Christian Boros


Christian Boros
Hochbunker in Berlin mit dem Privatmuseum für Gegenwartskunst von Christian Boros. Auf dem Dach ein Penthouse im Stile des Barcelona-Pavillons.

Christian Boros (* 1964 in Zabrze (deutsch: Hindenburg in Oberschlesien), Polen) ist Medienunternehmer und Kunstsammler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Boros studierte von 1984 bis 1990 Kommunikationsdesign bei Bazon Brock in Wuppertal. 1990 gründete er die Boros Agentur für Kommunikation. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er 1994 mit seiner Anzeigenkampagne für den Musiksender VIVA. Die Agentur Boros betreut die Kommunikationsauftritte für mehrere wichtige Museen, das Berliner Gallery Weekend und das Art-Magazin aus dem Gruner + Jahr Verlag. Boros ist verheiratet und hat einen Sohn.

Kunst

Bereits mit 18 Jahren begann Boros, Kunst zu sammeln. 1990 entdeckte er in London den Fotografen Wolfgang Tillmans und erwarb von ihm 40 Arbeiten. Neben Werken von Tillmans sammelte er die Young British Artists Damien Hirst, Tracey Emin, Sarah Lucas sowie deutsche Künstler wie Michel Majerus, Thomas Scheibitz, Anselm Reyle, die Amerikanerin Elizabeth Peyton und den Dänen Olafur Eliasson. Die Sammlung Boros umfasst 700 Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Um seine ständig wachsende Sammlung unterzubringen, kaufte Boros in Berlin-Mitte im Jahr 2003 den Hochbunker (1942 durch Karl Bonatz ausgeführt) an der Reinhardstraße.[1][2] Seit dem 7. Juni 2008 ist die Sammlung[3] für jedermann nach Voranmeldung zugänglich. Bis 2010 haben 100.000 Interessierte die Sammlung besucht; es werden ausschließlich Führungen angeboten.

Sonstiges Engagement

Christian Boros ist Kuratoriumsmitglied der Nationalgalerie in Berlin und der Zeppelin University in Friedrichshafen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gabi Czöppan: „Täglicher Lustmarsch“. In: Focus. 9. Juni 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  2. Helga Meister: Christian Boros: Wuppertaler baut Kunstbunker. In: Westdt. Ztg. 21. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  3. Bericht über die Sammlung Boros im Hochbunker Berlin in den Musenblättern vom 27. April 2010

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