Philip Davis (Mathematiker)


Philip Davis (Mathematiker)

Philip J. Davis (* 2. Januar 1923 in Lawrence (Massachusetts)) ist ein US-amerikanischer angewandter Mathematiker und Schriftsteller.

Davis promovierte 1950 bei Ralph Boas an der Harvard University und war dann am National Bureau of Standards, wo er Leiter der Abteilung für Numerischen Mathematik wurde und an der Herausgabe des „Handbooks of Mathematical Functions“ von Milton Abramowitz und Irene Stegun arbeitete. Er ist seit 1963 an der Brown University, wo er heute Professor Emeritus ist.

Bekannt wurde er für seine mathematische Essay Sammlung „The mathematical experience“ von 1981 mit Reuben Hersh, das auch auf philosophische und historische Themen um die Mathematik eingeht (gefolgt von einem ähnlichen Buch „Descartes Dream“) und 1983 den National Book Award gewann. Sein Buch „Methods of numerical integration“ mit Philip Rabinowitz war lange ein Standardwerk über numerische Integration.

1963 erhielt er den Chauvenet-Preis. Er war regelmäßiger Kolumnist der SIAM-News. 1956 war er Guggenheim Fellow. 1987 erhielt er den George Polya Preis, 1990 den Hedrick Award und 1982 den Lester Randolph Ford Award[1]. 1997 wurde er Ehrendoktor der Universität Roskilde.

Schriften

  • mit Rabinowitz: Methods of numerical integration, Blaisdell 1967, Academic Press 1975, 1984
  • Interpolation and approximation, Blaisdell 1963, Dover 1975
  • The Schwarz Function and Circulant Matrices, MAA 1974, 1979
  • The education of a mathematician 2000 (Autobiographie)
  • Mathematical Encounters of the second kind, Birkhäuser 1996
  • mit Hersh: The mathematical experience, Houghton Mifflin und Birkhäuser 1981, Birkhäuser 1995 (Einführung Gian-Carlo Rota)
  • mit Hersh: Descartes Dream – the world according to mathematics, Harcourt, Brace, Jovanovich 1986, Houghton Mifflin 1987
  • mit David Park: No way- the nature of the impossible, Freeman 1987
  • Spirals:From Theodorus to Chaos, A.K.Peters 1993 (entstand aus den Hendrick Lectures der MAA)
  • Mathematics of matrices, Blaisdell 1965, Krieger 1984
  • Circulant Matrices, Wiley 1979, 2.Auflage Chelsea 1994
  • The lore of large numbers, Random House 1961

Fiktion:

  • The Thread: a mathematical yarn, Harcourt, Brace, Jovanovich 1983, 1989
  • Thomas Gray: Philosopher Cat, Boston, Harcourt, Brace, Jovanovich 1988, dt. Pembrokes Katze
  • Thomas Gray in Copenhagen - in which the philosopher cat meets the ghost of Hans Christian Andersen, New York, Copernicus 1995, dt. Magnifikatz

Weblinks

Verweise

  1. für Davis Are there coincidences in mathematics ?, American Mathematical Monthly, Bd. 88, 1981, S.311-320

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Philip Davis — ist der Name folgender Personen: Philip Davis (Mathematiker) (* 1923), US amerikanischer Mathematiker Philip Davis (Schauspieler) (* 1953), englischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Komponist Diese Seite ist eine …   Deutsch Wikipedia

  • Davis — ist ein häufiger Familienname. Er steht zum König David im Alten Testament, im allgemeinen mit einer patronymischen s Bildung zu dem häufigen Vornamen David, als Verkürzung aus Davids. Davis ist auch der Name einer Universitätsstadt in… …   Deutsch Wikipedia

  • Reuben Hersh — (* 9. Dezember 1927 in der Bronx) ist ein US amerikanischer Mathematiker. Hersh studierte englische Literatur an der Harvard University (Bachelor Abschluss 1946). Danach arbeitete er als Autor für Scientific American (1948–1952) und den Rest der… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Hal — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Ralph Boas — Ralph P. Boas junior (* 8. August 1912 in Walla Walla, Washington; † 25. Juli 1992 in Seattle) war ein US amerikanischer Mathematiker, der sich mit Topologie und Analysis beschäftigte. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Werk 2 Anekdoten …   Deutsch Wikipedia

  • Mathematische Strenge — Aristoteles, Begründer der Logik Unter mathematischer Strenge (in etwas anderem Zusammenhang oft auch mathematischer Präzision) wird eine klare logische Vorgehensweise innerhalb der Mathematik verstanden. Sie umfasst zum einen die axiomatische… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Persönlichkeiten aus London — London ist der Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Diese Liste zählt Personen auf, die im Großraum London geboren wurden. Es werden alle Gebiete berücksichtigt, die seit 1965 zum Verwaltungsgebiet Greater London gehören. Dazu… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste berühmter Hundertjähriger — Diese Liste enthält Persönlichkeiten, die ihr hundertstes Lebensjahr vollenden konnten. Noch lebende hundertjährige Persönlichkeiten Personen, die ein Lebensalter von 105 Jahren erreicht haben, sind kursiv dargestellt. A–G Hilja Aaltonen (* 27.… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste Londoner Persönlichkeiten — London ist der Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Diese Liste zählt Personen auf, die im Großraum London geboren wurden. Es werden alle Gebiete berücksichtigt, die seit 1965 zum Verwaltungsgebiet Greater London gehören. Dazu… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der MacArthur Fellows — Die MacArthur Fellowship ist eine von der John D. und Catherine T. MacArthur Foundation vergebene Auszeichnung, verbunden mit einem fünfjährigen Stipendium. Inhaltsverzeichnis 1 Liste der MacArthur Fellows 1.1 1981 1.2 1982 1.3 …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.