Tatort: Schwelbrand

Tatort: Schwelbrand
Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Schwelbrand
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Bremedia
Länge 89 Minuten
Einordnung Folge 653
Erstausstrahlung 21. Januar 2007 auf Das Erste
Stab
Regie Thorsten Näter
Drehbuch Thorsten Näter
Kamera Joachim Hasse
Besetzung
Episodenliste

Schwelbrand ist eine Folge der Krimireihe Tatort, die am 21. Januar 2007 erstmals ausgestrahlt wurde. Die Folge fiel durch den Auftritt zahlreicher Musiker und Gruppen auf. So spielten neben der Sängerin Jeanette Biedermann in der Hauptrolle als Gäste Revolverheld, MIA., Nevio, Mattafix, Stefan Gwildis, Mike Leon Grosch und Simon Webbe.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Neonazi-Aussteigerin und berühmte Pop-Sängerin Dana soll in Bremen mit ihrer Band bei einem „Live-Konzert gegen Rechts“ auftreten. Im Vorfeld des Konzerts wird der Plakatkleber Ahmed Aksu lebensgefährlich verletzt. Während der Ermittlungen durch Kommissarin Inga Lürsen und ihrem Kollegen Stedefreund in der Bremer Neonaziszene wird Danas Assistentin getötet. Da das Opfer zu dieser Zeit Danas Mantel trug, könnte es sich auch um eine Verwechslung handeln. Da das Konzert reibungslos über die Bühne gehen soll, ermittelt die Polizei unter Zeitdruck in einem erweiterten Umfeld, bis sich schließlich Dana selbst als Mörderin ihrer Assistentin herausstellt.

Einschaltquoten

Den Tatort Schwelbrand sahen bei der Erstausstrahlung in Deutschland 7,43 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, was einem Marktanteil von 19,4 % entsprach; in der werberelevanten Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren schalteten 2,91 Millionen Zuschauer ein (17,8 %).[1]

Kritiken

Frank Rauscher von teleschau – der mediendienst meint, dass der Tatort als „politisch ambitionierter Film, der die 'rechte Szene' auslotet“ scheitert, aber als „flotter Pop-Krimi“ halbwegs gut funktioniere. „Wenngleich: Würde nicht Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) ab und zu auftauchen und inmitten der Hipsters und Skins sehr angestrengt, seriös und überaus politisch engagiert dreinblicken, man vergäße fast, dass es sich hier um einen 'Tatort' handelt ...“. Dennoch sei der Plot „zwar reichlich überladen, aber bis zum Schluss spannend“. Das Ansinnen „ein fiktionales Zeichen gegen Rechts setzen zu wollen“ gehe natürlich in Ordnung. Aber wenn dies schon thematisiert werden soll, „dann bitteschön mit mehr Konsequenz und Tiefgang als in diesem 'Tatort'“. [2]

Kathrin Buchner sagte in stern.de, dass so viel Musik noch nie in einem Tatort war. „Trotzdem traf der Krimi nicht ganz den richtigen Ton.“ So sei die „ARD-Attraktivitätsattacke auf das junge Publikum mit politisch-korrektem Stoff“ ehrenwert, doch stimme der Takt in der Geschichte nicht. „So können noch so viele Musiker für den „Tatort“ trommeln, er reißt nicht mit“. Aber zumindest sei der Schlussakkord gelungen.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=18427&p3=, abgerufen am 11. Oktober 2010.
  2. Rezension auf monstersandcritics.de vom 19. Juli 2009
  3. Rechte Schläger und Rock'n'Roll Tatort-Kritik auf stern.de vom 23. Januar 2006

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