Sam Taylor (Jazzmusiker)


Sam Taylor (Jazzmusiker)

Sam „The Man“ Taylor (* 12. Juli 1916 in Lexington (Tennessee) als Samuel L. Taylor; † 1990) war ein US-amerikanischer Jazz- und Rhythm-and-Blues-Saxophonist (Tenor, Bariton) und Klarinettist.

Taylor kam aus einer musikalischen Familie und studierte an der Alabama State University, wo er im College Orchester spielte. Danach war er in der Band seines Bruders Paul in Gary (Indiana). 1937/38 spielte er bei Scatman Crothers (1910-1986), der später als Schauspieler bekannter war, und 1939 bis 1941 im Sunset Royal Orchestra. 1941 bis 1943 und 1945/46 war er in der Band von Cootie Williams, unterbrochen von einem Jahr 1944/45 bei Lucky Millinder. 1946 bis 1952 war er bei Cab Calloway, mit dem er 1951 eine Südamerika-Tournee unternehm und 1952 in der Karibik war. Danach wandte er sich mehr dem Rhythm and Blues zu. 1952 hatte er einen Erfolg mit dem Birmingham Boogie, aufgenommen mit seinen Blues Chasers (ein Quintett mit Taft Jordan Trompete, Milt Hinton Bass, Panama Francis Schlagzeug, Bert Keyes Piano).

Er leitete auch 1955/56 eine eigene Combo und war mit dieser oder solo ein gefragter Sideman bei Plattenaufnahmen. Auf der ursprünglichen Aufnahme von „Shake, Rattle and Roll“ von Big Joe Turner spielte er das Saxophon. Er spielte viele Rhythm and Blues Platten als Leader ein und nahm außerdem unter anderem mit Louis Jordan (1956), Ray Charles (1953), Ella Fitzgerald (1953), Buddy Johnson, Sy Oliver, Quincy Jones, Lawrence Brown auf. Taylor leitete in den 1950ern als Nachfolger von Count Basie die Studioband für die Camel Rock´n Roll Dance Party des Discjockeys Alan Freed bei CBS. In den 1960er Jahren leitete er eigene Bands, mit denen er auch aufnahm. 1963 war er auf Japan-Tournee, unter anderem mit Dud Bascomb.

Seine Swing-orientierte Platte Jazz for Commuters[1] von 1958 ist als CD neu herausgekommen. Er spielt dort mit Charlie Shavers, Frank Rehak, Thad Jones, Georgie Auld, Budd Johnson, Hank Jones, Billy Bauer und seiner alten Rhythm-Section Milt Hinton und Panama Francis.

Literatur

  • Barry Kernfeld (Herausgeber) The New Grove Dictionary of Jazz, 1996

Weblinks

Verweise

  1. übersetzt „Jazz für Pendler“

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