Vororte des KSCV


Vororte des KSCV
Kösener Raute mit der Rudelsburg

Der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) wird von Vororten geleitet.

Inhaltsverzeichnis

Leitung des Verbandes

Der KSCV ist der älteste Korporationsverband. Direkte Mitglieder sind nicht die einzelnen Corps, sondern die Senioren-Convente (SC), die Zusammenschlüsse der Corps an ihren jeweiligen Hochschulorten.

Geleitet wird der KSCV seit 1855 vom Vorort, den die SC im jährlichen Wechsel stellen.[1] Die Vorort-Mannschaft besteht aus drei bis fünf Angehörigen der einzelnen Corps. Einzelcorps mit SC-Rechten stellen den Vorort allein oder bitten um Dispens. Primus inter pares ist der so genannte Vorortsprecher, den das älteste oder das jeweils präsidierende SC-Corps stellt. Seit 1855 wechselt der Vorort in der alphabetischen Reihenfolge der Hochschulorte.

„Vororte“ gab es im Mittelalter und in der frühen Neuzeit viele, z. B. in Städtebünden wie der Hanse. Der Begriff bezeichnete treffend das jeweils geschäftsführende Mitglied. Nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm war der Begriff auch in der Studentensprache der zweiten Hälfte vom 18. Jahrhundert gängig. Populär wurde er im staatsrechtlichen Gebrauch der Schweiz für den Kanton, der der Eidgenossenschaft (bis 1848) vorstand.[2]

Der Kösener Vorortsprecher leitet den Kösener Congress. Vorort und Vorsitz beim oKC fallen nicht immer zusammen, z. B. durch den vorzeitigen Wechsel des präsidierenden Corps im SC. Deshalb stellen alle Kösener Listen nicht auf den Vorortsprecher, sondern auf den Vorsitzenden des oKC ab.

Der traditionelle Tagungsort des Congresses ist der Mutige Ritter in Kösen; für Arbeitssitzungen und Festveranstaltungen wird die Rudelsburg genutzt. Von 1954 bis 1992 tagte der Congress in Würzburg, was Max Meyer und Philipp Zeitler zu verdanken war. Meyer war Rektor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und setzte sich seit 1948 bei den Westdeutschen Rektorenkonferenzen für die Korporationen ein. Zeitler half beim Wiederaufbau der zerstörten Stadt und förderte die Kösener Congresse. KSCV und VAC tagten erst in der Festung Marienberg, dann in den Huttensälen.

Fahnenwechsel 2008

In den ersten Jahrzehnten des KSCV wechselte der Vorort beim alljährlichen Kösener Congress in der Woche vor Pfingsten, ab 1874 nach dem Congress und später zum Jahresende. Seit den 1970er Jahren beginnt das Amtsjahr Anfang November mit einem Kommers beim präsidierenden Corps, dem so genannten Vorortübergabekommers. Die Fahne des präsidierenden Vorortcorps auf dem Turm der Rudelsburg wird im August gewechselt.

„Die Kösener Kongresse, denen ich persönlich beigewohnt habe – es sind deren elf, die sich auf 25 Jahre verteilen – boten mir stets das Bild musterhaften Taktes, parlamentarischer Ordnung und Sachlichkeit. Vielrederei, vernehmbare Zeichen von Beifall oder Mißfallen, Zwischenrufe und dergleichen sind gänzlich ausgeschlossen. Die naheliegende Parallele mit Beispielen aus dem öffentlichen Leben unterlasse ich zu ziehen: die Leser verstehen mich und werden mir recht geben.“

Wilhelm Fabricius, 1907, S. 79

Siehe auch:

