Offenes Kulturhaus Oberösterreich


Offenes Kulturhaus Oberösterreich
Frontansicht OK

Das Offene Kulturhaus Oberösterreich (OK) ist eine Kunsteinrichtung des Landes Oberösterreich in Linz, welche als Ausstellungs- und Produktionshaus für zeitgenössische Kunst dient. Der Schwerpunkt liegt auf installativen und medialen künstlerischen Arbeiten von meist jüngeren international agierenden Künstlern.[1] Es verfügt über 1800m² Ausstellungs- und Produktionsfläche und zeigt im Jahr sechs bis acht Einzel- und Gruppenausstellungen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das OK befindet sich im Zentrum von Linz am OK-Platz, neben dem Ursulinenhof und dem Einkaufszentrum Passage. Im selben Gebäude befindet sich auch das Programmkino Moviemento sowie die Gastronomiebetriebe Gelbes Krokodil und Solaris. [2]

Geschichte

Ende der 1980er Jahre wurde das OK gegründet und ist seither im Gebäude der ehemaligen Ursulinenschule untergebracht. Um das OK als Ausstellungs- und Produktionshaus nutzen zu können, wurde das Gebäude von 1994 bis 1998 renoviert und im April 1998 wiedereröffnet. Die Leitung hat seit 1992 Martin Sturm.[3]

Höhen Rausch Parkour am Dach des OK

Architektur

Während der Umbauphase von 1994 bis 1998 wurde das OK-Gebäude in Etappen renoviert und seiner aktuellen Nutzung als Ausstellungs- und Produktionshaus angepasst. Der ursprüngliche Bau, eine Schule der Ursulinen, stammt aus den 30er Jahren und wurde zumindest außen in seiner ursprünglichen Form belassen.[4] Lediglich der ehemalige Eingang wurde von der Schmalseite auf die Längsseite zentral versetzt und die Fassade von Sabine Bitter und Helmut Weber anthrazit eingefärbt.[5] Innen wurden im Zuge der Umbauarbeiten ein großzügiger Foyerbereich, ein Kommunikationszentrum, Ausstellungs- und Produktionsräume, artist-in-residence Appartements sowie Medien- und Materialwerkstätten geschaffen.[6] Die Küstlerwohnungen mit Präsentationsräumen sind im Erdgeschoss untergebracht. Organisation, Werkstätten und kleinere Präsentationsräume befinden sich im ersten Stock. Im zweiten Obergeschoss befindet sich der Hauptausstellungsraum mit 212 m² Nutzfläche und beidseitigen Fensterfronten. Am Dach wurde dem Altbestand ein Neubau aus Glas, Stahl und Beton aufgesetzt - das Mediendeck.[7] Dieses wird mit einer maximalen Nutzfläche von 300 m² vor allem als Veranstaltungs- und Partylocation genutzt.[8]

Das Konzept für die Umgestaltung stammt von Peter Riepl vom Architektenbüro Riepl/Riepl und wurde 1998 mit dem Österreichischen Bauherrenpreis ausgezeichnet.[9]

Programm

Während der Ausstellung Cyberarts im September wurden die aktuellen Preisträger des Prix Ars Electronica ausgestellt. Die Aktion Höhenrausch, die anlässlich der Kulturhauptstadt Linz09 erstmals durchgeführt wurde, führte auch 2011 wieder als Erlebnisweg über die Dächer des OK und angrenzender Gebäude. Die Aussicht auf die Stadt von oben wird durch Kunstinstallationen vor Ort ergänzt. Unter den Künstlern 2011 waren Yoko Ono, Pipilotti Rist und Eva Schlegel. Beim Höhenrausch 2 im Jahr 2011 wurden über 200.000 Besucher gezählt.[10]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. cusoon.at: OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich, abgerufen am 17. Oktober 2011
  2. linzwiki.at: Offenes Kulturhaus, abgerufen am 17. Oktober 2011
  3. ok-centrum.at: OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich, abgerufen am 17. Oktober 2011
  4. ok-centrum.at: Architektur, abgerufen am 10. November 2011
  5. nextroom.at: Offenes Kulturhaus Linz - O.K. - Um- und Ausbau, abgerufen am 10. November 2011
  6. ok-centrum.at: Architektur, abgerufen am 10. November 2011
  7. nextroom.at: Offenes Kulturhaus Linz - O.K. - Um- und Ausbau, abgerufen am 10. November 2011
  8. ok-centrum.at: Der ideale Rahmen für Ihre Veranstaltung, abgerufen am 10. November 2011
  9. ok-centrum.at: Architektur, abgerufen am 10. November 2011
  10. liferadio.at: 200.000 Besucher beim Höhenrausch, abgerufen am 11. November 2011
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