DB Lounge


DB Lounge
Die DB Lounge München vor ihrer Renovierung (Neueröffnung: August 2007)
Die DB Lounge in Stuttgart

Als DB Lounge bezeichnet die Deutsche Bahn einen von der DB Fernverkehr AG betriebenen Wartebereich (Lounge) für Reisende erster Klasse und Vielfahrer (bahn.comfort-Kunden). Diese treten geschichtlich die Nachfolge der komfortabel ausgestatteten Wartesäle erster Klasse an und sind vergleichbar mit den Lounges oder Salons Grand Voyageur genannten Wartebereichen bei diversen anderen europäischen Eisenbahngesellschaften.

Täglich nutzen 11.000 Fahrgäste die DB Lounges (Stand: September 2011).[1]

Bis zum 31. Dezember 2010 war die DB Vertrieb GmbH im Auftrag von DB Fernverkehr für die Lounges zuständig.

Inhaltsverzeichnis

Standorte

DB Lounges finden sich an folgenden 15 großen deutschen Bahnhöfen:

Standort Lage Öffnungszeiten montags bis freitags Öffnungszeiten (Samstage, Sonn- und Feiertage) Stand
Berlin Hbf Erstes Obergeschoss, am westlichen Aufgang zu Gleis 11/12 06:00–22:00 Uhr 06:00–22:00 Uhr 08.05.2011
Bremen Hbf Oberhalb des Reisezentrums, Nähe Haupteingang, Westflügel 06:30–21:00 Uhr 07:30–21:00 Uhr 04.06.2010
Dresden Hbf Mittelhalle, oberhalb des Reisezentrums 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 05.12.2010
Düsseldorf Hbf Auf Straßenniveau unter den Gleisen 4/5 zwischen Haupt- und Nordtunnel 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Essen Hbf Im 1. Stock des Pavillon 1 auf dem Südvorplatz 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 13.04.2010
Frankfurt (Main) Hbf Oberhalb des Reisezentrums hinter dem Bistro 06:00–22:00 Uhr 07:00–22:00 Uhr 06.05.2011
Frankfurt am Main Flughafen Fernbahnhof Zwischenebene zwischen Bahnsteig- und Verteilerebene 06:00–22:00 Uhr 06:00–22:00 Uhr 08.01.2009
Hamburg Hbf Aufgang in der Nähe des Reisezentrums, Nähe Gleis 5 06:00–22:00 Uhr 07:30–20:30 Uhr 09.04.2010
Hannover Hbf Oberhalb des Reisezentrums, am Haupteingang 06:00–21:30 Uhr 08:00–21:30 Uhr 08.01.2009
Köln Hbf Am Gleis 1, oberhalb des Reisezentrums 06:30–21:30 Uhr 07:00–21:00 Uhr 08.01.2009
Leipzig Hbf Am Querbahnsteig, gegenüber Gleis 1/2 (hinter allgemeinem Wartebereich) 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Mannheim Hbf In der Haupthalle im ersten Obergeschoss (Südflügel) 07:00–21:30 Uhr 07:00–21:00 Uhr (Samstag)
08:00–21:00 Uhr (Sonn-/Feiertag)
08.01.2009
München Hbf Auf Höhe der Gleise 25/26 im ersten Stock 06:30–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Nürnberg Hbf Oberhalb der Mittelhalle 06:30–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 26.03.2011
Stuttgart Hbf Beim Querbahnsteig auf Höhe von Gleis 15/16 06:00–22:00 Uhr 07:00–21:00 Uhr 15.03.2010

An einigen Feiertagen (zum Beispiel Weihnachtsfeiertage, Silvester) gelten eingeschränkte Öffnungszeiten. In der Lounge am Frankfurter Hauptbahnhof fanden regelmäßig öffentliche Autorenlesungen statt.

Beide Lounges in Frankfurt sowie die Lounges in Dresden und Köln bieten den Gästen direkten Blick auf die Bahnsteige, ebenso der Erste-Klasse-Bereich in München sowie die Toiletten in Mannheim. In Berlin, Hamburg, Hannover und Stuttgart ist die umliegende Stadt zu sehen. In Mannheim liegt die Lounge oberhalb der Haupthalle und erlaubt an zwei großen Fensterfronten, Reisende aus einigen Metern Höhe zu beobachten. Die DB Lounge Düsseldorf wird dagegen als einzige weder direkt noch indirekt von Tageslicht erreicht.