Liste der Vororte mit den Vorsitzenden der Congresse

Jahr SC Präsidierendes Corps Vorsitzender des oKC Chronik
10. Juni 1848 Heidelberg Vandalia Friedrich von Klinggräff
Fr. v. Klinggräff.JPG
SC-Deputierten-Versammlung auf der Rudelsburg[3]
15. Juli 1848 Heidelberg Vandalia v. Klinggräff
v. Sileon Guestphaliae[4]
Universität Jena 1848.JPG
Gründung des KSCV in Jena[5]
1849 Halle Marchia III Rudolf Wendt (EM) Kösen[6]
1850 Jena Thuringia Friedrich Weller (EM)[7]
sp. Saxonia Leipzig (1849)
SC zu Breslau
1851 Berlin Kösener Flaute[8]
1852 Heidelberg Meldungen zw. 9 SC
1853 Meldungen zw. 7 SC
1854 Meldungen zw. 6 SC Göttingen fordert „neuen Congress in Kösen"
1855 Göttingen Brunsviga Alexander Conze (EM)[9]
Alexander Conze.jpg
Neukonstitution
SC zu Gießen, Göttingen, Halle, Heidelberg, Jena, Leipzig und Marburg
Alphabetische Vorortreihenfolge
1856 Greifswald Guestfalia Peter Hanstein (EM)
fr. Hansea Bonn[10]
SC zu Berlin, Bonn, Breslau und Greifswald
Bewährung des Meldewesens
1857 Halle Marchia III Bernhard Hassert SC zu Freiburg und Tübingen
1858 Heidelberg Suevia Theodor Eiserhardt
fr. Pomerania
Erste Kösener Statuten
Erlanger Pfarrerstochter
1859 Jena Thuringia Hermann Rittscher
sp. Brunsviga Göttingen (1858)
WP Franz Eduard Hermann Rittscher.jpg
Würzburg erster bayerischer SC[11]
AC zu Hamburg
1860 Leipzig Saxonia Robert Geyler SC zu München
1861 Leipzig[12] Lusatia Emil Munz (EM) SC zu Erlangen
Herulia Wien[13]
1862 Würzburg Nassovia Karl Schroeder
Karl Schroeder.jpg
Tigurinia Zürich
1863 Berlin Guestphalia Rudolf Windelband I (EM) Congress der bayerischen Lebenscorps in Nürnberg
1864 Bonn Borussia Wilhelm von Heyden-Linden (EM) Silber-Litthuania
Mensurpflicht
Paukbrille
1865 Breslau Borussia Robert Dalen (vorm. Davidson 3)
Corps Borussia Breslau 1864.JPG
SC zu Kiel und Königsberg
1866 Erlangen Onoldia Carl Müller Deutscher Krieg
Kösener Statuten
1867 Freiburg Rhenania Otto Gageur Österreichische Corps abgelehnt[14]
1868 Gießen a) Starkenburgia
b) Teutonia
c) Hassia
a) August Strecker
b) Wilhelm Küchler
fr. Rhenania Heidelberg
c) Wilhelm Flegler
Wilhelm Küchler.jpg
1869 Göttingen Hildeso-Guestphalia Erich Gerstenberg (EM) Göttinger und Gießener Streitschriften[15]
1870 Greifswald Pomerania Fritz Siemens Alamannia Basel
1871 Halle Borussia Friedrich Rukser[16] Rhenania Bern
Beim oKC fehlen 6 SC[17]
1872 Heidelberg Rhenania Carl Götz Die drei Schweizer Corps mit einer Stimme im KSCV
Gefallenendenkmal für 158 Corpsstudenten[18]
1873 Jena Franconia Friedrich Georg Weltz (EM)
sp. Franconia München (1871)
SC zu Straßburg
Erste Kreisbildungen
1874 Königsberg Baltia Franz Fischer Sezessionsstreit in Erlangen[19]
1875 Leipzig Guestphalia II Max Robert Hein
fr. Rhenania Berlin[20]
1876 Marburg Hasso-Nassovia Carl Schönemann Samiel tritt ab
1877 München Suevia Josef Bernpointner
sp. Rhenania Heidelberg (1875)
1878 Straßburg Rhenania Karl Lorenz Grün-Helvetia Zürich
1879 Tübingen Franconia Ludwig Weber
1880 Würzburg Nassovia Hans von Campe[21]
sp. Palatia Straßburg (1878)
1881 Zürich Tigurinia Antoine-Frédéric Vermeil
fr. Hasso-Borussia
Congress Melk 1881.JPG
Zandersche Reformbewegung
Vermählung von Kronprinz Wilhelm[22]
1882 Berlin Guestphalia Karl Piest
sp. Franconia Tübingen (1878)
SC zu Rostock (1)[23]
1883 Bonn Borussia Ulrich von der Osten-Warnitz[24]
1884 Breslau Marcomannia Rufin Reichert Academische Monatshefte
1885 Erlangen Onoldia Wilhelm von Meinel
1886 Freiburg Hasso-Borussia Hans von Ditfurth Spende für Scheffel-Denkmal in Heidelberg
1887 Gießen Teutonia Adolf Geßner Spende für Nachtigal-Denkmal in Stendal
1888 Göttingen (1) Hannovera Max Porzig
fr. Guestphalia Jena
Dreikaiserjahr
SC zu Innsbruck zieht genehmigten Aufnahmeantrag zurück
1889 Göttingen (2) Saxonia Georg Plehn Abschaffung der Mensuranfrage[25]
1890 Greifswald Pomerania Dr. Friedrich Carl Colley Kaiser-Wilhelm-Denkmal[26]
1891 Halle Guestphalia Hans von Jacobs Am 6. Mai berühmte Rede von Kaiser Wilhelm beim Bonner SC-Kommers
1892 Heidelberg Guestphalia Friedrich Meister
Fuchsentaufe Rudelsburg 1885.JPG
Ärger um den Fuchssturm
