DVD-Automat


DVD-Automat

Ein Buchautomat ist ein Verkaufsautomat für Bücher, Zeitschriften und andere Medien. Er wird für Inhalte genutzt, die der Kunde schnell oder anonym besorgen will, und an Orten, an denen rund um die Uhr Nachfrage herrscht. Die Automaten stehen daher oft an Bahnhöfen und bieten Reiseliteratur. Ähnlich eingesetzt werden Hörbuch- und DVD-Automaten.[1]

Geschichte

1912 stellte der Reclam-Verlag erstmals Buchautomaten für den Verkauf auf. Bald waren über 2.000 von ihnen in Bahnhöfen, auf Schiffen, in Krankenhäusern und in Kasernen zu finden. Trotz gestiegender Verkaufszahlen endete das Experiment in den frühen 1930ern, da die Reparaturkosten zu hoch wurden. Im Alten Schauspielhaus in Stuttgart steht wieder ein aufbereiteter alter Reclam-Automat, um Reclam-Ausgaben der aktuellen Stücke zu verkaufen.

Ende der 1930er Jahre vertrieb der Penguin Verlag in England seine Penguin book-Taschenbücher in Woolworth-Kaufhäusern über Penguincubator-Buchautomaten.

Im Dezember 2003 stellte Marc Degens in Berlin Automaten mit gelb eingebundenen Werken der Subkultur auf. Design und Verkaufsform erinnerten an Reclams Verkaufsautomaten. Ebenfalls um 2003 wurden in Wien Mixer-Comics-Automaten eingeführt. Die dort vertriebenen Hefte gab es zeitgleich auch im Buchhandel.[2]

Abgrenzung

Der Buchverkaufsautomat ist zu unterscheiden von Buchherstellungsautomaten wie der „Espresso Book Machine“.[3] Ein Buch von 300 Seiten zu produzieren dauert laut Hersteller rund drei Minuten. Mit diesem Herstellungsverfahren, das neue Distributionswege eröffne, sollen Nischentitel rasch gedruckt und gebunden verfügbar sein. Das Gerät stellt eine Sonderform des Book on Demand-Verfahrens dar.

Quellen

  1. Pressemitteilung eines Anbieters, 2005
  2. ORF-Blog, 22.7.2004
  3. Neue Musikzeitung: Espresso Book Machines für den Buchhandel, vgl. auch die Pressemitteilung von Books on Demand, Juli 2008

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