Pour le Mérite (Film)


Pour le Mérite (Film)
Filmdaten
Originaltitel Pour le Mérite
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1938
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK Vorbehaltsfilm
Stab
Regie Karl Ritter
Drehbuch Fred Hildenbrandt
Karl Ritter
Musik Herbert Windt
Kamera Günther Anders
Heinz Jaworsky (Luftaufnahmen)
Schnitt Gottfried Ritter
Besetzung

Pour le Mérite ist ein nationalsozialistischer Propagandafilm von Karl Ritter aus dem Jahre 1938. Er propagiert die Dolchstoßlegende, die die militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg auf einen angeblichen Verrat in der Heimat abschiebt.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film ist episodenartig aufgebaut und stellt die Fliegeroffiziere Fabian, Prank, Moebius und Gerdes teils zusammen, teils abwechselnd, in den Mittelpunkt der Handlung.

In Süddeutschland

Der knapp neunzehnjährige Leutnant Fabian feiert mit seiner Verlobten überschwenglich in einem Gartenlokal in Süddeutschland. Am Abend erreicht ihn die Meldung, dass er mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet worden ist. Daraufhin will Fabian mit seiner Verlobten an den Eibsee fahren, wird aber am nächsten Morgen vorzeitig an die Front zurückbeordert.

Jagdgeschwader 12

An der Westfront werden Fabian und die anderen Offiziere des Jagdgeschwaders 12 in diverse Luftkämpfe verwickelt. Sie erringen zahlreiche Luftsiege, verlieren aber auch einige Geschwaderangehörige in den verlustreichen Gefechten. Eines Tages kehrt Hauptmann Prank mit der Nachricht aus der Etappe zurück, dass in Deutschland eine Revolution ausgebrochen ist. Das Geschwader will seine Maschinen nicht ausliefern und gerät zwischen Darmstadt und Mannheim in Auseinandersetzungen mit dem dortigen Arbeiter- und Soldatenrat. Schließlich werden die Flugzeuge verbrannt, nur Moebius scheint plötzlich verschwunden zu sein.

Nachkriegszeit

Nach dem Kriegsende müssen sich die ehemaligen Offiziere in Zivilberufe einfinden, was ihnen mehr schlecht als recht gelingt. Insbesondere Prank steht schließlich vor dem völligen Nichts. Der plötzlich wieder auftauchende Moebius nimmt Prank und seine Frau auf sein Gut, wo Moebius auch sein heimlich gerettetes Flugzeug aus Kriegszeiten versteckt. Um das Flugzeug kommt es zu einem Kampf mit einer kommunistischen Gruppe, wobei die Maschine zerstört wird und Isabel Prank stirbt. Prank kommt ins Gefängnis, wo ein Befreiungsversuch seiner Ex-Kameraden scheitert. Nach Verbüßung seiner Strafe geht der verbitterte Prank ins Ausland.

NS-Zeit

Nach 1933 baut das NS-Regime in Deutschland eine neue Luftwaffe auf. Die ehemaligen Offiziere werden reaktiviert und in die Luftwaffe eingegliedert. Gerdes, Moebius und Fabian holen schließlich auch Prank nach Deutschland zurück, wo letzterer als Oberst ein neues Jagdgeschwader anvertraut bekommt.

Produktion und Rezeption

Der Film wurde von der UFA produziert und verliehen. Die deutsche Erstaufführung fand am 22. Dezember 1938 statt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellte das Oberkommando der alliierten Siegermächte die Aufführung unter Verbot. Heute liegen die Auswertungsrechte bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die die Vorführung dieses Vorbehaltsfilms nur im Rahmen spezieller Bildungsveranstaltungen ermöglicht.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  • Illustrierter Film-Kurier – Nr. 2896, Programmheft zu Pour le Mérite, hrsg. von den Vereinigten Verlagsgesellschaften Franke & Co., Berlin

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