Lamaquitos


Lamaquitos

Lamaquitos (Lamakitu) war ein traditionelles Königreich im heutigen Osttimor. Der Legende nach soll das Reich von sieben Brüdern oder Verbündeten gegründet worden sein. Sein Name ergibt sich aus der Verballhornung der Tetum-Bezeichnung lamak-hítu (auch hánek-hítu), was so viel wie sieben Schüsseln bedeutet.[1] Es beherrschte in etwa das Gebiet des heutigen Subdistrikts Maliana, zwischen Cailaco im Norden und Maucatar im Süden. Auch der Berg Leohito im heutigen Suco Leber (Subdistrikt Bobonaro) gehörte zum Kerngebiet des Reiches.[2][3]

1719 beteiligte sich Lamaquitos am Camenaça-Pakt um die Portugiesen und das Christentum von Timor zu vertreiben. Die daraus entstehende Cailaco-Rebellion zwang die Portugiesen 1769 schließlich, ihre koloniale Hauptstadt von Lifau nach Dili zu verlegen.[4]

Mit der kolonialen Grenzziehung vom Vertrag von Lissabon (1859) zwischen Portugal und den Niederlanden wurde Lamaquitos zum Machtbereich Portugals zugeordnet.[3] Im Oktober 1894 führte der portugiesische Gouverneur José Celestino da Silva eine erfolgreiche Offensive gegen das rebellierende Lamaquitos durch.[4]

Einzelnachweise

  1. Garcia de Orta: „Sêrie de Antropologia, Vol. 2, No. 1 e 2“, Lisboa, 1975 (portugiesisch)]
  2. Lugares
  3. a b Hague Justice Portal: Island of Timor: Award, 25. Juni 1914 (englisch)
  4. a b History of Timor – Technische Universität Lissabon (englisch; PDF-Datei; 805 kB)

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