Zentrum für Medien und Interaktivität


Zentrum für Medien und Interaktivität

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist ein interdisziplinäres medienkulturwissenschaftliches Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen, das sich mit dem Begriff der Interaktivität und den vielfältigen Aspekten interaktiver digitaler Medien auseinandersetzt.

Inhaltsverzeichnis

Das ZMI

Das ZMI ist eine fächerübergreifende Forschungseinrichtung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Es stellt ein institutionalisiertes Netzwerk von Forschungsbereichen innerhalb der Universität dar, die sich aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive mit anwendungsorientierter und praxisnaher Grundlagenforschung zu medienbezogenen Fragestellungen befassen. Im Mittelpunkt stehen der Begriff der Interaktivität und die vielfältigen Aspekte interaktiver digitaler Medien in Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur.

Leitung und Geschichte

Der geschäftsführende Direktor des ZMI ist derzeit Henning Lobin, seine Stellvertreterin ist Katrin Lehnen, Professorin für Germanistische Medien- und Sprachdidaktik. Geschäftsführerin ist Sabine Heymann. Das ZMI wurde im Jahr 2001 gegründet. Neben Lobin war der Politikwissenschaftler Claus Leggewie Mitbegründer des ZMI, der bis 2007 auch als geschäftsführender Direktor fungierte. Kooperationspartner des ZMI sind universitäre und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Stiftungen, politische und administrative Institutionen, Medien- und andere Unternehmen im In- und Ausland.

Struktur und Angehörige

Organisatorisch gliedert sich das ZMI in fünf Sektionen:

  • Sektion 1: E-Business, E-Politics, E-Government
  • Sektion 2: Medien und Didaktik
  • Sektion 3: Educational Linguistics
  • Sektion 4: Medien und Geschichte
  • Sektion 5: Kunst und Medien

Ihnen gehören Wissenschaftler aus e den Fächern Öffentliches Recht, Politikwissenschaft, Soziologie, Erziehungswissenschaft, den Fachdidaktiken, Germanistik, Anglistik, Slavistik, Romanistik, Turkologie, Sprachwissenschaft, Computerlinguistik, Deutsch als Fremdsprache, Geschichte, Kunstgeschichte/ -pädagogik, Angewandte Theaterwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft.

Aktivitäten und Forschungsprojekte

Themen und Arbeitsgebiete des ZM sind

  1. "Auswirkungen der Medialisierung auf kommunikative Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben im Projekt »Kulturtechniken und ihre Medialisierung« (Schwerpunkt beim LOEWE-Programm des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst)
  2. Folgen der Digitalisierung für die Wissenschaftskommunikation: »Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien« (Förderprogramm »Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften« der Volkswagenstiftung).

Das zehnteilige Projekt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ schließt eine gesonderte Graduiertenförderung ein. Es wird in Kooperation mit dem Herder Institut Marburg, dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der JLU und der Fachhochschule Gießen-Friedberg durchgeführt.

Der Forschungsverbund „Interactive Science“ am ZMI kooperiert mit der Universität Trier, dem KWI Essen, dem Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Konstanz und untergliedert sich in vier Teilprojekte.

Das ZMI organisiert Konferenzen,Talkshows und Workshop und gibt Publikationen heraus, darunter die Reihe "Interaktiva" im Campus-Verlag. In den bisher erschienenen neun Bänden, darunter Sammelbände und Monografien, werden Themen der Forschungsbereiche „Medien“ und „Interaktivität“ behandelt, die in engem Zusammenhang mit Forschungsprojekten, Workshops und Tagungen des ZMI stehen.

Preis für wissenschaftliche Präsentation „Performing Science“

Im Zusammenhang mit dem Projekt „Interactive Science“ hat das ZMI 2007 einen Preis für herausragende wissenschaftliche Präsentationen und „Lecture Performances“ ausgelobt. Der interdisziplinäre „Performing Sciences“-Preis wurde in diesen zwei Kategorien sowohl an Wissenschaftler als auch Künstler vergeben. Erfinder des Preises sind Henning Lobin, Heiner Goebbels und Claus Leggewie. [1]. Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro, der 2. Preis mit 3.000 Euro und der 3. Preis mit 1.500 Euro dotiert. [2]

Preisträger

2007
  • 1. Preis Daniel Ladnar, Aberystwyth (Wales).
  • 2. Preis Ellen Friis, Kopenhagen
  • 3. Preis Team um Klaus-Peter Möllmann und Michael Vollmer (Brandenburg an der Havel); Klaus Spiess, Lucie Strecker und Salka Rosengren (Wien)
  • Publikumspreis Anna Schewelew, Studierende der Angewandten Theaterwissenschaften, Gießen
2011

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. Neuauflage von "Performing Science

Weblinks


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