Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung

Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) ist eine private und gemeinnützige Forschungseinrichtung die sich für die weltweite Förderung des Friedens und die Förderung von friedlichen Konfliktlösungen einsetzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das ÖSFK wurde 1982 vom burgenländischen Landesrat Gerald Mader in Stadtschlaining gegründet, wo es seinen Sitz auf Burg Schlaining hat.

Seit 1983 veranstaltet das ÖSFK jährlich eine Internationale Sommerakademie, die sich mittels Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops mit einem friedenspolitischen Hauptthema auseinandersetzt und dieses der Öffentlichkeit näher bringen soll. 1987 gründete das ÖSFK mit Hilfe von europäischen UNESCO-Organisationen das Europäische Universitätszentrum für Friedensstudien (EPU), welches das Master-Programm „Peace and Conflict Studies“ anbietet.

Seit 1992 entwickelt und implementiert das ÖSFK Programme zur Ausbildung von zivilen Einsatzkräften für Friedenseinsätzen in Konfliktregionen, unter anderem für die UNO, die OSZE und die EU. 1995 erhielt das ÖSFK gemeinsam mit dem EPU den UNESCO-Preis für Friedenserziehung. Im Jahr 2000 wurde mit der vom ÖSFK gestalteten Landesausstellung „Krieg oder Frieden. Vom Kult der Gewalt zur Kultur des Friedens“ die Grundlagen für das Europäisches Museum für Frieden auf Burg Schlaining gelegt.

Organisation

Das ÖSFK ist als privater, gemeinnütziger, überparteilicher und unabhängiger Verein organisiert. Präsident ist der Gründer Gerald Mader.

Auf der Burg Schlaining hat das ÖSFK neben den Büroräumlichkeiten des ÖSFK ein Konferenz‑ und Seminarzentrum eingerichtet und betreibt das Europäische Friedensmuseum. Im Zuge der Gründung wurde die ehemalige Synagoge von Schlaining erworben und renoviert sowie zu einer Bibliothek für Friedensforschung umgebaut. Daneben befinden sich das "Haus International" mit Wohn‑ und Seminarräumen für die Studierenden des EPU und das Seminarhotel "Hotel Burg Schlaining" im Besitz des ÖSFK. Inzwischen unterhält es zusätzlich ein Büro in der Bundeshauptstadt Wien.

Forschung

Den Forschungsschwerpunkt bilden die seit 1984 jährlich stattfindende „State of Peace“ Konferenz. Dort kommen internationale Friedensforscher zusammen und analysieren die politischen Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Die Ergebnisse der Konferenz werden vom ÖSFK in seiner Buchreihe „Dialog“publiziert. Daneben betreibt das ÖSFK Forschungsprojekte, die sich vor allem mit europäischer Friedenspolitik beschäftigen.

Publikationen

Das ÖSFK veröffentlicht u.a. die Buchreihen „Schlaininger Arbeitspapiere/Working Papers“, „Friedenserziehung konkret“ und „Dialog, Beiträge zur Friedensforschung“. Außerdem gibt es die Zeitschriften „Friedensforum“, die über das ÖSFK berichtet und „safran“, in der Publikationen von Studenten und jungen Forschern erscheinen, heraus.

Weblinks


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См. также в других словарях:

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  • Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung — n; = Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung …   Австрия. Лингвострановедческий словарь

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  • Europäisches Universitätszentrum für Friedensforschung — Европейский университетский центр проблем мира международная организация, объединяет под эгидой ЮНЕСКО более 40 научных учреждений из 23 стран. Основана в 1988 в г. Штадтшлайнинг [английское название European University Center for Peace Studies,… …   Австрия. Лингвострановедческий словарь

  • Reiner Steinweg — (* 1939), ist ein deutscher Friedensforscher. Er war 1974 87 Mitarbeiter bei der Hessischen Stiftung Friedens und Konfliktforschung und seitdem Leiter der Außenstelle Linz des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung“.… …   Deutsch Wikipedia

  • Friedensforschung — bezeichnet den Teil der Konfliktforschung, der die Grundlagen für dauerhaften Frieden zwischen Staaten, Völkern und Menschen erforscht. Meist werden verschiedene Interessenlagen gegeneinander abgewogen und politische Entscheidungen für den… …   Deutsch Wikipedia

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  • European Free Trade Association — Gründung 4. Januar 1960 Mitgliedstaaten …   Deutsch Wikipedia

  • Europäische Freihandelszone — Gründung 4. Januar 1960 Mitgliedstaaten …   Deutsch Wikipedia

  • Europäische Freihandelsassoziation — nbsp nbsp Europäische Freihandelsassoziation EFTA Logo der EFTA …   Deutsch Wikipedia


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