Die Standorte sind auch den in Fernzügen ausliegenden Faltblättern Ihr Reiseplan zu entnehmen. Der Weg zur Lounge ist im Wegeleitsystem (gelbe Tafeln) der Bahnhöfe ausgeschildert.

Mit Ausnahme von Dresden sind alle Lounges barrierefrei zugänglich (ebenerdig oder über Aufzüge zu erreichen). Dort führt nur eine Treppe zu der Lounge, nach Absprache kann die Lounge jedoch über einen nahe Gleis 3 angeordneten Nebeneingang betreten werden. Gleis 3 verfügt über einen Aufzug.

Planungen

Mitte 2002 war die Eröffnung von sieben neuen Lounges (Berlin Zoo, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen, Düsseldorf und Dortmund) bis 2004 geplant.[2] Nach Planungen von Mitte 2007 sollte 2008 eine Lounge in Karlsruhe eröffnet werden, bis 2011 sollten Dortmund und Würzburg folgen.[3] Im April 2009 war von der Eröffnung in Karlsruhe für 2010 die Rede.[4]

Pläne für eine DB Lounge in Karlsruhe wurden (Stand: Januar 2011) aufgegeben.

Chronologie

Wesentliche Gründe für die Einrichtung der Lounges waren die Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Bahnhof und die Kundenbindung. Standorte wurden nach Bahnangaben „an großen ICE-Knotenbahnhöfen oder Bahnhöfen mit einer langfristigen Bedeutung für den Fernverkehr der Bahn“ eingerichtet.[3]

Die erste DB Lounge eröffnete am 23. Juli 1997 am Hauptbahnhof Frankfurt am Main. Entsprechend der alten Tradition der Wartesäle, stand der Bereich für Fernverkehrsreisende der ersten und zweiten Klasse offen. Im Bereich der zweiten Klasse standen unter anderem eine Bar und eine Spielecke zur Verfügung, im Bereich der ersten Klasse ein Ruhebereich und ein Arbeitsbereich mit Elektro- und Kommunikationsanschlüssen für Notebooks sowie Telefone, außerdem Konferenzräume.[5] Die Lounge ging aus einem 7,5 Millionen D-Mark umfassenden Umbau des Reisezentrums am Hauptbahnhof Frankfurt hervor, in der Wartezonen für die 1. und 2. Klasse für insgesamt 400 Reisende entstehen sollten.[6]

Ein Standort am Hauptbahnhof Leipzig folgte im gleichen Jahr. Anfang 2001 ging am sanierten Hauptbahnhof Köln eine DB Lounge in Betrieb[7]. Zwischen 1997 und März 2001 folgten Frankfurt Flughafen, Hannover und Mannheim. Anfang April 2002 kam Stuttgart, Ende April Nürnberg hinzu[8]. Anfang 2003[9] auch Bremen und München, im Mai 2004[10] Berlin Zoo, am 7. Juni 2004[11] Hamburg. Düsseldorf (ursprünglich vorgesehen für 2002[9], eröffnet im Dezember 2005[12]), Berlin Hauptbahnhof (28. Mai 2006) und Dresden (September 2006[13]) folgten. Die bislang letzte Neueröffnung einer DB Lounge erfolgte im April 2010 in Essen.

Ende 2002 wurde die DB Lounge Köln saniert und erneuert, Anfang 2003 lief der Umbau der DB Lounge Frankfurt Hauptbahnhof an.[9]

