Reformierte Kirche Santa Maria Val Müstair


Reformierte Kirche Santa Maria Val Müstair
Aussenansicht
Innenansicht

Die Reformierte Kirche in Santa Maria Val Müstair ist ein evangelisch-reformiertes Gotteshaus unter dem Denkmalschutz des Kantons Graubünden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Ausstattung

Gesichertes ist erst vom Neubau von Andreas Bühler in vorreformatorischer Zeit 1492 bekannt, der eine romanische Vorgängerkirche ablöste, deren Bausubstanz aber teilweise bewahrte. Eine Besonderheit war, dass nach der Annahme der Reformation durch eine Mehrheit des Dorfes die Kirche simultan von beiden Konfessionen bis 1838 genutzt wurde, als das Gebäude ganz auf die Reformierten übertragen wurde.

Der Kirchturm mit pyramidenförmigen Helm schliesst sich im Süden an die Fassade an. Das monumentale Christophorusgemälde an der nordöstlichen Aussenwand wurde 1513 von einem Südtiroler Meister angebracht. Vom gleichen Künstler stammt das Bild «Christus am Ölberg» an der Westfront.[1]

Im Gebäudeinneren zeigt der Chor ein Sterngewölbe und Gemälde eines deutschen Meisters von 1492 von sieben Aposteln, die sich bis in das Kirchenschiff hinein erstrecken. Der Abendmahlstisch datiert auf 1643 am Ende der Bündner Wirren, die Kanzel auf 1649, die Empore auf 1653. Die Orgel ist jüngeren Datums und wurde 1865/67 eingebaut; eine Restaurierung neugotischer Teile des Gehäuses erfolgte 1981.

In der Vorhalle und auf dem Friedhof befinden sich zahlreiche Epitaphe.

Kirchliche Organisation

Santa Maria bildet mit Valchava und der Diaspora in Müstair eine Kirchgemeinde. Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden führt Santa Maria innerhalb des Kolloquiums VIII Engiadina Bassa - Val Müstair.

Persönlichkeiten

Erster reformierter Prädikant an der Kirche war Jakob Muntatsch. Mit Hans-Peter Schreich, der die Pfarrstelle 1975 antrat, amtet an der Kirche der zur Zeit (Stand: 2010) dienstälteste evangelische Pfarrer Graubündens.

Galerie

Weblinks

 Commons: Reformierte Kirche Santa Maria Val Müstair – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kunstführer durch Graubünden, Chur 2008, S. 298
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