Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg


Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg
Sitz der Schutzgemeinschaft: Schillerplatz 9

Die Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg e. V. ist ein Verein, der sich dafür einsetzt das Stadtbild der Altstadt von Bamberg in seiner Gesamtheit und Wesensart zu erhalten, sowie die Erhaltung, Instandsetzung oder den Wiederaufbau von Bau- und Kulturdenkmalen Bambergs zu fördern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Verein wurde am 27. September 1968 aus Protest gegen den Abbruch des Stadtbild prägenden Hauses "Zum Marienbild" am Kaulbergfuß zu Gunsten einer Straßenverbreiterung gegründet[1]. Zum ersten Vorsitzenden wurde Dr. Victor Harth gewählt, der die Gemeinschaft bis 1986 führen und prägen sollte. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg und Gudila Freifrau von Pölnitz, die der Vereinigung Räumlichkeiten in ihrem Anwesen Böttingerhaus zur Verfügung stellte. 1984 wurde mit dem Erwerb des Hauses "Schillerplatz 9" ein eigenes Domizil denkmalgerecht hergerichtet und bezogen.

Aktivitäten

Allgemeines

Als Träger öffentlicher Belange gibt die Schutzgemeinschaft Stellungnahmen zu Bauleitplanungen im Stadtensemble Bamberg ab und nimmt an den öffentlichen Sitzungen und Begehungen des Stadtrats und des Bausenats teil[2]. Zu den Themen der letzten Jahre gehörten etwa die Pläne zur Neubebauung des Mühlenviertels oder der drohende (und teilweise erfolgte) Abriss der Schleusenwärterhäuschen der ehemaligen Spinnerei Erba auf dem Gelände der Landesgartenschau Bamberg 2012.

Es besteht zudem ein reger Austausch mit anderen Vereinen, etwa dem Bürgerverein Bamberg-Mitte, dem Historischen Verein und den Freunden des Weltkulturerbes.

Der Verein organisiert eigene Veranstaltungen und Referate zum Thema Stadtentwicklung und Denkmalschutz. Er steht zudem Betroffenen mit Rat zur Seite. Wesentlich sind auch die mehrmals im Jahr stattfindenden "Spaziergänge" und Besichtigungen von gefährdeten oder geretteten Denkmalen im Stadtgebiet Bambergs.

Bisweilen setzt sich der Verein auch aktiv für die Rettung bedrohter Denkmale ein, wie etwa für die Restaurierung der durch Vandalismus beschädigten Sphinxfiguren am Musikpavillon im Bamberger Hain[3] oder für den Erhalt eines Pavillons im Garten von Kloster Michelsberg. Rund um diesen Pavillon findet auch in jedem zweiten Jahr das von der Schutzgemeinschaft organisierte "Kornelkirschenfest" statt.

Ingo-Fessmann-Preis

Jährlich wird der Ingo-Fessmann-Preis für den vorbildlichen Erhalt erhaltenswerter baulicher Details in Bambergs Stadtbild verliehen. Zuletzt 2009 für den restaurierten Aushänger der ehemaligen Brauerei "Zum Pfau" in der Oberen Königstraße.

Quellen

  1. Chronologie auf der Vereinshomepage
  2. Aktivitätenliste auf der Vereinshomepage
  3. Jahresbericht 2006

Siehe auch

Weblinks


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