Spenden für Blücher-Denkmal in Caub
1893 Jena Saxonia Max Hartwig
sp. Saxonia Halle (1891)
1894 Königsberg Hansea Gustav Bachus
sp. Thuringia Jena (1887)
Erster Delegiertentag des VAC[27]
1895 Leipzig Lusatia Richard Döhnert
fr. Guestphalia Jena
Huldigung von Studenten vor Bismarck vor 1890.jpg
Bismarcks 80. Geburtstag[28]
1896 Marburg Teutonia Wilhelm Schultheis (EM) Bismarck-Denkmal[29]
Duellrestriktionen[30]
1897 München Bavaria Ernst Doebner Druck der Meldungen in den AM
1898 Straßburg Palatia Gottfried von Jacobi Landsmannschaften werden Corps[31]
1899 Tübingen Suevia Friedrich Blauel
1900 Würzburg Moenania Julius Gentes Beitritt zum Deutschen Flottenverein
1901 Berlin Vandalia Paul Fichtner
1902 Bonn Teutonia Dr. Max Kühne SC zu Innsbruck[32]
Fabricius Kurator des Kösener Archivs
Anerkennung der Münchener WSC-Corps
1903 Breslau Marcomannia Friedrich Töpffer
sp. Vandalia Berlin (1897)
Verbot des Fremdenpumps[33]
1904 Erlangen Baruthia Georg Johannes Reif „KSCV und Corps sind unpolitisch.“[34]
1905 Freiburg Rhenania Werner Meißner
sp. Rheno-Guestphalia
Erste Korps-Listen (1798-1904)
Diskussion der Akademischen Freiheit[35]
1906 Gießen Hassia Robert Poppendieck Aschaffenburger SC
1907 Göttingen Hannovera Walter Todt SC zu Rostock (2)
1908 Greifswald Pomerania Alfred Solger Rheno-Guestphalia
Bismarcks Büste und Kösener Feier in der Walhalla
Kösener Doppelmusik[36]
1909 Halle Borussia Walter Schulze
1910 Heidelberg Saxo-Borussia Wilhelm von Arnim Aschaffenburger Corps im Münchener SC
aoKC in Jena (Dr. Roth Guestphaliae Jena)[37]
1911 Jena Guestphalia Dr. Hans Roth Corps statt Korps
aoKC in Halle (Rönne Holsatiae): Neufassung der Kösener Statuten
1912 Kiel Saxonia Hans Hermann Kretschmar Congress in Naumburg[38]
Nationalflugspende „Rudelsburg“
Statutenkommission[39]
1913 Königsberg Littuania Kurt Riedel
sp. Neoborussia Halle IdC (1913)
AM werden Deutsche Corpszeitung
Auch VG im SC-Verruf
1914[40] Leipzig Lusatia Hans Schmidt-Leonhardt Erster Weltkrieg
Marburger Abkommen
1915 Marburg (gf.) kein oKC GA-Denkschrift[41]
1916 Marburg (gf.) kein oKC
1917 Marburg (gf.) kein oKC
1918
kein oKC
Marburg Hasso-Nassovia Walther Fuhrmann 25./26. Mai Waffenstudententag in Jena[42]
2538 gefallene Kösener Corpsstudenten
aoKC am 23. November bei Hasso-Nassovia
1919 Marburg Hasso-Nassovia Werner Schneichel SC zu Frankfurt am Main, Graz, Hamburg, Leoben, Münster, Prag und Wien
Straßburger Vorstellung
Allgemeiner Deutscher Corpsverband mit WSC und RSC abgelehnt
1920 München Bavaria Adolf Neidhardt SC zu Brünn, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln und Leoben[43]
116 Corps mit 3.500 Aktiven und Inaktiven
Sportpflicht[44]
„Kreispolitik unerwünscht“ [45]
1921 Münster Rheno-Guestphalia Otto Schultze-Rhonhof Zweckverband mit dem WSC
1922 Rostock Vandalia Fritz Weber SC zu Tharandt[46]
Historische Kommission
Allgemeiner Deutscher Waffenring
1923 Tübingen[47] Borussia Hermann Hobrecker Chaos im Reich
SC zu Prag[48]
Heidelberger Entschließung[49]
Ehrenschutzabkommen mit den alten Offizierverbänden
1924 Würzburg Rhenania Fritz Höpker „Überwältigende Zahl von Corpsschwestern in Kösen“
1925 Berlin Normannia Conrad Stolte[50] Wanderpreis Fünfkampf[51]
1926 Bonn Hansea Julius Stockhausen Zehnerausschuß (Kreth, Heyer)
Ablehnung der Czernowitzer Corps
1927 Breslau Silesia Ulrich Kersten[52] Wanderpreis Sportabzeichen[53]
Erlanger Abkommen
1928 Erlangen[54] Bavaria Gottfried Balzer
sp. Athesia (1925)
Abstinentia 1928.JPG
Abschaffung des Trinkzwangs[55]
Deutsche Schule in Windhuk[56]
1929 Frankfurt am Main Austria Hans Joachim Kettner Sammlung Frommel in Frankfurt a. M.
Beitritt zur Hanseatischen Yachtschule
1930 Freiburg Suevia Dr. Kurt Kleinschmidt Ende der Mitarbeit in der Deutschen Studentenschaft
1931 Gießen Starkenburgia Otto Vierheller SC zu Hann. Münden
161 Aktive weniger als 1930
1932
kein oKC
Göttingen Bremensia Günther Kraaz Über 6 Mill. Arbeitslose
Austritt aus dem ADW
aoKC am 21.–23. Oktober in Göttingen[57]
1933 Greifswald Guestfalia Karlfriedrich Mohr
fr. Marchia Berlin
aoKC am 14./15. Januar in Greifswald

