Cirrus Airlines


Cirrus Airlines
Cirrus Airlines
Logo der Cirrus Airlines
Eine Embraer 170 der Cirrus Airlines
IATA-Code: C9
ICAO-Code: RUS
Rufzeichen: Cirrus
Gründung: 1995
Sitz: Saarbrücken, DeutschlandDeutschland Deutschland
Heimatflughafen: Flughafen Saarbrücken
Unternehmensform: GmbH
Leitung: Ingrid Schultheis; Jan Bresler[1]
Mitarbeiterzahl: 400
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 10[2]
Ziele: National und international

Cirrus Airlines ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz am Flughafen Saarbrücken.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ehemaliges Logo der Cirrus Airlines

Die Fluggesellschaft wurde 1995 von dem Unternehmer Gerd Brandecker mit Sitz in Saarbrücken gegründet. Nach dem ersten Linienflug im März 1998 zwischen Saarbrücken und Hamburg wurde das Liniennetz des Unternehmens stetig ausgebaut und umfasst heute Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ab 2000 gehörte die Gesellschaft dem Team Lufthansa an, ist seit dessen Auflösung 2004 Partner der Lufthansa und bietet Codeshare-Flüge in Kooperation mit Lufthansa, Swiss International Air Lines und Air Moldova an. Im Dezember 2004 übernimmt die Cirrus Gruppe Augsburg Airways. Seit 2005 ist Cirrus Airlines Mitglied der IATA. Im Mai 2007 steigt die ATON-Gruppe bei Cirrus ein.

Am 9. Januar 2008 gab Cirrus Airlines bekannt, aus wirtschaftlichen Gründen ihren Sitz von Saarbrücken-Ensheim zum Münchener Flughafen zu verlegen und dort die Büros mit der Schwester Augsburg Airways zu vereinen. Im März 2008 erfolgte so eine Neuausrichtung auf Geschäftsreisende. Neuer Sitz für knapp zwei Jahre wurde Hallbergmoos, direkt am Flughafen München. Die eigenständigen Unternehmen Cirrus Technik und Cirrus Flight Training verblieben in Saarbrücken-Ensheim bzw. Zweibrücken. Im selben Jahr trat Cirrus Airlines dem Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften bei.

Gerd Brandecker verkaufte im August 2008 seinen verbliebenen 49 %- Anteil an der Cirrus Group an die Aton GmbH und zog sich aus dem Unternehmen zurück. Ende Dezember 2008 wurden Cirrus Airlines, Cirrus Technik, Cirrus Flight Training und nana tours aus der Cirrus Group herausgelöst und an die Gesellschaft Aviation Investment des Cirrus-Gründers Gerd Brandecker verkauft. Alleiniger Gesellschafter der Cirrus Airlines ist die Aviation Investment GmbH. Die Cirrus Group mit den Unternehmen DC Aviation und Augsburg Airways ist im Besitz von Aton.

Zum Januar 2010 wurde Ingrid Schultheis neben Gerd Brandecker in die Geschäftsführung berufen. Im Juli 2010 zog sich Gerd Brandecker aus der Geschäftsführung zurück, um sich rein auf seine Rolle als Gesellschafter zu konzentrieren. Neuer Geschäftsführer neben Ingrid Schultheis wurde Jan Bresler.

Zum 31. Dezember 2009 wurde die Cirrus Technik GmbH liquidiert. Ein Großteil der Mitarbeiter wurde in die neu gegründete Cirrus Maintenance GmbH übernommen. Diese ist eine Tochtergesellschaft der Cirrus Airlines.

Die 2008 nach München verlagerte Hauptverwaltung von Cirrus Airlines kehrte im Januar 2010 wieder nach Saarbrücken zurück. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden die Firmenzentralen der Cirrus Airlines, Cirrus Maintenance, Cirrus Service und nana tours vollständig am Standort Saarbrücken zusammengelegt.

Cirrus Airlines ist Partner des Miles & More-Vielfliegerprogramms, wodurch Passagiere auf allen Linienflügen Meilen sammeln können.

Ziele

Derzeit bietet Cirrus Airlines folgende Zielorte im Liniendienst an: Berlin, Bern, Dresden, Erfurt, Hamburg, Hof, Mannheim, München, Münster/Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Wien und Zürich.[3] Hinzu kommen Liniendienste, die mit der Embraer 170 ab Frankfurt am Main für Lufthansa unter deren Flugnummer durchgeführt werden wie z.B. Flüge nach Kattowitz und Toulouse. In der Sommersaison wurden bereits mehrere Monate auch Ferienziele wie Sylt und Usedom angeflogen, und auch das schwedische Jönköping.

Ein Teil der Flugzeuge fliegt für Lufthansa und Swiss europaweit im Wet-Lease. Cirrus Airlines bietet darüber hinaus auch Charterflüge, etwa für Fußball- und andere Sportmannschaften an.

Ende Oktober 2010 wurde die Strecke Hamburg - Mannheim - Hamburg nicht mehr bedient. Von 29. April 2011 bis 16. Mai 2011 wurde die Strecke Frankfurt - Hof - Frankfurt temporär eingestellt.

Ab dem 28. März 2011 fliegt Cirrus Airlines einmal täglich die Strecke Dresden - Wien - Dresden.

Flotte

Eine Dornier 328-100 der Cirrus Airlines

Die Flotte der Cirrus Airlines besteht derzeit aus 10 Flugzeugen:[2]

In der Vergangenheit betrieb Cirrus Airlines auch weitere Muster, die im Zuge der Flottenmodernisierung und -harmonisierung ausgemustert wurden. Dazu gehören Beechcraft Super King Air 200, Boeing 737-500, De Havilland Canada DHC-8-100 und DHC-8-300, Embraer ERJ 145, Embraer 175 und Dornier 328-300.

Trivia

  • Cirrus Airlines führte als erster Betreiber die Embraer 170 in Deutschland ein.
  • Eine Dornier 328 der Cirrus Airlines mit dem Kennzeichen D-CIRP war die letzte Linienmaschine, die am 30. Oktober 2008 um 22:17 den Flughafen Berlin-Tempelhof vor seiner Schließung in Richtung Mannheim verließ.[4]

Zwischenfälle

Am 19. März 2008 kam die Dornier 328-100 mit der Kennung D-CTOB auf dem Flug von Berlin-Tempelhof nach Mannheim aus ungeklärter Ursache bei der Landung in Mannheim von der Bahn ab und blieb im Gras stehen. Die 24 Fluggäste und die dreiköpfige Besatzung kamen mit dem Schrecken davon, die Maschine wurde schwer beschädigt.[5]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Cirrus Airlines – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Cirrus Airlines – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. http://www.cirrusairlines.de/de/footer-menu/impressum.html
  2. a b cirrusairlines.de − Flotte, abgerufen am 28. August 2011
  3. Stand Januar 2010
  4. N-TV – Tempelhof ist nun Geschichte 31. Oktober 2008
  5. vgl. Aero 5/2008, S. 57

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