Südarmee (Deutsches Kaiserreich)


Südarmee (Deutsches Kaiserreich)

Als Südarmee/ Armeeoberkommando Süd (AOK Süd) wurden ein Großverband und die dazugehörigen Kommandobehörde des Deutschen Heeres während des Ersten Weltkrieges bezeichnet. Sie umfasste jeweils mehrere Armee- oder Reserve-Korps sowie zahlreiche Spezialtruppen.

Linsingen am Scherenfernrohr
Oberbefehlshaber[1]
Chef des Stabes[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Um die österreichisch-ungarischen Streitkräfte an der Ostfront zu unterstützen, wurden Anfang 1915 deutsche Truppen in die ungarischen Karpathen befohlen. Die Führung dieser Truppen oblag dem Generalkommando des II. Armeekorps, das zu diesem Zweck am 11. Januar 1915 in ein reguläres Armeeoberkommando mit der Bezeichnung „Süd“ umgewandelt wurde. Die unterstellten Truppen wurden damit als Südarmee zusammengefasst. Am 8. Juli 1915 erfolgte eine Umorganisation. Das Armeeoberkommando Süd trat unter den Befehl der benachbarten Bugarmee, während die bisherigen Truppen, Aufgaben und Bezeichnungen vom Generalkommando des bayerischen II. Reservekorps übernommen wurden. Als sich das Ende des Krieges gegen Russland abzeichnete, wurde die Armee am 25. Januar 1918 als Großverband aufgelöst.[2]

Die Hauptquartiere der Südarmee befanden sich in Munkacz (ab 11. Januar 1915), Stryj (ab 5. Juni 1915), Brzezany (ab 4. September 1915), Chodorow (ab 15. November 1916) und Czortkow (ab 4. August 1917).[2]

Verweise

Hauptartikel: Armee (Deutsches Kaiserreich)Stellungskampf am ZwininKorps Bothmer

Weblinks

Literatur

  • Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Militärverlag Karl Siegismund, Berlin 1937 (Geschichte der Königlich Preußischen Armee und des Deutschen Reichsheeres 5).

Einzelnachweise

  1. a b Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S.399
  2. a b Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S.80

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