La cena


La cena
Filmdaten
Originaltitel La cena
Produktionsland Italien, Frankreich
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 126 Minuten
Stab
Regie Ettore Scola
Drehbuch Ettore Scola
Silvia Scola
Furio Scarpelli
Giacomo Scarpelli
Produktion Franco Committeri
Musik Armando Trovajoli
Kamera Franco Di Giacomo
Schnitt Raimondo Crociani
Besetzung

La cena (dt.: Das Abendessen) ist eine italienisch-französische Filmkomödie von Regisseur Ettore Scola mit Fanny Ardant, Vittorio Gassman und Giancarlo Giannini aus dem Jahr 1998.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Das italienische Restaurant „Arturo Al Portico“ ist Treffpunkt verschiedenster Menschen. Familien, Pärchen, Einzelgänger, Touristen, ein Magier, ein Professor und viele andere gehen ein und aus, scharen sich um 14 Tische, an denen nicht nur gegessen, sondern auch debattiert, gefeiert, gesungen und beobachtet wird. Flora, die Besitzerin des Restaurants, ist stets freundlich und taktvoll. Sie hat zudem immer ein offenes Ohr für die Probleme ihrer Gäste und behält stets ihre Ruhe und Gelassenheit, während ihr kommunistischer Koch sich frustriert über die Weltlage äußert.

Der alte Lehrer Pezzullo kommt sogar jeden Tag. Flora weiß seine Loyalität zu schätzen und gibt ihm für sein Essen seit Jahren eine Art Rabatt. Pezzullo genießt es, seine Mitmenschen beim Essen zu beobachten, denn er kann sich sicher sein, dass er jeden Abend ein neues Drama miterleben darf. Bisweilen gibt er den anderen Gästen weise und gut gemeinte Ratschläge.

An diesem Abend ist eine Frau namens Isabella mit ihrer Tochter anwesend. Letztere verkündet ihrer Mutter, dass sie Nonne werden will, was Isabella entsetzt. Sie kann nicht verstehen, dass ein Mädchen freiwillig den weltlichen Freuden für immer entsagen will. Eine andere Frau wartet derweil auf ihre vier Liebhaber, denen sie reinen Wein einschenken will, während an einem Nebentisch zwei Schauspieler ihr neues Theaterstück besprechen, bei dem der eine keinen Dialog haben wird und der andere stattdessen die besten Zeilen sprechen darf. Daraufhin trifft ein Professor mit einer jungen Studentin ein, mit der er eine Affäre hat. Diese hatte zuvor einen Brief an die Ehefrau des Professors geschrieben, in dem sie ihr mitteilte, dass sie den Professor liebt und ihn für sich haben will. Als der Professor davon erfährt, reagiert er auf die Illusionen seiner Geliebten mit Zynismus und öffnet ihr damit die Augen, weshalb sie ihn schließlich verlässt. An jedem Tisch entscheiden sich Schicksale, während japanische Touristen alle anderen fotografieren.

Flora hat inzwischen auch eigenen Kummer. Sie hat sich in einen ihrer vielen Verehrer verliebt. Dieser wird aus beruflichen Gründen demnächst nach Norwegen übersiedeln und bittet sie, mit ihm zu gehen. Doch Flora will ihr Restaurant nicht aufgeben, weshalb sie letztlich die Beziehung beendet und am Ende des Abends mit den noch verbleibenden Gästen gemeinsam Karten spielt.

Hintergrund

Bereits für die Filme Le Bal – Der Tanzpalast (Le bal, 1983) und Die Familie (La famiglia, 1987) wählte Regisseur Ettore Scola einen einzigen Schauplatz für die Handlung. Während sich Le bal ausschließlich in einem Tanzsaal abspielt und Die Familie in einer Wohnung in Rom, ist in La cena das Restaurant der Mittelpunkt des Geschehens. Das Drehbuch schrieben Scola und sein alter Weggefährte Furio Scarpelli zusammen mit ihren Kindern Silvia Scola und Giacomo Scarpelli.

La cena feierte seine Premiere am 3. September 1998 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. In Deutschland wurde der Film bisher nicht veröffentlicht.

Kritiken

„Ettore Scolas La cena, eine entspannte, gut geölte Komödie mit wenig Schwerverdaulichem, […] ist für einen Scola-Film ziemlich seicht. Das meisterliche Gespür des Regisseurs für Komödie und seine verblüffende Fähigkeit, den Ball in der Luft zu halten und die Dialoge am laufen zu lassen, […] werden dem Film dennoch einen zwar kleinen, aber konstanten Zustrom an Zuschauern bescheren. […] Der Cutter Raimondo Crociani hat das Material gekonnt zusammengeschnitten, sodass es für mehr als zwei Stunden amüsant bleibt.“

Deborah Young, Variety[1]

„Eine köstliche Komödie im alten italienischen Stil, der einem ein herzliches Lächeln auf das Gesicht zaubert.“

Fotograma[2]

Auszeichnungen

  • Eine Nominierung für den David di Donatello in der Kategorie Bester Produzent (Franco Committeri)
  • Nastro d’Argento jeweils für das männliche Schauspielerensemble (Vittorio Gassman, Giancarlo Giannini etc.) und für Stefania Sandrelli als Beste Nebendarstellerin
  • Eine Nominierung für den Grand Prix of the Americas für Ettore Scola beim World Film Festival in Montreal

Soundtrack

Weblinks

Einzelnachweise

  1. "Ettore Scola's The Dinner, a relaxing, well-oiled comedy with little to digest, […] is strictly Scola-lite. Yet the director's masterly feel for comedy and uncanny ability to keep the ball in the air and dialog flowing […] suggests that the film will have a small but faithful stream of customers. […] Editor Raimondo Crociani does a masterful job of splicing together all this material so it remains amusing for over two hours.", Variety
  2. "Delicada comedia al viejo estilo italiano que apunta a sonreír con el corazón.", Fotograma

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