Die DB Lounge am Bahnhof Zoo in Berlin stellte am 10. Juli 2006 den Betrieb ein, nachdem am 28. Mai 2006 die Lounge am neuen Hauptbahnhof eröffnet worden war. Die neue, insgesamt 400 Quadratmeter umfassende und 700.000 Euro teure Lounge war zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung die einzige mit einem separatem Erste-Klasse-Bereich.[14] Seit Ende Oktober 2006 steht nach einem Umbau in Hamburg sowie seit August 2007 in München ebenfalls ein Erste-Klasse-Bereich zur Verfügung.[3] Am 1. August 2009 begann die mehrmonatige Erweiterung der DB Lounge am Frankfurter Hauptbahnhof. Dabei wurde ein Erste-Klasse-Bereich mit 55 Sitzplätzen geschaffen und die Gesamt-Sitzplatzkapazität von 92 auf 156 angehoben.[15]

Im Jahr 2001 nutzten rund 250.000 Reisende die DB Lounges,[16] im Jahr 2002 etwa 400.000[14]. Mit etwa 20.000 Besuchern pro Monat war die DB Lounge am Hauptbahnhof Frankfurt am Main Anfang 2004 die meistbesuchte DB Lounge, gefolgt von Hannover und Mannheim[10]. Laut Bahnangaben lag die Zahl der täglichen Besucher in der neuen Berliner Lounge im Sommer 2006 bei etwa 1000. 2006 besuchten 2,3 Millionen Fahrgäste die DB Lounges; für 2007 rechnete das Unternehmen mit 2,8 Millionen Gästen.[17] 2008 zählte das Unternehmen 3,6 Millionen Gäste in den DB Lounges. Für 2009 wurden (Stand: Oktober 2009) vier Millionen Gäste erwartet.[18] Die DB Lounges Frankfurt am Main Hauptbahnhof und Berlin sind die meistbesuchten DB Lounges mit bis zu 2000 Reisenden an Werktagen[3] und (Stand: April 2009) 700.000 bzw. 500.000 Gästen pro Jahr. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit liegt zwischen 35 und 45 Minuten.[4] Ende 2006 arbeiteten in den damals 14 DB Lounges 80 Mitarbeiter.[14]

Die ursprüngliche DB Lounge Leipzig schloss am 26. November 2007[19] und eröffnete mit einem provisorischen Standort am 14. Februar 2008 wieder. Als Gründe für den ersten Auszug gab das Unternehmen die geringe Nutzung der Lounge am Originalort sowie den günstigeren Standort und die Barrierefreiheit der damals neuen Lounge im „Übergangs-Container“ an.[20] Am 24. Dezember 2008 wurde eine reguläre Lounge an neuem Standort eröffnet.

Am 2. Januar 2011 sollte die im Umbau befindliche DB Lounge in Köln einschließlich eines Erste-Klasse-Bereichs wiedereröffnet werden.[21] Die umgebaute Lounge wurde jedoch aufgrund erheblicher Verzögerungen erst am 4. Juli 2011 wiedereröffnet. Neben der Einführung eines 1.-Klasse-Bereichs mit 29 Plätzen oberhalb des Reisezentrums wurde die Kapazität des 2.-Klasse-Bereichs von 62 auf 87 Plätze erhöht[22], auch die Waschräume wurden deutlich vergrößert.

2011 wurden die Lounges Berlin und Hannover erweitert. In Berlin wurde dabei die Kapazität des 1.-Klasse-Bereichs auf 47 Plätze erweitert.[22]

Nutzerstruktur

Etwa 40 Prozent der Gäste sind Reisende mit einem Fahrschein der ersten Klasse, etwa 60 Prozent bahn.comfort-Kunden; 80 Prozent der Gäste sind Geschäftsreisende.[3] Laut einer Untersuchung des Unternehmens sind drei Viertel der Besucher männlich.

Größenvergleich

Gemessen an der Sitzplatzkapazität, ist die DB Lounge am Hauptbahnhof Frankfurt (156 Sitzplätze) die größte, gefolgt von der Lounge am Hauptbahnhof Berlin (61 Sitzplätze der zweiten und 25 der ersten Klasse); Bremen (20 Sitzplätze) und Nürnberg (24 Sitzplätze) hingegen sind die kleinsten.

Die DB Lounge Köln soll ab 2. Januar 2011 über 87 Sitzplätze (davon 29 in der ersten Klasse) verfügen.[21]

Merkmale

Alle DB Lounges verfügen über einen Servicetresen und über eine Klimaanlage. Je nach Größe und Tageszeit stehen zwischen einem und fünf Service-Mitarbeiter der Bahn zur Verfügung. Alle Lounges sind reine Nichtraucherbereiche.

