Chaophraya

Chaophraya

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Chao Phraya
Ursprung des Chao Phraya in Nakhon Sawan

Ursprung des Chao Phraya in Nakhon Sawan

Daten
Lage Nordthailand
Länge 372 kmdep1
Quellgebiet Zusammenfluss des Nan und Ping in Nakhon Sawan
15° 42′ 2″ N, 100° 8′ 27″ O15.700555555556100.140833333337
Mündung Golf von Thailand, Provinz Samut Prakan13.540277777778100.589722222227Koordinaten: 13° 32′ 25″ N, 100° 35′ 23″ O
13° 32′ 25″ N, 100° 35′ 23″ O13.540277777778100.589722222227
Abfluss über Chao Phraya
Einzugsgebiet 160.000 km²dep1
Abflussmenge MQ: 883 m³/sdep1
Karte des Chao-Phraya-Flusssystems
Karte der „Abkürzungskanäle“ im unteren Flusslauf

Der Chao Phraya (Thai: Maenam Chao Phraya, Thai: แม่น้ำเจ้าพระยา, Aussprache: [mæˆːnáːm dʒaopʰrajaː]) ist neben Mekong und Saluen der größte und wichtigste Fluss Thailands (Südostasien).

Er beginnt am Zusammenfluss der Flüsse Ping und Yom in Nakhon Sawan. Der Yom und sein größter Nebenfluss, der Nan, fließen von Phitsanulok nahezu parallel bis Chumsaeng nördlich von Nakhon Sawan. Der Ping und sein größter Nebenfluss Wang vereinigen sich bei Wang Chin.

Der Chao Phraya fließt von Nakhon Sawan durch die zentrale Tiefebene etwa 370 Kilometer bis nach Bangkok, wo er an der Nahtstelle von Indochinesischer- und Malaiischer Halbinsel in den Golf von Thailand mündet. Bei Chainat teilt sich der Fluss jedoch in den Hauptarm und den schmaleren Tha Chin, der bei Samut Sakhon etwa 35 km westlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet. In Chainat befindet sich auch der Chaophraya-Staudamm.

Neben Bangkok liegen auch die alte Hauptstadt Ayutthaya sowie die kleineren Provinzhauptstädte Uthai Thani, Chainat, Singburi, Ang Thong, Pathum Thani, Nonthaburi und Samut Prakan am Chao Phraya. Er ist eine wichtige Verkehrsader Thailands und dient auch mit vielen Kanälen (Khlongs) zur Bewässerung der Reisanbaugebiete.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Auf historischen Karten wird der Chao Phraya meist nur als „Menam“, auch „Mae Nam“ bezeichnet, welches das thailändische Wort für Fluss ist. [1] Im englischen Sprachraum wird er aufgrund seiner historischen Bedeutung auch häufig River of Kings genannt.

Der heutige Lauf des unteren Chao Phraya hat sich erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts etabliert. Früher suchte sich der Fluss oft nach dem alljährlichen Hochwasser ein neues Bett, so ist zum Beispiel südlich von Chainat bis hinunter nach Ang Thong ein früherer Flussverlauf zu erkennen, welcher sich einige Kilometer westlich des heutigen Flusses befindet. Später versuchten siamesische Ingenieure den Lauf zu beeinflussen: sie bauten im Jahr 1813 einen Damm bei Ang Thong, um den Flusslauf bis Ayutthaya zu begradigen. Der Damm brach jedoch wiederholt, so dass dieses Projekt schliesslich aufgegeben wurde. [2]

Südlich von Ayutthaya waren die Ingenieure erfolgreicher: von 1538 bis 1722 konnten sie durch geschickten Kanalbau die Entfernungen, die die Handelsschiffe vom Golf von Siam bis zur Hauptstadt Ayutthaya zurücklegen mußten, um 62,3 Kilometer verkürzen: [3]