Gleichschaltung: Max Blunck wird Führer des KSCV und VAC. Statt oKC Gottesdienst im Naumburger Dom[58][59]

1934
kein oKC
Hamburg[60] Führer Max Blunck
(Franconia Jena)
aoKC am 9./10. Juni in Weimar
Wiedereintritt in den ADW
Prager SC-Verband
1935
kein oKC
Führer a) Walter Heringhaus (Austria)
b) Ernst Schlange (Pomerania)
Auflösung des KSCV am 28. September
1936 ./. Erlaß Hess: „Nationalsozialismus und Korporationen sind unvereinbar.“
Atlantikregatta mit WVaC[61]
1937 ./. Ehrenerklärung des RStF[62]
Umstrukturierung der Kameradschaften[63]
1938 ./. Anschluss Österreichs, Suspension der österreichischen Corps

Liquidation des VAC[64]

1939 ./. Suspension der Prager und Brünner Corps
Zweiter Weltkrieg
Kösener Archiv in der Marienfeste[65]
1942 ./. Erste Hinrichtung eines Corpsstudenten[66]
Mensuren in Leipzig, Freiburg und Würzburg
Misnia IV in Leipzig
Guestphalia Würzburg rekonstituiert (bis 1945)
1943 ./. Bavaria Würzburg rekonstituiert (bis 1944)
Anbahnung Münchner SC (Suevia und Cisaria)
1944 ./. Versuchte Rekonstitution des KSCV[67][68]
Sieben Hinrichtungen[69]
1945 ./. Drei Hinrichtungen[70]
3610 gefallene Kösener Corpsstudenten
1946 ./. Misnia IV in Erlangen
1947 ./. Ruhrarbeitskreis
Bavaria München am 13. August rekonstituiert
Guestphalia Würzburg erneut rekonstituiert
1948 ./. Suevia München rekonstituiert
1949 ./. Borussia Bonn rekonstituiert
Saxonia Frankfurt am Main gegründet
1950 (Bonn) Rhenania Otto Klonz[71]
(Thuringia Jena)
Interessengemeinschaft am 6. Januar
1951 (Bonn) Guestphalia Dieter Hallerbach Rekonstitution des KSCV auf der Godesburg[72]
aoKC auf Burg Altena[73]
Münchener SC mit WSC-Corps
1952 Hamburg
(wie 1934)
Albertina Ernst-Georg Pantel[74] Congress auf der Wachenburg[75]
1732 Aktive und Inaktive
Institut für Hochschulkunde
1953 Kiel[76] Saxonia Klaus-Jürgen Dierig Congress auf der Wachenburg
Kein „Deutscher SC“ [77]
1954 Köln Hansea Dieter Bühring Erster Congress in Würzburg
SC zu Saarbrücken
Danubia Graz
1955 Mainz Hassia Heinz Viebach
fr. Bavaria Würzburg,
sp. Rhenania Bonn (1955)
Staatsbürgerliche Arbeitstagung bei Rhenania Würzburg
1956 Marburg Guestphalia Friedemann Keßler
1957 München Rheno-Palatia Dr. Berend-Heiko Behrends
1958 Münster Rheno-Guestphalia Manfred Meyer
sp. Posonia (1961)
Kösener Ehrenordnung
Ausschluss Palatia Bonn
1959 Tübingen Rhenania Ulrich Stegmann
sp. Lusatia Leipzig (1956)
Arbeitstagung in Salzburg
1960 Wien Alemannia Dieter Waibel
sp. Gothia (1960)
Erster österreichischer Vorort
1961 Würzburg Rhenania Hans-Heinrich Strobel KSCV im Bundesjugendplan
1962 Berlin Borussia (K. Lierow
sp. Hannovera)
1963 Bonn Saxonia Jena et Bonn Jörg Heppe
fr. Borussia Tübingen
1964 Erlangen Rhenania Lothar Hillebrand
sp. Brunsviga München
1965 Frankfurt am Main Palaio-Alsatia Lothar Goldschmidt[78]
sp. Frankonia-Prag zu Saarbrücken
SC zu Salzburg
1966 Freiburg Hubertia Hans-Joachim Hiebsch SC zu Düsseldorf (bis 1991)
Marchia Bochum (bis 1971)
1967 Gießen Starkenburgia Wilfried Heinemann SC zu Regensburg
1968 Göttingen Saxonia Hans Viktor von Hoff[79] aoKC in Saarbrücken: Hochschulpolitik
SC-Patenschaft München-Salzburg
1969 Graz Teutonia Arnulf Huber
fr. Saxonia Wien
1970 Hamburg Thuringia Jena Wolfgang Speth
sp. Suevia München (1971)
1971 Heidelberg Suevia Hanns-Eberhard Schleyer Ausscheiden Bremensia, Rhenania Straßburg und Suevia Tübingen
1972 Innsbruck Athesia Christoph Rittler Ausscheiden Marchia Bochum und Vandalo-Guestphalia
1973 Kiel Palaiomarchia-Masovia Rüdiger Döhler 125 Jahre KSCV[80]
Stellungnahme zur Hochschulpolitik[81]
Arbeitstagung mit WSC in Clausthal
SC zu Augsburg
1974 Köln Lusatia Breslau Heinrich Jüttner
1975 Leoben Montania Lambert Prohaska-Hotze
fr. Vandalia Graz
1976 Mainz Borussia Greifswald Helmut Wagner
1977 Marburg Teutonia Ingo Schulz-Hennig
1978 München (1) Suevia (R.-M. Schrödter
fr. Silesia)[82]
1979 München (2) Suevia (Schrödter)
1980 Münster Guestphalia Halle Dr. Bernhard Baxhenrich
Axel Ekkernkamp
SC zu Linz
1981 Regensburg Franconia Johannes Baier
1982 Saarbrücken Frankonia Prag Klaus Milz
sp. Makaria,
sp. Franconia Würzburg
1983 Tübingen Borussia Rainer Roos
1984 Wien Hellas Adalbert von Cramer Arbeitstagung in Eberbach (AGOeC)
1985 Würzburg Franconia (Thomas Heider) SC zu Passau
1986 Augsburg Saxonia Leipzig (Fr.-J. Mansbarth)
1987 Berlin Lusatia Leipzig Hagen Reischel[83]
1988 Bochum Neoborussia Berlin Dr. Christian Gloria[84]
1989 Bonn Rhenania Alexander Haudan
1990 Erlangen Onoldia Thomas Mickley Thuringia Jena erstes Corps in der DDR
Lusatia in Leipzig
1991 Frankfurt am Main Austria Reiner Sachs
sp. Starkenburgia[85]
Erste Veranstaltung in Bad Kösen seit 1935[86]
Wieder SC zu Halle
Wieder SC zu Rostock
1992 Freiburg Rhenania René A. Lohs
sp. Guestphalia Bonn et Greifswald
SC zu Trier
1993 Gießen Teutonia Jörg Rommel Rückverlegung des KSCV nach Bad Kösen
Wieder SC zu Greifswald
1994 Göttingen Teutonia-Hercynia Oliver Senger SC zu Konstanz[87]
1995 Graz Teutonia Dietmar Preinstorfer
1996 Halle Palaiomarchia Claas Plesch
fr. Moenania
1997 Hamburg Albertina Martin Küchenthal Hansea Bremen[88]
SC zu Frankfurt (Oder) (Borussia-Polonia)
1998 Heidelberg Saxo-Borussia Jacob von Gehren 150 Jahre KSCV
Kommersrede zur Deutschen Einheit (v. Rohr)
1999 Jena Thuringia Gerd Belusa
2000 Kiel Holsatia Reinhard Hein
fr. Rhenania Tübingen
2001 Leoben Erz Peter Berger
2002 Marburg Guestphalia et Suevoborussia Frank Meißner
fr. Makaria
SC zu Potsdam
2003 München Isaria Philipp Mauch
sp. Suevia Heidelberg
2004 Münster Rheno-Guestphalia Jan Böttcher
fr. Baltica-Borussia Danzig im WSC, sp. Palaiomarchia-Masovia[89]
2005 Passau Budissa Veit Sahlfeld
sp. Suevia Heidelberg
2006 Potsdam Masovia Marc-Torben Lerch Bibliothek verbrannter Bücher[90]
2007 Regensburg Franconia Jena Christoph Michelsburg Alle Denkmäler restauriert
2008 Rostock Visigothia Kurt Wolfgang Schmidt
sp. Suevia Freiburg
Wieder SC zu Zürich
2009 Trier Marchia Brünn Theo Gründler
Theo Gründler.JPG
Neuer Kartellvertrag mit dem WSC
2010 Tübingen Franconia Michael Stephan Silvania in Dresden
2011 Wien Saxonia Wolf-Rüdiger Mölzer
fr. Vandalia Graz
Erneuerung von Zanders Grab in Schleswig
2012 Würzburg Nassovia Matthias Stier
2013 Berlin[91] Borussia