Zur Grundausstattung gehören darüber hinaus eine Garderobe (Kleiderhaken), Uhr und (zumeist) ein Fahrplan. Decken, Böden und andere Designelemente der Aufenthaltsbereiche sind einheitlich gestaltet. Die Böden in den Zweite-Klasse-Bereichen beispielsweise aus Ahornholz, in den Erste-Klasse-Bereiche aus Wengé-Holz.[3] Zum Teil kommen auch Holzimitate zum Einsatz. Eine Ausnahme war die Ende 2007 geschlossene Lounge im ehemaligen Preußischen Wartesaal in Leipzig, deren Design von dem Standard deutlich abwich.

Einige Lounges führen auch ein Gästebuch, in das sich jeder Gast eintragen darf.

Möblierung

In DB Lounges sind verschiedene Sitzlandschaften zu finden. Den Großteil der Einrichtung machen rote Ledersessel aus, die teilweise um Tische herum gruppiert sind. Zur Verfügung stehen auch zwischen zwei und acht aus je einem Schreibtisch mit Bürostuhl bestehende und mit Steckdosen versehene Arbeitsplätze; größtenteils sind auch Leselampen vorhanden.

In den Lounges gibt es auch Stühle mit einer in der Lehne integrierten, verschiebbaren Auflagefläche. In Frankfurt Flughafen und Leipzig wurden früher Liegesessel angeboten.

Gastronomie

Snack und Getränk im 1.-Klasse-Bereich (Frankfurt Hbf)

In den DB Lounges stehen den Gästen Heiß- und Kaltgetränke kostenlos zur Selbstbedienung zur Verfügung.

An Heißgetränken stehen dabei, an ein oder zwei Kaffeemaschinen, unter anderem verschiedene Variationen von Kaffee und Trinkschokolade zur Auswahl; vielerorts auch heiße Brühe. Darüber werden Heißwasser und bis zu zehn Sorten von Teebeuteln angeboten. Zucker, Süßstoff, Milch (jeweils in Einwegverpackungen) sowie Papierservietten und Rührstäbchen (mancherorts Löffel) liegen ebenfalls zur Selbstbedienung aus. Früher wurde auch Karamellgebäck oder Cantuccini am Tresen oder im Selbstbedienungsbereich angeboten. Eine Zapfanlage für Kaltgetränke bietet Cola, Limonaden, Apfelschorle und Mineralwasser. Zwischen 2008 und 2010 wurden (nur in den Sommermonaten) verschiedene Eissorten angeboten.

In manchen Lounges konnten darüber hinaus alkoholische Getränke und Snacks erworben werden. In den Erste-Klasse-Bereichen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München ist dies inklusive. Dort werden Getränke grundsätzlich nur an den Platz gebracht; eine Selbstbedienung ist nicht möglich. Darüber hinaus steht auch eine größere Auswahl an (auch alkoholischen) Getränken zur Verfügung.

Mancherorts werden darüber hinaus auch Artikel des „Bahnshop 1435“ verkauft; in den meisten Lounges sind Erfrischungstücher erhältlich.

Auskünfte und Fahrkarten

In allen Lounges erteilen Servicemitarbeiter Auskünfte zu Zugverbindungen. Mittlerweile können alle DB Lounges über die RIS-Infoplattform und teilweise auch über das IRIS (Innerbetriebliches Reisendeninformationssystem) minutengenau über die Abfahrts- und Ankunftsinformationen von Zügen der Deutsche-Bahn-Töchter informieren. Einige Lounges verfügen auch über einen Fahrgastinformationssystem-Monitor, der über die in Kürze abfahrenden Züge und deren Fahrplanlage Auskunft gibt.

In den Lounges können Fahrscheine und Reservierungen zum sofortigen Fahrtantritt gekauft werden. Bis 2007 konnten in den meisten Lounges auch darüber hinausgehende Fahrscheine und Reservierungen erworben werden.

