DELL


DELL
Dell
Dell-Logo
Unternehmensform Incorporated
ISIN US24702R1014
Gründung 1984
Unternehmenssitz Round Rock, Texas
Unternehmensleitung

Michael Dell, President and Chief Executive Officer

Mitarbeiter 88.000
Umsatz 57,42 Mrd. US $ (2007)
Produkte

Personal Computer, Notebooks, Server, Monitore, Drucker, Peripherie, Services, Handhelds

Website

www.dell.com

Das Unternehmen Dell (vormals Dell Computer Corporation) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Computer-Hardware. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Round Rock, Texas. Die Aktien des Unternehmens werden an der NASDAQ gehandelt.

Die Produktpalette umfasst unter anderem PCs, Notebooks, Speichersysteme, Monitore, Server, Drucker sowie Unterhaltungselektronik. Dell vertreibt seine Produkte vorwiegend direkt. Kunden haben die Möglichkeit, per Internet, Fax oder telefonisch zu bestellen. Die Produkte werden erst zusammengestellt, nachdem der Kunde seine Bestellung aufgegeben hat.

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen

Dell ist nach Angaben des Marktforschers IDC (Q2 2008) mit 16,4 % Marktanteil der weltweit zweitgrößte Hersteller von Personal Computern (HP 18,9 %, Acer 9,9 %, Lenovo 7,5 %).[1] In Deutschland liegt Dell mit einem Marktanteil von 13,2 % derzeit auf Platz drei hinter HP (14,4 %) und Fujitsu Siemens (13,4 %) (IDC 2008).

Dell erzielte 2007 einen Umsatz von 61 Milliarden US-Dollar, einen Gewinn pro Aktie von 1,31 US-Dollar und beschäftigt etwa 80.000 Mitarbeiter weltweit.

Strategie

Dell verwendet vorwiegend die Komponenten von Drittherstellern und entwickelt damit keine eigene Hardware. Eine Ausnahme bildet das Layout der Hauptplatinen, die durch Dell-Ingenieure entwickelt werden. Dell liefert seine Rechner und Notebooks aktuell mit dem Betriebssystem Microsoft Windows Vista, Windows XP oder mit Linux (Ubuntu) aus. Server werden auch mit Microsoft Windows Server 2003 oder Linux (Red Hat oder SuSE Linux) vorinstalliert ausgeliefert.

Aufgrund der mäßigen Ertragslage leitete Dell im Mai 2007 eine grundlegende Änderung der Vertriebsstrategie ein. Zusätzlich zu dem weiter favorisierten Direktverkauf sollen nun über Vertriebspartner und den Einzelhandel neue Kunden erreicht werden. In den USA wurde zuerst mit Wal-Mart ein Vertrag abgeschlossen, in 3.500 US-Filialen Dell-Produkte anzubieten. [2]

Organisation

President und Chief Executive Officer von Dell ist der Unternehmensgründer Michael Dell. Geschäftsführerinnen der beiden Deutschlandniederlassungen sind Dorothee Stolzenberg (Dell GmbH in Frankfurt am Main) und Barbara Wittmann (Dell Halle GmbH in Halle). Europachef mit Sitz in London ist Dave Marmonti. Für den europäischen Markt produziert Dell im irischen Limerick und im polnischen Łódź.

Unternehmensgeschichte

Michael Dell, Firmengründer, März 2006

1983 begann Michael Dell mit dem Verkauf von Computerkomponenten. 1984 gründete er mit 1.000 US-Dollar Startkapital die PCs Limited, die später in Dell Computer Corporation umbenannt wurde. Sitz des Unternehmens war damals Austin, Texas. 1985 wurde der erste eigene PC entwickelt.

1987 expandierte das Unternehmen nach Großbritannien und war damit das erste Mal außerhalb der USA tätig. 1988 erfolgte der Börsengang von Dell. Insgesamt werden 3,5 Millionen Aktien zu ca. 8,50 US-Dollar verkauft. Im selben Jahr begann Dell damit, auch Großkunden zu beliefern. In Deutschland ist Dell seit 1988 mit einer eigenen Niederlassung vertreten. 1990 wurden Produkte von Dell erstmals über Händler verkauft.

