Tim in Amerika


Tim in Amerika

Tim in Amerika (franz. Originaltitel: Tintin en Amérique) ist ein Comicalbum aus der Reihe Tim und Struppi des belgischen Zeichners Hergé, das zunächst von 1931 bis 1932 als Fortsetzungsgeschichte in der Le Petit Vingtième erschien und 1932 als Album in schwarz-weiß erschien. Die kolorierte Fassung wurde 1946 vollständig neu gefasst und 1973 erneut überarbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Reporter Tim reist mit seinem Hund Struppi nach Amerika und besucht die Stadt Chicago, um von dort zu berichten. Doch die Verbrecher von Al Capone sind schon alarmiert. Tim wird sofort, nachdem er den Zug verlassen hat, mit einem Taxi der Gangster abgepasst und entführt. Mit Geschick kann er sich befreien, wird aber bald darauf erneut entführt, kann sich erneut befreien und schnappt dabei Al Capone. Doch der Polizist, den er um Hilfe bittet, will ihm scheinbar nicht glauben und erklärt ihn für verrückt, und er muss vor der Polizei fliehen. Bald darauf schnappt er einen weiteren Gängster, und er benachrichtigt aus seinem Hotelzimmer die Polizei. Die Polizisten bringen ihn ins vermeintliche Polizeirevier, welches sich aber als Geschäftsbetrieb einer mit Al Capone konkurrierenden Verbrecherorganisation herausstellt. Der Chef dieses Gangster-Syndikates Chicagos will ihn anwerben. Tim soll ihm behilflich sein, Al Capone zur Strecke zu bringen. Tim lehnt ab, und die Verbrecher versuchen ihn umzubringen. Abermals kann Tim entkommen und schafft es diesmal mit Hilfe von Polizisten, die Verbrecher der Organisation dingfest zu machen. Nur der Chef der Bande kann entkommen.

Tim erfährt durch ein Telegramm, dass der Gangsterboss Bobby Smile nach Redskincity geflohen ist, einem Dorf am Rande eines Indianerreservates. Tim folgt der Spur des Verbrechers, der die Indianer gegen Tim aufbringt. Tim wird von den Indianern geschnappt, kann sich jedoch auch aus dieser Situation befreien. Aber die Indianer sind ihm erneut auf der Spur und treiben ihn in ein unterirdisches Tunnelsystem. Die Indianer rollen einen gewaltigen Stein auf den einzigen Ausgang, und Tim ist schon wieder gefangen. Tim nutzt das Pulver aus seinen Pistolenpatronen für eine Sprengung, wodurch er einer Ölquelle Bahn schafft und zugleich vom Ölstrom herausgespült wird. Sofort kommen einige Geschäftsleute auf ihn zugestürzt, um ihm die Quelle abzukaufen. Tim lehnt einen Verkauf ab, gehört die Quelle doch den Indianern. Ein Geschäftsmann drückt zugleich dem Häuptling des Stammes 15 Dollar in die Hand, der Stamm habe eine halbe Stunde zum Packen und Verschwinden. Eine Stunde später werden die Indianer won bewaffneten Soldaten vertrieben. Zwei Stunden später beginnt der Bau einer Stadt. Am nächsten Morgen ist die Großstadt fertiggestellt. Tim verlässt die Stadt, geht zurück in den Wilden Westen und folgt erneut der Spur des Verbrechers.

Irrtümlich wird Tim von von zwei Polizisten verhaftet und kurz darauf von Cowboys entführt, die ihn lynchen wollen. Nachdem mehrere Versuche ihn zu lynchen wegen zu schwacher Seile scheitern, beginnen die Cowboys einen Streit, und Tim schafft es zu entkommen. Tim folgt nun weiter der Spur von Bobby Smile und schafft es ihn zu überwältigen. Er verstaut ihn in eine riesige Kiste und schickt ihn als zerbrechliche Fracht zurück nach Chicago, direkt zur Polizei.

Tim, der ebenfalls zurück nach Chicago gereist ist, wird nun auch in den USA eine Berühmtheit. Geschäftsleute und Lobbyisten versuchen ihn erfolglos zu engagieren. Während Tim mit diesen Gesprächen beschäftigt ist, wird Struppi entführt. Tim soll 50.000 Dollar zahlen. Tim gelingt es schließlich, auch diese Kidnapperbande gefangen zu nehmen und sie der Polizei zu überführen. Aber auch in diesem Fall entkommt der Boss der Organisation, was aber dank Tim nicht lange der so bleibt.

Tim hat es also geschafft zwei der gefährlichen Unterweltbosse Chicagos hinter Gittern zu bringen. Der Chef des Zentralkomitees zur Unterstützung bedürftiger Gängster ist aufgebracht und hetzt seine Mitglieder auf Tim. Tim wird entführt und soll umgebracht werden, überlebt jedoch und überwältigt auch diese Gangster. Nach diesem Abenteuer resümiert ein Radioreporter, dass Tim es geschafft hätte, 355 Mitglieder des Chicagoer Gangster-Syndikats in ihren Hauptquartieren festnehmen zu lassen. Weitere Verhaftungen seien überdies hinaus zu erwarten. Nach einer Konfettiparade und einer Reihe von Empfängen zu Tims Ehren, schifft er sich nach Europa ein.

Hintergrund

Für die englische beziehungsweise die US-amerikanische Übersetzung 1973 wurden einige Textänderungen und Bildänderungen vorgenommen, sodass kein Schwarzer mehr in dieser Übersetzung vorkommt. Die heutige deutsche Farbversion entspricht von den Bildern her dieser englischen Fassung, wobei die besagten Textänderungen[1] nicht vorgenommen wurden.[2]

Al Capone, der einzige Verbrecher der Tim und Struppi-Comics, der wirklich existierte, war schon im Band Tim im Kongo Tims Gegenspieler. Der Band wurde 1987 von Ariola Express als deutsches Hörspiel adaptiert. 1992 wurde zudem auch eine halbstündige Zeichentrickfassung erstellt.[3]

Fußnoten

  1. Im Vergleich zur französischen Fassung
  2. Vgl. Seite 34 und 36 des entsprechenden Bandes
  3. The Internet Movie Database - Tim und Struppi - Tintin in America (1992)

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