Zeitungen

In den DB Lounges wird eine Auswahl von Zeitschriften sowie regionalen und überregionalen Tageszeitungen, teils auch Boulevard-Zeitschriften in den Räumlichkeiten ausgelegt. Die Financial Times wird neben der deutschen auch in einer englischen Ausgabe bereitgehalten. Zum Mitnehmen liegt mancherorts die Welt kompakt aus, werktags nach 16 Uhr auch die Handelsblatt News am Abend. Auch die Kundenzeitschriften mobil und DB Business Travel liegen oftmals aus; mitunter werden auch Werbebroschüren angeboten.

Fernsehgeräte

Alle DB Lounges sind mit Fernsehern ausgestattet. In Berlin gibt es im Zweite-Klasse-Bereich drei, in Frankfurt Hauptbahnhof, Hamburg und Köln jeweils zwei Fernseher. Alle weiteren Lounges sind mit einem Gerät ausgestattet. Die Geräte laufen dabei manchmal ohne Ton, manchmal mit gedämpfter Lautstärke. Jedoch wird durch das Personal auf Nachfrage auch die Lautstärke geändert. In den DB Lounges Frankfurt am Main Hbf, Hamburg Hbf und Köln können (gegen Pfand) drahtlose Kopfhörer entliehen werden.

Hotspot

Der zunächst als „rail&mail“ bezeichnete Internetzugang in den Lounges startete Anfang 2003 als Pilotversuch in den Lounges in Frankfurt Flughafen und Hauptbahnhof sowie Köln. Bis Ende 2003 waren dabei 14 „internetfähige“ Lounges geplant.[23] Für eine Stunde, minutengenau per Kabel nutzbaren Zugang wurden dabei 5,50 Euro berechnet.

Im Sommer 2003 wurde das Angebot auf sieben DB Lounges ausgeweitet. Eine (durchlaufende) Stunde Zugang wurde dabei mit 3,95 Euro berechnet, zehn Stunden (mit sekundengenauer Abrechnung) mit 29,95 Euro. Bei diesem System wurden Karten mit freizurubbelnden Zugangsdaten in den Lounges verkauft.[24]

Im Laufe des Jahres 2005 lösten Hot Spots für drahtlosen Zugang den Zugriff per Kabel ab. Im Rahmen des Projektes „railnet“ erfolgte im Sommer 2005 ein Anbieterwechsel zu T-Mobile[25]. Dabei wurden neben den Lounges wenigstens 22 Bahnhöfe mit drahtlosem Internetzugang ebenso ausgestattet wie sieben ICE-3-Triebzüge.

Inzwischen sind alle DB Lounges mit einem kostenpflichtigen Hotspot von T-Mobile ausgestattet. Das Reisendenportal der Bahn (bahn.de) ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Seit 1. November 2006 steht in den Erste-Klasse-Bereichen der Lounges ein kostenloser Internetzugang für Gäste zur Verfügung. Dabei wird dem Gast auf Wunsch ein Gutschein (Zugangsdaten) für nominell 15 Minuten Hotspotnutzung ausgehändigt.

Hauptartikel: Mobility Net

Toiletten und Waschräume

13 der 15 Lounges sind mit eigenen Toilettenräumen ausgestattet, die von Gästen kostenlos benutzt werden können. Ausnahmen sind die DB Lounges Bremen und Nürnberg. In Nürnberg werden Marken für benachbarte Toiletten ausgegeben, in Bremen erhalten Kunden einen Schlüssel, mit dem Toiletten in unmittelbarer Nähe der Lounge genutzt werden können.

Am Hauptbahnhof Berlin gab es darüber hinaus erstmals auch einen separaten, sogenannten „Refresh-Raum“ mit Waschbecken und Fön. Im Zuge des Umbaus der Lounge im Frühjahr 2011 wurde dieser allerdings entfernt.

Wechselnde Sonderaktionen

In den DB Lounges finden regelmäßig Aktionen statt. So wurde beispielsweise bereits ein (kostenpflichtiger) Massageservice angeboten und Gutscheine für den WLAN-Hot-Spot oder Süßigkeiten verteilt. Zeitweise sind auch Produktproben von Sponsoren erhältlich. Ab September 2008 wurden zeitweise Kühlschränke aufgestellt, in denen verschiedene Sorten Biermischgetränke einer großen Brauerei angeboten wurden.