1991 wurde das erste eigene Notebook ins Angebot aufgenommen. Ebenfalls 1989 eröffnete Dell eine Fabrik für den europäischen Markt in Irland. Seit 1993 werden Dell-Produkte nicht mehr über Händler verkauft, der Konzernumsatz überschreitet im selben Jahr mehr als 1 Mrd. US-Dollar. Seit 1996 können die Produkte von Dell auch per Internet bestellt werden. Drei Jahre später, 1999, übernahm Dell das Unternehmen ConvergeNet (Storage).

Insbesondere die Bestellung über das Internet sorgte für ein starkes Unternehmenswachstum. Im Jahr 2000 betrugen die Tagesumsätze über das Internet 5 Mio. US-Dollar. Allerdings sorgte die Dotcom-Blase für einen Wachstumseinbruch bei Dell; das Unternehmen musste infolgedessen 2001 insgesamt 5.700 Stellen abbauen.

2002 stieg Dell mit der Produktlinie Axim auch in den PDA-Markt ein. 2003 betrug der Jahresumsatz 40 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen begann mit dem Verkauf von Druckern unter eigenem Namen und Unterhaltungselektronik. Im Jahr 2003 gründete Dell das Business Center in Bratislava (Slowakei). 2004 belief sich der Unternehmenswert auf etwa 100 Mrd. US-Dollar.

Am 1. August 2005 wurde der Stammsitz der Dell GmbH von Langen in das Main Airport Center in Frankfurt am Main verlegt. Am 1. September 2005 eröffnete Dell in Halle ein neues Service- und Vertriebszentrum zur Betreuung mittelständischer Kunden und öffentlicher Auftraggeber. Im Juni 2007 arbeiteten dort etwa 740 Mitarbeiter. In den kommenden drei bis fünf Jahren plant Dell, die Belegschaft auf insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter zu erweitern.

Ein leichter Imageschaden traf das Unternehmen 2006, als eine Reihe von Dell-Laptops von selbst in Flammen aufging; Gründe hierfür waren von Sony defekt gelieferte Akkus. Dell startete daraufhin eine der größten Rückrufaktionen der Computergeschichte.[3][4] Ebenfalls 2006 übernahm Dell den Computerhersteller Alienware. Alienware arbeitet aber als eine eigenständige Tochtergesellschaft von Dell weiter. Im selben Jahr stellte Dell den 1.000. Mitarbeiter in Deutschland ein. Aktuell beschäftigt Dell rund 80.000 Mitarbeiter weltweit, davon über 1.200 in Deutschland, rund 740 in Halle, Sachsen-Anhalt. Weitere europäische Produktionsstätten sind im irischen Limerick und im polnischen Łódź. Die Produktion in Irland soll jedoch aus Kostengründen 2009 eingestellt werden.[5] Die Produktionsstätte in Łódź erstreckt sich über 37.000 Quadratmeter und stellt eine Investition von 200 Millionen Euro dar. Hinzu kommen weitere Investitionen von Zulieferern des US-Unternehmens in Höhe von 53 Millionen Euro. Heute beschäftigt Dell in Łódź rund 1.200 Mitarbeiter. Ziel der Errichtung eines weiteren Werks in Europa war eine bessere Belieferung des europäischen Marktes, damit einhergehend eine um ca. zwei Tage kürzere Lieferzeit für deutsche Kunden.

Im September 2006 wurden erstmals in der Unternehmensgeschichte Desktop-PCs mit Prozessoren von AMD ins Programm aufgenommen, nachdem das Unternehmen in diesem Segment bisher ausschließlich Prozessoren von Intel verbaut hatte.

Fußnoten

  1. Computer-Markt: Keine Ladenhüter sueddeutsche.de, 17.01.2008
  2. „Computerkonzern Dell. Aufholjagd mit 42 Jahren“, FAZ, 9. Juni 2007
  3. Bericht auf Computerbase.de
  4. Bericht auf Heise.de
  5. http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Dell-schlie%DFt-Produktion-in-Irland-Teil-des-globalen-Sparprogramms/458382.html Auszug aus Irland

Weblinks


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