Kösener Listen

  • Korps-Listen 1798–1910 (Karl Rügemer)
  • Corpslisten 1930 (Otto Gerlach)
  • Corpslisten 1960 (Otto Gerlach)
  • Corpslisten 1971 (Ergänzungen, Herbert Kater)
  • Corpslisten 1981 (Ergänzungen, Herbert Kater)
  • Corpslisten 1996 (Hermann Kruse, auch als CD)

Literatur

  • Andreas Andresen: Der KSCV seit seiner Gründung bis 1992. Einst und Jetzt, Bd. 37 (1992), S. 305–312
  • Karsten Bahnson: Vorgeschichte und Gründung des KSCV. In: Rolf-Joachim Baum (Hrsg.): „Wir wollen Männer, wir wollen Taten!“ Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7
  • Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937-1945. Einst und Jetzt, Bd. 1 (1956), S. 5 ff.
  • Erich Bauer: Einst und Jetzt. 1958
  • Wilhelm Fabricius: Geschichte und Chronik des Kösener SC-Verbandes. Nach den Akten von Dr. W. Fabricius. G. Elwert´sche Universitätsbuchhandlung, Marburg 1907
  • Wilhelm Fabricius: Die deutschen Corps. 2. Auflage. Frankfurt am Main 1926
  • John Koch: Der Kösener SC-Verband im Weltkriege. 1921.
  • Adolf Lohmann: Chronik des Kösener SC-Verbandes 1918 bis 1933. Einst und Jetzt, Bd. 5, 1960, S. 5–31
  • Robert Paschke: Was sind und wollen die Corps? Einst und Jetzt, Bd. 4 (1959), S. 88-105.
  • Robert Paschke: Vorort im Kösener Senioren-Convents-Verband vor 100 Jahren (1866/67). Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Erlanger SC. Einst und Jetzt, Bd. 13 (1968), S. 20-32
  • Hermann Rink: Zur Vor- und Frühgeschichte des Kösener SC-Verbandes. Einst und Jetzt, Bd. 44 (1999), S. 181–191
  • Paul Salvisberg: Kösener Almanach. 1887 (Supplement 1888)
  • Egbert Weiß: Leipziger Mensuren im Zweiten Weltkrieg. Einst und Jetzt, Bd. 20 (1975), S. 60 ff.
  • Gustav Gotthilf Winkel: Kösener SC-Kalender. Taschenbuch für den deutschen Corpsstudenten, 26. Ausgabe. Roßberg´sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1920