  • Zuerst wurde 1538 ein drei Kilometer langer, so genannter Khlong Lat (Thai: คลองลัด - „Abkürzungskanal“) gegraben, der Wat Chalo (13.807596518889100.476536750837 - Amphoe Bang Kruai, Nonthaburi) mit Wat Khee Lek (13.779672461111100.467545986117 - Bezirk Bangkok Noi) verband. Der „Khlong Lat Bang Kruai“ genannte Kanal verkürzte die Reiseroute um etwa 13-14 Kilometer. Er ist heute Teil des Khlong Bangkok Noi.
  • Der zweite Khlong Lat hat eine große Bedeutung für die siamesische Geschichte, denn er erschuf Bangkok und Thonburi. Über das genaue Datum gibt es widersprüchliche Angaben, entweder war es 1538 oder 1542. Der zwei Kilometer lange Kanal begann etwa am ehemaligen Bahnhof von Bangkok Noi (13.7606238375100.487844943897 - Bezirk Bangkok Noi) und führte bis zu einem Punkt knapp südlich des Wat Arun 13.741698723889100.491042137227. Der Fluß akzeptierte schnell diese Abkürzung, so dass der Kanal heute wie der richtige Flußverlauf aussieht. Der ursprüngliche Verlauf verlandete nach und nach, er wird heute Khlong Bangkok Yai genannt. Dieser Kanal, „Khlong Lat Bangkok“ genannt, verkürzte die Entfernung nach Ayutthaya um etwa 14 Kilometer.
  • Die dritte Abkürzung, der „Khlong Lat Kret Yai“, wurde 1608 bei Pathum Thani gegraben (14.051622162222100.554771423337 bis 14.002117314722100.541338920567). Er verkürzte 18 Kilometer auf sieben. Der nördliche Teil des ursprünglichen Flußbetts heißt heute „Khlong Bang Phrao“, der südliche „Khlong Bang Luang“.
  • Im Jahr 1636 wurde „Khlong Lat Mueang Nonthaburi“ angelegt (13.853830568056100.478210449177 bis 13.818702696389100.501019954727), welcher von einer Entfernung von ehemals 22 Kilometer 17 einsparte.
  • „Khlong Lat Kret Noi“ aus dem Jahr 1722 verkürzte sechs Kilometer Fluss auf zwei (13.899576343611100.489025115837 bis 13.913406621389100.490913391117). Er erschuf die heutige Insel Ko Kret.
  • Der sechste Khlong Lat verläuft südlich von Khlong Toei im Amphoe Phra Pradaeng (13.671007844444100.52786350257 bis 13.648489037222100.531640052787). Der 600 Meter lange Kanal sollte eigentlich 19 Kilometer einsparen. Da der Chao Phraya abhängig von den Gezeiten ist, stellte sich jedoch bald heraus, dass durch den neuen Kanal bei Flut Salzwasser viel zu weit nach Norden vordrang und das Leben im und am Fluss schädigte. 1784 wurde ein Deich gezogen, der das Eindringen von Seewasser verhinderte. Heute ist der „Khlong Pak Lat“ der einzige Kanal, der nicht zu einem Teil des Flussverlaufs wurde.

Eindrücke vom Flussverlauf

Wichtige Brücken in Bangkok

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Mega Bridge über den Chao Phraya
Mega Bridge über den Chao Phraya

Sonstiges

„Chao Phraya“ ist auch ein thailändischer Adelstitel, etwa mit General übersetzbar.

Siehe auch

Literatur

  • Steve Van Beek: The Chao Phya, River in Transition. Oxford Universiry Press, Kuala Lumpur 1995, ISBN 967-65-3069-7
  • William Warren, R. Ian Lloyd: Bangkok's Waterways. Asia Books, Bangkok 1989, ISBN 981-00-1011-7.

Einzelnachweise

  1. Karte des „Menam von Siam bis zum Meer“, aus dem Buch A new historical relation of the kingdom of Siam von Simon de La Loubere (1680); Online-Darstellung bei „Southeast Asia Visions“
  2. Steve Van Beek: The Chao Phya, S. 11
  3. Steve Van Beek: The Chao Phya, S. 39

Weblinks


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См. также в других словарях:

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