbaut), zwei Dampfmühlen, eine Bierbrauerei, ein Weingut, seit 1914 eine Apotheke, zwei Mittelschulen, seit 1912 ein Gymnasium, eine Bibliothek, ein Krankenhaus, eine Ziegelfabrik, eine Molkerei, diverse Geschäfte, Lagerhallen und Kornspeicher.

Einwohnerzahlen Kronau

Jahr Einwohner
1887 509
1897 744/461
1904 421
1911 375
1916 602
1918 383
1926 998
1942 1112

Einwohnerzahlen des Kreises Kronau

Jahr Einwohner
1885 3426
1897 4325
1916 3982

Geschichte

1920-1930 erfolgte die Gründung eines Deutschen Nationalkreis Namens Friedrich Heckert. In der Zeiten der Zwangskollektivierung starben 1921-22 55 Einwohner und 1932-33 12 Einwohner den Hungertod. 1929 bis 1941 wurden durch die Sowjets 71 Einwohner deportiert. Am 15. November 1941 wurde der Generalbezirk Nikolajew im Reichskommissariat Ukraine aus den Oblasts Kirowograd, Nikolajew gebildet. Er wird verwaltet vom Generalkommissar in Nikolajew.[3] In diesem Bezirk war auch das am selben Tag gegründete Kreisgebiet Alexanderstadt, welches wiederum das am 1. April 1942 gegründete Rajon Kronau enthielt.[4]

Am 28. März 1944 wurde Kronau und alle übrigen Ansiedlungen von der Roten Armee eingenommen. [5]

Einzelnachweise

[6]

  1. http://www.grhs.org/vr/Nikolajew/kronau_nikolajew.htm
  2. http://www.stammbaum-familie-prieb.de/PrischiberKolonie.jpg
  3. http://www.territorial.de/ukra/nikolaje/nikol.htm
  4. http://www.territorial.de/ukra/nikolaje/alexanst.htm
  5. http://www.territorial.de/ukra/nikolaje/nikol.htm
  6. http://www.archives.gov.ua/Publicat/Documents/Herson.php

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