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Als Schiedsgericht konnte der Kösener Vorort Strafen nur bestätigen, mildern oder aufheben, nicht aber verschärfen.
  2. „Vorort“ im Deutschen Wörterbuch
  3. Auf die Rudelsburg kamen 400 bis 500 Corpsstudenten. Halle schickte den Westfalen Kramer und den Märker Wendt; Jena den Westfalen Reinhard, den Sachsen Schweitzer, den Franken Wurlitzer und den Thüringer v. Stein. – Unter Zugrundelegung der im Archiv der Brunsviga Göttingen gefundenen Abschrift lautet der Beschluß: „12. Die SC-Convente treten im Winter vor dem 15. Dezember in Correspondenz in Bezug auf statistische Nachrichten und Mittheilungen über die Verhältnisse der SC zur Studentenschaft der betr. Universität. Im Sommersemester findet in Kösen unter der Rudelsburg zu Pfingsten eine Versammlung von SC-Vertretern statt.“
  4. Die Sileon waren eine rumänische Familie und stellten vier Heidelberger Westfalen.
  5. Der Prorektor der Universität Jena hatte die Aula zur Verfügung gestellt. Auf dem ersten Congress waren elf SC vertreten: Heidelberg (v. Klinggräff, v. Sileon), Halle (Graf Guestphaliae und Müller Marchiae), Jena (Wurlitzer Franconiae und v. Stein Thuringiae) , Leipzig (Gretschel Lusatiae), Gießen (Ludwig Starkenburgiae), Breslau (Schmula Silesiae), Erlangen (Ordnung Baruthiae), Freiburg, Greifswald, Göttingen (Pieper, damals Hannoverae, später als Progressist Mitstifter der Teutonia Göttingen) und vermutlich Bonn. Inoffiziell vertreten waren Suevia München (Rothenfelder) und Bavaria München (v. Lobkowitz). Freiburg war zu spät eingeladen worden. Kiel hatte nur 5 Corpsburschen und ließ sich durch Heidelberg vertreten. - Die auf der Wartburgversammlung gefallene Behauptung, der Korpskongreß habe nur den Zweck, „aufs neue die Fahne des Partikularismus zu erheben, und auf alle Weise die Errungenschaften (!) der Wartburgversammlung zu vernichten“, wurde zurückgewiesen und eine entsprechende Veröffentlichung in der Göttinger Deutschen Studentenzeitung (Nr. 6) beschlossen (Fabricius 1907, S. 15).
  6. Den zweiten Congress beschickten nur 5 SC: Halle, Jena, Berlin, Heidelberg und Breslau. Göttingen kam zu spät.
  7. Weller wurde 1870 Leiter der Kriminalpolizei in Dresden. „Die Ehrenhaftigkeit seines Charakters haben selbst die Sozialisten und Anarchisten, auf die Weller ein besonderes Auge hatte, nicht anzutasten gewagt.“ (Academische Monatshefte 5 (1884), S. 380)
  8. Vertreten waren nur Berlin, Heidelberg (Musset Rhenaniae), Jena (Grosch Franconiae) und Leipzig.
  9. Für den präsidierenden SC zu Göttingen unterschrieben das Protokoll: A. Hübener (Brunsviga), H. Oltmann (Frisoluneburgia) und W. Wehland (Hannovera).
  10. Hanstein gehörte zu den Stiftern von Hansea Bonn.
  11. Die in Süddeutschland (Erlangen, München, Würzburg, Tübingen) damals zahlreichen Lebenscorps taten sich mit dem Beitritt zum KSCV schwer und hatten auch danach durch die aufkommende Kreispolitik der Waffencorps große, zum Teil existenzielle Probleme.
  12. Marburg fehlte.
  13. Walter Rabe: Das Wiener Corps Herulia 1861/62. Einst und Jetzt, Bd. 26 (1981), S. 89-109
  14. R. Paschke (1968), S. 28 f.
  15. Ernst von Bothmer (Bremensia): Was sind und wollen die Corps? Göttingen 1869; ohne Verfasser: Die Stellung der Corps im heutigen Studentenleben. Gießen 1869
  16. Rukser, Weltz (Franconia Jena, Franconia München) und Dautzenberg (Guestphalia Leipzig) saßen in der Kommission für den Bau des Gefallenendenkmals.
  17. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg sollte der oKC zunächst ausfallen
  18. Das Gefallenendenkmal hatte Rauch (Teutonia Marburg, Lusatia Leipzig) angeregt. Einzelheiten bei Fabricius, S. 45
  19. Einige Ansbacher lehnten das Lebenscorpsprinzip ab und gründeten 1874 das Waffencorps Rhenania. Da die drei Erlanger Lebenscorps Onoldia, Baruthia und Bavaria die Anerkennung verweigerten, wurden sie von Rhenania in Verruf gesteckt. Der KSCV billigte den Verruf und gewährte Rhenania im Congress Sitz ohne Stimme.
  20. Die Berliner Künstlervereinigung Roma wurde am 28. März 1873 zum Corps Rhenania. Dieses nahm am 8. Dezember 1882 den Namen Borussia und im WS 1887/88 die Farben schwarz-weiß an (Fabricius: Die deutschen Corps, 1926, S. 355).
  21. v. Campe war Fuchs bei Baltia gewesen.
  22. Als Wilhelm im Februar 1881 Prinzessin Auguste Viktoria heiratete, überreichte der Vorort Würzburg (Fink Nassoviae) eine sog. Adresse, der Vorort Berlin eine silberne Nachbildung des Rudelsburg-Denkmals.
  23. Borussia, Saxonia und später Hansea renoncierten bei Holsatia.
  24. v. der Osten starb als Oberleutnant im Regiment der Gardes du Corps in Potsdam an den Folgen eines Waffen- und Munitionsexperiments.
  25. Mit der Mensuranfrage konnte der SC einen CC in der Bewertung einer Mensur überstimmen. Das führte überall (in Königsberg seit 1867) zu jahrzehntelangem Streit. Angeregt von Graf (Guestphalia Halle, Borussia Greifswald), setzten sich die 33 Corpsstudenten im Preußischen Abgeordnetenhaus für die Abschaffung der Mensuranfrage ein. Der entsprechende Antrag wurde vom oKC 1889 mit 14 SC-Gegenstimmen abgelehnt. Als „der einarmige Vertreter der Borussia Bonn“ (Bachus, S. 11) vom Wunsch des Kaisers berichtete, wurde erneut abgestimmt. Mit 7 Gegenstimmen ging der Antrag durch (Schindelmeiser, Baltia, Bd. 1, S. 316).
