Christoph Bergner


Christoph Bergner
Christoph Bergner (2011)

Christoph Bergner (* 24. November 1948 in Zwickau) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1993 bis 1994 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt. Seit 2005 ist er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1967 begann Bergner ein Studium der Agrarwissenschaften, welches er 1971 als Hochschulagraringenieur beendete. 1976 erfolgte seine Promotion zum Dr. agr. Von 1974 bis 1990 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie der Pflanzen der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Christoph Bergner ist evangelisch[1], verheiratet und Vater von drei Kindern.

Partei

Bergner wurde 1971 Mitglied der CDU der DDR. Er engagierte sich 1989 und 1990 im Neuen Forum und war von 1991 bis 1993 Landesvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt. Von 1995 bis 1998 war er Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands.

Abgeordneter

Von 1990 bis 2002 war Bergner Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Hier war er von 1991 bis 1993 sowie von 1994 bis 2001 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Christoph Bergner ist stets über die Landesliste Sachsen-Anhalt in den Bundestag eingezogen. Sein Wahlkreis ist Halle.

Öffentliche Ämter

Nachdem im Dezember 1993 der Ministerpräsident Werner Münch wegen einer Affäre um angeblich zu hohe Ministergehälter zurückgetreten war, wurde Bergner am 15. Dezember 1993 zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt. Bei der Landtagswahl 1994 scheiterte sein Koalitionspartner FDP an der Fünf-Prozent-Hürde und die CDU erreichte mit einem Verlust von 4,6 Prozentpunkten nur noch 34,4 Prozent der Stimmen. Sein Nachfolger im Amt wurde am 21. Juli 1994 der SPD-Kandidat Reinhard Höppner, dessen SPD um 8,0 Prozentpunkte auf 34,0 Prozent zugelegt hatte. Höppner bildete eine von der PDS tolerierte Minderheitsregierung.

Bei der Wahl 1998 war Bergner erneut Spitzenkandidat, jedoch musste die CDU erneut massive Verluste verkraften (-12,4 Prozentpunkte), während die SPD mit 35,9 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion wurde.

Am 23. November 2005 wurde er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen. Seit Februar 2006 ist Bergner Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Am 3. März 2011 erfolgte durch Hans-Peter Friedrich (CSU), neuer Bundesminister des Innern, seine zweite Berufung zum Parlamentarischen Staatssekretär. Zugleich übernahm Bergner die Funktion des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer.

Kabinette

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.bergner.de/files/Mitgliedschaften.pdf

Weblinks


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