Little Women (1978)


Little Women (1978)
Filmdaten
Originaltitel Little Women
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 200 Minuten
Stab
Regie David Lowell Rich
Drehbuch Suzanne Clauser, nach dem Roman Little Women von Louisa May Alcott
Produktion David Victor
Musik Elmer Bernstein
Kamera Joseph F. Biroc
Schnitt Jim Benson,
Donald Douglas
Besetzung

Little Women ist ein zweiteiliger US-amerikanischer Fernsehfilm der NBC aus dem Jahr 1978. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von Louisa May Alcott.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In Concord, Massachusetts, leben während des amerikanischen Bürgerkriegs in den 1860er Jahren die vier Schwestern Jo, Meg, Beth und Amy March zusammen mit ihrer Mutter Marmee, während Vater Jonathan March als Militärarzt in der Union Army dient. Die vier Mädchen könnten kaum unterschiedlicher sein. Die älteste, Meg, kümmert sich fürsorglich um ihre jüngeren Schwestern und verdient sich als Erzieherin einen kleinen Nebenverdienst. Jo dagegen ist burschikos und rebellisch mit dem Wunsch, eines Tages eine große Schriftstellerin zu werden. Beth ist zurückhaltend und kränklich, während die jüngste namens Amy sich gern in den Mittelpunkt drängt und sich romantischen Illusionen hingibt.

Jo wird eines Tages gegen ihren Willen Gesellschafterin ihrer wohlhabenden Tante Kathryn March. Diese schenkt ihren Nichten zu Weihnachten je einen Dollar, die die Mädchen für Geschenke für Mutter Marmee ausgeben und ihr Festtagsessen selbstlos einer verarmten Familie spenden. Als die vier Schwestern eines von Jos geschriebenen Bühnenstücken vor anderen Kindern vorführen, lernt Jo den reichen Enkel ihres mürrischen Nachbarn Mr. Lawrence kennen. Dieser heißt Laurie und beide werden schnell zu engen Freunden, während sich Meg in Lauries Privatlehrer John Brooke verliebt.

Im Laufe der darauffolgenden Monate macht John Meg den Hof, Jo gelingt es, ihre erste Geschichte in der Zeitung zu veröffentlichen und Beth darf ihrer einzigen Leidenschaft, dem Klavierspielen, auf Mr. Lawrences Piano nachgehen. Als Marmee die Nachricht erhält, dass ihr Mann an der Front verletzt wurde, eilt sie zu ihm ins Krankenhaus von Washington D.C. Während ihrer Abwesenheit steckt sich Beth mit dem Scharlach bei ihren armen Nachbarn an. Doch sie scheint sich von der Erkrankung zu erholen, als ihre Mutter nach Hause zurückkehrt, um an der Seite ihrer Tochter zu sein.

Als Meg und John schließlich heiraten, fühlt sich Laurie ermutigt, Jo seine Liebe zu gestehen. Diese weist ihn jedoch zurück, sodass er sich enttäuscht und verbittert von ihr abwendet. Daraufhin zieht Jo nach New York, wo sie den deutschen Sprachprofessor Friedrich Baehr kennenlernt. Durch seine Hilfe und Hinweise verbessert sich Jos Schreibkunst enorm.

Als Beth, die sich vom Scharlachfieber nie vollständig erholt hat, im Sterben liegt, kehrt Jo nach Hause zurück. Nachdem Beth schließlich stirbt, erfährt Jo, dass Tante Kathryn Amy statt ihrer mit nach Europa nahm und diese sich in der Zwischenzeit in Laurie verliebt hat. Jo gibt Amy und Laurie bei deren Hochzeit ihren Segen und nimmt den Heiratsantrag von Professor Baehr an.

Hintergrund

Little Women basiert auf dem berühmten gleichnamigen Roman (1868/69) von Louisa May Alcott, die darin zum Teil ihre eigenen Erfahrungen während des amerikanischen Bürgerkriegs verarbeitete und damit ihren ersten großen Erfolg als Schriftstellerin feierte. Die Geschichte der vier Schwestern Jo, Meg, Beth und Amy wurde mehrfach verfilmt. Diese zweiteilige NBC-Version für das amerikanische Fernsehen wurde von den Zuschauern sehr positiv aufgenommen, sodass der Sender 1979 versuchte, daraus eine Serie zu gestalten. Einige Darsteller der ursprünglichen Besetzung, darunter Dorothy McGuire, William Schallert, Robert Young und Ann Dusenberry, spielten erneut ihre Rollen, doch die Hauptrolle der Jo March wurde neu besetzt. Es sollten lediglich vier Episoden folgen.

Auszeichnungen

Kritiken

„Diese schöne Produktion hat Kostüme der legendären Edith Head, Musik von Elmer Bernstein und ein Auge für authentische Details des Bürgerkriegs […] und ist dennoch vom Stil der 70er Jahre geprägt […]. William Shatner spielt Jos akademischen Verehrer mit dem schlechtesten deutschen Akzent, den das Fernsehen je erlebt hat […]. Aber [es] lenkt nicht von Alcotts herrlicher Geschichte ab oder der inneren Stärke und Anziehungskraft ihrer Charaktere.“

Flick Filosopher[1]

„[Der Film] wurde mit einem soliden Maß an Qualität und Klasse inszeniert und ist stets bestrebt, dem Geist des Romans treu zu bleiben. […] Die Schauspieler sind allesamt kompetent, wenn nicht sogar wundervoll. […] Meredith Baxter Birney und Eve Plumb sind beide perfekt in ihren Rollen […]. Dorothy McGuire ist ziemlich gut in der Rolle der Marmee und Greer Garson ist sogar noch besser als flotte Tante Kathryn. Robert Young liefert eine bewegende Vorstellung als mürrischer, aber dennoch netter James Lawrence. […] Shatner hingegen übertreibt und spricht einen grotesk schlechten deutschen Akzent.“

Dvd Verdict[2]

„Susan Dey ist entsprechend temperamentvoll als Jo, doch es ist Greer Garson als herrische Tante March, die allen die Show stiehlt.“

TV Guide[3]

Literatur

Weitere Verfilmungen des Romans

Einzelnachweise

  1. "This beautiful production features costumes by the legendary Edith Head, music by Elmer Bernstein, and a dedication to authentic Civil War-period detail […] but it can’t help but feel a little 70s-riffic […]. William Shatner takes a turn as Jo’s professor beau, complete with the worst German accent TV has ever seen […]. But [it] can’t detract from the loveliness of Alcott’s tale, and the inner strength and inescapable appeal of her characters.", flickfilosopher.com
  2. "It is acted, directed, and produced with some measure of general quality and class, and is always cautious to stay faithful to the spirit of the original novel. […] The acting is all quite competent, if not wonderful. […] Meredith Baxter Birney and Eve Plumb are both perfectly fine in their roles […]. Dorothy McGuire is quite good in the role of Marmee, and Greer Garson is even better as the saucy Aunt Kathryn. Robert Young turns in a touching performance as the crusty but kind James Lawrence. […] Shatner is not only in over-the-top ham mode, he also sports a ridiculously awful German accent.", dvdverdict.com
  3. "Susan Dey is adequately feisty as Jo, but it's Greer Garson, as bossy Aunt March, who steals the show.", Michael Troyan: A Rose for Mrs. Miniver. The Life of Greer Garson. The University Press of Kentucky, 1999, S. 335

Weblinks


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