  26. Der Vorsitzende des Denkmalkomitees war Weese (Franconia München, Franconia Jena). Landrat Barth (Franconia Jena, Neoborussia Berlin) übernahm für den Kreis das Denkmal und brachte ein Hoch auf Kaiser Wilhelm II. aus.
  27. Der erste Delegiertentag des VAC wurde vom GA-Vorsitzenden Carl Schlösser (Isaria, Hannovera) geleitet.
  28. Ausführliche Schilderung des Empfangs in AM 12, S. 83. Am 31. März 1895 großer Corpskommers in Hamburg.
  29. Wedekind (Bremensia) hatte 1886 zuerst ein Bismarck-Denkmal in Göttingen angeregt. 1890 wurde der oKC-Antrag von Hauptmann Künstler (Borussia Breslau) einstimmig angenommen.
  30. Geändert wurden die Bestimmungen zur Pistolenmensur. Die Entschließung (Antrag Vandalia Heidelberg) endete mit dem Satz: „Wahre Ehre und naßforsches Wesen stehen in einem unvereinbaren Gegensatz.“
  31. Visigothia, Makaria Würzburg, Neoborussia Halle, Ratisbonia, Transrhenania, Budissa und (wieder) Littuania
  32. Athesia und Gothia; Rhaetia erst 1919
  33. Die Bewirtung waffenbelegender Bünder (und die auswärtigen PP-Suiten) waren so teuer, daß Kredite aufgenommen werden mußten. Nach dem oKC-Beschluß von 1903 wurde den Corps die Bestrafung mit einem Protokollierten Rüffel angedroht, falls sie mehr als eine Einladung zu einer Kneipe anböten oder mehr entgegennähmen. Das Geschenk für die Gewährung von Waffenschutz sollte wertmäßig 100 Mark nicht übersteigen.
  34. Der Antrag auf Beitritt zur Deutschen Kolonialgesellschaft wurde abgelehnt, die Mitgliedschaft im Flottenverein kritisiert.
  35. Ausführlicher Bericht in Academische Monatshefte, 22. Jg., S. 87 ff.
  36. Über die „Musikangelegenheit“ berichtet Fabricius 1926 (S. 115): „Es war eingeführt, daß die Kösener Tagung abwechselnd von den drei benachbarten SC zu Jena, Leipzig und Halle vorbereitet wurde. Zu dieser Aufgabe gehörte es auch, die Musikkapelle zu bestellen. Im Jahr 1907 hatte Leipzig die Vorbereitungen getroffen. Der SC zu Greifswald, der 1908 präsidierte, war jedoch der Auffassung, daß er auch für die Musik sorgen müsse. Er beauftragte daher den SC zu Marburg, der dem Anfangsbuchstaben nach Leipzig folgte, das Erforderliche zu veranlassen. Auf diese Weise meldeten sich in Kösen zwei Kapellen, da auch der SC zu Halle nach altem Brauch seine Pflicht getan hatte. Der Congress konnte deshalb doppelt mit Musik umrahmt werden.“
  37. In München war ein Streit zwischen dem (Kösener) SC und dem (Weinheimer) SC der Technischen Hochschule ausgebrochen; er ging auch die Alten Herren an, weil alle gemeinsam dem Bayerischen AHSC angehörten. Die Angelegenheit wurde daher auch auf dem Abgeordnetentag erörtert. Zur Klärung der aufgeworfenen Frage wurde schließlich ein aoKC zum 26. November 1910 einberufen. Dieser beschloß, das Abkommen mit den Corps der TH München von 1902 zu kündigen.
  38. Auf Betreiben von Hermann Kreth wurde in Kösen der Mutige Ritter erweitert.
  39. Die von Heyer seit 1910 überarbeiteten Kösener Statuten wurden vom oKC einstimmig angenommen.
  40. Beim oKC 1914 hatte der KSCV 97 Corps mit 2914 Aktiven und Inaktiven.
  41. Werner Wedemeyer: Die deutschen Korps nach dem Kriege. Kiel 1915
  42. Schneider Guestphaliae und Schelken Thuringiae. Einladung und Bericht in DKZ, 35. Jg., Heft 1
  43. Der SC zu Hamburg und die CC von Austria und Friso-Luneburgia (Charon, Perthel 1) erhielten Stimmrecht. Bericht in DCZ 37. Jg., S. 106
  44. Ein Kösener Oberstaatsanwalt hielt „die Bauchwelle für nicht geeignet, Deutschlands Zukunft zu sichern“ (Schindelmeiser, Baltia, Bd. 2, S. 210).
  45. Im Hintergrund dieses einstimmigen, aber halbherzigen Beschlusses stand die Ablehnung von Dominanzstreben. Im schwarzen Kreis war nach der Jahrhundertwende und nach dem Ersten Weltkrieg die Kreispolitik forciert worden. Suevia München wollte im schwarzen, Suevia Tübingen im grünen Kreis den Ton angeben. Dagegen wehrten sich vor allem Bremensia und Vandalia Heidelberg
  46. Silvania, Hubertia und Saxonia
  47. Eigentlich wäre Straßburg an der Reihe gewesen.
  48. 1923 umfasste der KSCV 24 reichsdeutsche, 4 deutschösterreichische und 3 ausländische SC (Prag, Brünn, Zürich).
  49. „Der Kösener Verband ... ist nicht befugt, in die innern Angelegenheiten der Corps einzugreifen ... Die berechtigte Eigenart der SC und CC darf nicht Vereinheitlichungsbeschlüssen zum Opfer fallen, die ... die Geschlossenheit des Verbandes gefährden.“
  50. Stolte (1903–1967) studierte zunächst Bergbau, dann Theologie und war zuletzt Superintendent in Potsdam. Vater von Adele Stolte.
  51. Den Wanderpreis gewannen 1926 Rhenania Freiburg und 1929 Franconia Jena.
  52. R. Döhler, H.-C. Kersten: In memoriam Ulrich Kersten d. Ä., in: S. Sigler (Hg.): Sich stellen - und bestehen! Festschrift für Klaus Gerstein. Essen 2010, S. 357-360, ISBN 978-3-939413-13-4
  53. Den Wanderpreis für die meisten Sportabzeichen gewann 1927 Rheno-Guestphalia
  54. In Hinblick auf die politischen Verhältnisse in der Tschechoslowakei war der SC zu Brünn von der Vorortpflicht entbunden worden.
  55. Treibende Kraft war Otto Krohne.
  56. Bei seinen Bemühungen um das Deutschtum im Ausland setzte sich der KSCV seit Jahrzehnten für eine deutsche Schule in Südwestafrika ein. Sie wurde 1909 als Kaiserliche Realschule (KRS) gegründet. Noch auf den oKC in den 1970er Jahren warb Dr. Helmut Jebens (Franconia Tübingen, Gothia, Neoborussia Berlin) für Spenden zugunsten der Deutschen Höheren Privatschule (DHPS), wie sie seit 1962 hieß. Ihre Aula trägt seit 1977 den Namen von Dr. Wilhelm Weitzel (Saxonia Jena). - Beschlossen wurde auf dem oKC 1928 auch eine Spende für das Deutsche Studentenhaus in Prag.
