Crashpad


Crashpad
Boulderer mit Crashpads

Eine Bouldermatte, auch Crashpad (englisch für Sturzpolster) ist eine dick gepolsterte Matte, vergleichbar einer Weichturnmatte, die beim Bouldern (Klettern ohne Seil in geringer Höhe bzw. bis zur Absprunghöhe) benutzt wird. Sie soll bei einem Sturz vor Verletzung schützen. Zum leichteren Transport ist sie faltbar und mit Tragegurten versehen. Sie haben entweder einen oder zwei Faltpunkte. Durch eine schräge Anordnung (45 Grad) sollen sie ein Durchdringen bis zum Boden verhindern. Der innere Aufbau besteht aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen Härtegraden. Einfache Bouldermatten haben zwei, bessere haben drei unterschiedliche Lagen. Die obere Schicht ist hart und sorgt bei intensiven Stürzen dafür, ein Durchdringen und somit ein Aufschlagen am Untergrund zu vermeiden. Darunter befindet sich eine oder mehrere weiche Schichten, um die Aufprallgeschwindigkeit zu minimieren.

Da jede Matte Mindestbestimmungen erfüllen muss, um die Zulassung für den Verkauf zu erhalten, ist die Qualität von Matten verschiedener Hersteller vergleichbar. Unterschiede bestehen vor allem in den Anwendungsgebieten, für welche die einzelnen Modelle geeignet sind. Wichtige Faktoren sind dabei insbesondere Größe und Schichtenanzahl.


Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob es sich um eine Bouldermatte als Crashpad oder um eine Matte für einen Boulderraum handelt, da hier die Anforderungen unterschiedlich sind.

Für die Verwendung in einer Boulderhalle spielt leichtes Handling keine Rolle, dafür ist hier die Belastbarkeit von höherer Relevanz. Aufgrund häufiger Absprünge von der Wand und Laufens auf der Matte wird diese punktuell stark beansprucht. Aus diesem Grund ist ein hochwertiger Schaumstoffkern erforderlich.

Beim Bouldern landet man zu über 95% auf den Füßen. Somit ist beim Aufbau der Matte wichtig, dass der obere Bereich sehr fest ist, um ein Umknicken des Fußes zu verhindern. Der untere Bereich der Matte besteht aus weichem Schaum, damit der flächige Aufprall nach unten abgefedert wird.

Beim Aufprall auf die Matte wird der Schaum gestaucht und die im Schaum befindliche Luft komprimiert. Um den Kompressionsdruck abzuleiten, ist eine gute Entlüftung der Matte erforderlich. Bei Crashpads werden hierzu häufig Metallösen eingesetzt. Große Bouldermatten haben ein Gittergewebestreifen über mindestens 2 Seiten.

Eine Norm für den Aufbau von Bouldermatten (wie bei Weichbodenmatten für Schulsport üblich) gibt es nicht. Empfohlen wird bei einer Raumhöhe unter 3 Metern eine Mattenhöhe von mindestens 20cm, bei einer Raumhöhe von über 3 Metern eine Mattenhöhe von mindestens 30cm. Der Aufbau besteht hierbei aus etwa 1/3 hartem Schaum oben und 2/3 weichem Schaum unten. Bei der Verwendung mehrerer Matten nebeneinander sind diese fest miteinander verbunden, um ein Auseinanderrutschen zu verhindern. Außerdem sind alle Ritzen abgedeckt, um nicht mit den Füßen hineinrutschen zu können (Verletzungsgefahr).

Vom am weitesten ausladenden Punkt der Wand wird ein Fallschatten von wenigstens 2 Metern eingeplant. Natürlich wird bei richtiger Konfektionierung von Bouldermatten auch die Wandneigung berücksichtigt.

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