Zugang

Den meisten Lounges sind blau-gelbe Informationsstelen vorgelagert, die Auskunft über Öffnungszeiten und Zugangsvoraussetzungen geben. Bei vielen Lounges ist eine Klingel zum Eintritt zu betätigen.

Beim Betreten der DB Lounge muss ein gültiges Dokument laut der Nutzungsbestimmungen vorgezeigt werden. Dies geschieht am Servicetresen, der sich in der Nähe des Eingangs befindet. In Berlin und Frankfurt Flughafen erfüllt diese Aufgabe zu Stoßzeiten ein kleiner, separater Schalter hinter der Eingangstür.

Gültige Zutrittsdokumente sind:

  • an diesem Tag gültige Fernverkehrsfahrscheine der ersten Klasse, unabhängig von deren Wert und der eingetragenen Strecke. Zumeist kann ein solcher Fahrschein auch direkt in der Lounge gekauft werden. Bahnmitarbeiter mit Erste-Klasse-Fahrschein haben keinen Zutritt. Einzige Ausnahme sind Reisende mit Eurail Pass oder German Rail Pass der ersten Klasse;
  • eine gültige BahnCard/JahresCard mit bahn.comfort-Status, auch ohne Fahrschein, mit Begleitperson;
    • bahn.comfort-Kunden können nötigenfalls auch ohne BahnCard die Lounge nutzen. Dazu kann alternativ ein Ausdruck des eigenen bahn.comfort-Punktestands von der Internetseite der Deutschen Bahn vorgelegt werden. Liegt ein solcher nicht vor, kann das Personal auch per Anruf bei der bahn.comfort-Hotline die Zutrittsberechtigung prüfen;
  • Kunden mit einem Vielfahrerstatus der am Verbund Railteam beteiligten Gesellschaften haben seit 1. Juli 2007 die Möglichkeit die DB Lounges zu benutzen. So etwa Mitglieder des ÖBB Club&Bonus, SBB Generalabonnement oder SNCF Grand Voyageur. Zwischen der ÖBB und DB bestand schon vor dem Zusammenschluss des Railteams im Rahmen der TEE Rail Alliance;
  • Zimmerausweis von Gästen der InterCityHotels;
  • Rail&Fly-Tickets der Buchungsklassen A, C, D, F, P und R oder mit Aufdruck „1“ haben Zugang;
  • am bahn.bonus-Programm teilnehmende BahnCard-Inhaber können für 750 Punkte drei Eintrittsgutscheine (inklusive einer Begleitperson) für die DB Lounges erwerben, die am Tag der Entwertung zu beliebig vielen Eintritten berechtigen

Weitere Begleiter können jeweils für zehn Euro pro Person mitgenommen werden. Kinder von BahnCard-100-Kunden können, nach unterschiedlichen Angaben der Deutschen Bahn, bis zum Alter von sechs bzw. vierzehn Jahren kostenlos mitgenommen werden und zählen nicht als Begleitperson.[26]

Reisegruppen, die mit einem Fahrschein der ersten Klasse reisen, dürfen nur nach schriftlicher Voranmeldung die Lounge nutzen und dies frühestens eine Stunde vor Abfahrt des gebuchten Zuges.[26]

Auch Reisende des ehemaligen Metropolitan-Angebotes konnten die DB Lounges nutzen.[11]

Erste-Klasse-Bereiche

1.-Klasse-Bereich der DB Lounge München

Zum Zutritt in die Erste-Klasse-Bereiche in Berlin, Frankfurt Hauptbahnhof, Hamburg, Köln und München ist ein gültiger Fernverkehrsfahrschein der ersten Klasse nach oder von einem außerhalb des Verkehrsverbundes gelegenen Ziel vorzuweisen. Als Fahrschein gilt hier auch eine Bahncard 100 First. Begleitpersonen können grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Bahnmitarbeiter mit NetzCard bzw. Firmenreiseticket erster Klasse haben keinen Zutritt.