  57. Der wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten ausgefallene oKC wurde mit dem aoKC im Göttinger „Stadtpark“ nachgeholt. Bei der Gefallenenehrung am Auditorium maximum sprach Faust (Bremensia), nach dem Fackelzug am Bismarckstein Ponfick (Hannovera). Auf dem Congress sprach Lippold Masoviae über die Bedeutung Ostpreußens für das Reich.
  58. Blunck bestimmte zwei Beauftragte: Referendar Günther Kraaz (Bremensia) für den HKSCV und als Vertrauensmann für den Vorort; Walter Heringhaus (Austria) zum Beauftragten für den VAC
  59. „Am Morgen des 31. Mai 1933 brachte ein Sonderzug gegen tausend Corpsstudenten von Kösen nach Naumburg. Unter Vorantritt der Chargen und Fahnen zogen die Teilnehmer beim Geläute aller Glocken in den Dom, wo nach dem Gedenken an die Toten Pfarrer Lahr (Teutonia Gießen, Guestphalia Berlin) die Dankpredigt hielt. Im Theatersaal der „Reichskrone“ huldigte anschließend nach der vom Leipziger Gewandhausorchester vorgetragenen Egmont-Ouvertüre Beethovens der Vorortsprecher Mohr dem Reichspräsidenten Generalfeldmarschall v. Hindenburg und dem Reichskanzler Adolf Hitler. Die Feier schloß mit dem 4. Satz von Beethovens Schicksals-Sinfonie. Nach diesen Veranstaltungen des Vormittags war die Tagung überraschend am Ende.“ (Lohmann) Durch Anschlag vertagte der Vorort die weiteren Verhandlungen auf unbestimmte Zeit.
  60. Der SC zu Graz mußte 1932/33 „wegen des Notstands im Reich wie in Österreich“ übergangen werden; dafür wurde ihm der oKC 1936 zugesichert, „wenn dann gefestigte Verhältnisse eingetreten wären“.
  61. Ettsi IV mit Skipper und Eigner Wölfing Vandaliae Heidelberg und Navigator Erich Volz Borussiae Berlin
  62. Reichsstudentenführer war Dr.Scheel (VVDSt), der in Personalunion die staatliche Deutsche Studentenschaft und die (gescheiterte) Parteiorganisation NSDStB führte.
  63. Die Kameradschaften wurden nach korporationsstudentischen Vorbildern in Anlehnung an die Altherrenschaften der Korporationen umstrukturiert (vgl. Bauer, 1956, S.5 ff.).
  64. aoAT in Berlin am 15. Mai 1938 im Haus Rheingold. Liquidator: W. Lehmann Marchiae Berlin
  65. Verbandsbibliothek und Sammlungen Frommel, Karl Konrad und Fabricius
  66. Rudolf von Scheliha Saxo-Borussiae am 22. Dezember 1942 in Plötzensee
  67. Am 11. Juni 1944 beschlossen Misnia IV, Franconia Tübingen, Bavaria Würzburg und Rhenania Bonn auf der Rudelsburg die Rekonstitution des KSCV. Die Originalurkunde der Vereinbarungen befindet sich im Lausitzerarchiv.
  68. E. Bauer: Eine Rekonstitution des KSCV im Juni 1944. Deutsche Corpszeitung 53.(70.) Jahrg., Nr.2/1953, S. 7
  69. In zeitlicher Reihenfolge: v. Hagen Saxo-Borussiae, Graf Yorck Borussiae Bonn), Graf Schulenburg Saxoniae Göttingen, v. Trott Saxoniae Göttingen), v. Hassell Sueviae Tübingen, v. Halem Saxo-Borussiae und Brücklmeier Bavariae München
  70. Max Draeger Hanseae Königsberg, Herbert Mumm von Schwarzenstein Palatiae Bonn und Hans Koch (Jurist) Baltiae; am 25. Juli 1945 Kurt Gerstein Teutoniae Marburg im Pariser Gefängnis (ungeklärt) erhängt
  71. Mit seinen Conaktiven kämpfte Klonz 1921 gegen die aufständischen Polen in Oberschlesien.
  72. Die Auflösung des KSCV von 1935 wurde für null und nichtig erklärt.
  73. Als letzter Vorort von 1934 leitete Hamburg den aoKC. Da der Vorort mit dem Kalenderjahr wechseln sollte, blieb Albertina 17 Monate in der Verantwortung und leitete mit Pantel zweimal den Congress.
  74. Wie Fritz Milenz, der erste Albertiner ohne ein Königsberger Band, kam Pantel vom Marienstiftsgymnasium in Stettin. Die beiden betrieben Albertinas Anschluß an den grünen Kreis.
  75. s. Hans-Günther Weber
  76. Heidelberg hatte um Dispens gebeten.
  77. Herbert Scherer: Ein Deutscher Senioren-Convent. Idee und Wirklichkeit zwischen 1934 und 1954. Einst und Jetzt, Bd. 42 (1997), S. 49-61, Digitalisat
  78. Eintrag auf corpsarchive.de
  79. CV in corpsarchive.de
  80. Am 125. Jahrestag Vorortempfang auf Gut Altenhof bei Eckernförde
  81. Auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main erläuterten Döhler, Fabry, Stocks und Stoffregen (Palaiomarchia-Masovia) die Kösener Auffassungen zum damaligen Umbruch der Hochschulpolitik.
  82. Vorort München: R.-M. Schrödter und Erich Resch Sueviae, Pfennigmann Hubertiae und Gottfried Brem Palatiae
  83. Reischel wurde später mit der Klinggräff-Medaille ausgezeichnet.
  84. Gloria wurde später mit der Klinggräff-Medaille ausgezeichnet
  85. Stellvertretender Vorortsprecher war Jürgen Herrlein.
  86. Arbeitstagung mit Lohs Rhenaniae Freiburg
  87. Saxonia Halle/Frankfurt am Main
  88. Hansea Bremen war eine kurzlebige Stiftung von fünf Albertinern (5. Juni 1997).
  89. Böttcher ist der bisher einzige Vorortsprecher aus beiden Verbänden.
  90. Nach einer Initiative des Vororts Potsdam kaufte der Vorort Trier für den KSCV als ersten Korporationsverband alle 110 Bände der Bibliothek verbrannter Bücher.
  91. Zürich und Augsburg verzichteten

Weblinks

 Commons: Kösener Vorortsprecher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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