DPMA


DPMA

Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), gelegentlich umgangssprachlich als Bundespatentamt bezeichnet, ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium der Justiz mit Hauptsitz in München und Außenstellen in Jena und Berlin. Im Jahr 2006 beschäftigte es 2.556 Mitarbeiter, davon ca. 700 Patentprüfer.

Außenstelle Cincinattistraße (München)
Dienstgebäude des Deutschen Patent- und Markenamts in der Zweibrückenstraße (München)
Deckblatt der ersten deutschen Patentschrift

Das Patentamt ist die Zentralbehörde auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes in Deutschland. Die Behörde ist unter anderem für die Erteilung von Patenten, die Eintragung von Gebrauchsmustern, Marken und Geschmacksmustern sowie die Information der Öffentlichkeit über bestehende gewerbliche Schutzrechte zuständig. Anerkannte Kooperationspartner des DPMA in den Bundesländern sind die Patentinformationszentren, vereinigt in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren e.V.

Geschichte

Das Kaiserliche Patentamt wurde als erste deutsche Patentbehörde mit dem Patentgesetz vom 25. Mai 1877 gegründet.

Am 2. Juli 1877 wurde das erste deutsche Patent für ein „Verfahren zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe“ erteilt. Die erste Marke wurde am 16. Oktober 1894 für einen Berliner Lampenproduzenten eingetragen.

Am 1. November 1998 wurde die Behörde von Deutsches Patentamt in Deutsches Patent- und Markenamt umbenannt.

Ursprünglich wurden Beschwerdeverfahren vom Patentamt selber durchgeführt; seit 1961 besteht das Bundespatentgericht. Seit 1973 besteht mit dem Europäischen Patentamt ein weiteres Patentamt, das auch in Deutschland wirksame Patente erteilt.

Erfindergalerie

1984 eröffnete das DPMA eine Erfindergalerie. Sie soll „Ansporn sein für alle innovatorischen Kräfte, sich weiter zu entfalten, und ein Signal an die Verantwortlichen, diese nachhaltig zu fördern.“ Sie wurde in den Jahren 1987 und 1999 erweitert und umfasst seitdem 17 deutsche Erfinder: Béla Barényi, Gerd Binnig, Ludwig Bölkow, Walter Bruch, Jürgen Dethloff, Artur Fischer, Rudolf Hell, Heinz Lindenmeier, Hermann Oberth, Hans Joachim Pabst von Ohain, Oskar-Erich Peter, Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, Ernst Ruska, Hans Sauer, Felix Wankel, Ernst-Ludwig Winnacker, Konrad Zuse


Weblinks

48.13194444444411.5833333333337Koordinaten: 48° 7′ 55″ N, 11° 35′ 0″ O


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