Örtliche Besonderheiten

In Köln und Stuttgart haben auch Lufthansa-AirRail-Reisende der First Class oder mit Senator-Status im Miles-&-More-Programm mit Begleitperson Zugang, in Köln auch Fahrgäste der Kategorie Comfort 1 des Thalys (ohne Begleitperson).

Vorherige Regelung

Bis 14. Dezember 2002 galt eine andere Zugangsregelung: Neben Erste-Klasse-Fahrkarten (Mindestwert: 15 DM/10 Euro) hatten auch Inhaber einer regulären BahnCard der ersten Klasse ohne Fahrschein[16] Zugang. „Senatoren“ der Lufthansa konnten ab Aufnahme des Airrail-Verkehrs im Januar 2001 die Lounge in Stuttgart – mit gültigem Flugticket – nutzen.

Weblinks

 Commons: Category:DB Lounge – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Das macht die Deutsche Bahn für Sie – jeden Tag!. In: mobil. September 2011, S. 38 f.
  2. Meldung Sieben neue DB Lounges. In: mobil. Juli 2002, S. 42.
  3. a b c d e f Bahn TV: Talk täglich vom 13. Juni 2007, Interview mit Kirsten Denecke, Managerin DB Lounge, DB Fernverkehr AG
  4. a b Modernisierung der DB Lounge Leipzig abgeschlossen. In: DB Welt, Ausgabe April 2009, S. 6.
  5. Meldung: Erste DB Lounge in Frankfurt am Main. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Jahrgang 46 (1997), Heft 9, S. 591.
  6. Meldung: Zwei Klassen im Wartesaal. In: Schiene, Heft 4/1996, ISSN 0932-2574, S. 15.
  7. Großer Bahnhof zwischen Dom und Strom. In: mobil. Heft 3/2000, S. 20.
  8. Neue Vorteile für die Vielfahrer der DB. In: mobil. April 2002, S. 44.
  9. a b c Meldung DB Lounge: Jetzt schon 10 Standorte. In: mobil. Februar 2002, S. 48.
  10. a b Schon im Bahnhof erster Klasse reisen. In: mobil. Mai 2004, S. 42–44.
  11. a b Meldung Zwölfte DB Lounge eröffnet. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2004, ISSN 1421-2811, S. 340.
  12. Meldung DB Lounge in Düsseldorf eröffnet. In: mobil. Januar 2006, S. 53.
  13. Meldung Neue DB Lounge in Dresden. In: mobil. Oktober 2006, S. 53.
  14. a b c Gastgeberin aus Leidenschaft. In: mobil. November 2006, S. 48.
  15. Deutsche Bahn AG: DB Lounge im Hauptbahnhof Frankfurt am Main wird erweitert. Presseinformation vom 31. Juli 2009.
  16. a b Nicht mehr salonfähig. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 297, 2002, ISSN 0174-4917, S. V2/2.
  17. Deutsche Bahn AG: Neuer, schöner, größer: die DB Lounge im Münchener Hauptbahnhof. Presseinformation vom 29. August 2007
  18. Deutsche Bahn AG: Neuer, schöner und größer: Die neue DB Lounge im Frankfurter Hauptbahnhof. Presseinformation vom 12. Oktober 2009
  19. Deutsche Bahn AG: Neuer Warteraum für Reisende im Leipziger Hauptbahnhof. Presseinformation vom 22. November 2007.
  20. Deutsche Bahn AG: Neuer Warteraum im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet. Presseinformation vom 17. Oktober 2008.
  21. a b Warten und wohlfühlen. In: Business Traveller. Heft 6/2010, ISSN 0934-5140, S. 36 f.
  22. a b Drei DB Lounges erneuert. In: mobil. Mai 2011, S. 26.
  23. Im Trend: Reisezeit wird Arbeitszeit. In: mobil. April 2003, S. 52.
  24. Meldung Mit Rail&Mail jetzt in sieben DB Lounges online gehen. In: mobil. August 2003, S. 49.
  25. Meldung Auf der Reise surfen mit Railnet. In: mobil. Juli 2005, S. 54.
  26. a b Deutsche Bahn AG: DB Lounge Nutzungsbestimmungen. Fassung vom August 2008 (PDF, 2 Seiten)

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