Daisbach (Taunus)


Daisbach (Taunus)

Daisbach ist ein Kirchdorf im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Es entstand am nördlichen Ufer des sich durch das Scheidertal schlängelnden Aubachs.

Seit 1971 gehört die ehemals politisch selbstständige Gemeinde der neu formierten Gemeinde Aarbergen an und ist mit rund 500 Einwohnern deren kleinster Ortsteil.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 879 in der Gründungsurkunde des Stiftes Gemünden. Seine Besiedlung nahm ihren Ursprung oberhalb des Aubachs. Erst später kamen auch im Tal Höfe hinzu. Daisbach war ursprünglich dem Hubengericht im benachbarten Kettenbach und der dortigen Pfarrei zugehörig.

Religion

Seit der Reformation nimmt der Ort eine historische Sonderstellung ein. Inmitten des protestantischen Landstrichs bildet Daisbach bis heute eine katholische Diaspora. 1677 erwarb der Münsteraner Erbkämmerer Freiherr von Galen die Herrschaft in Daisbach. In einem von ihm eingerichteten Amtshaus feierten Franziskanerpater des Klosters Limburg ab 1690 wieder katholische Gottesdienste. 1777 kam das Dorf zusammen mit Kettenbach in die Herrschaft des nassauischen Herzogs Karl Wilhelm von Nassau-Usingen. Ihm wurde auferlegt, die religiöse Eigenständigkeit des Dorfes zu wahren. Seither ist Daisbach Sitz einer Pfarrei.

Bergbau

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ort kurzzeitig Standort einer Silbergrube. 1890 wurde der Bergbau aber wegen zu geringer Rentabilität wieder geschlossen.

Sehenswürdigkeiten

Unterhalb des Dorfes wurde um 1670 die katholische Pfarrkirche St. Josef errichtet. Sie ist heute die einzige katholische Fachwerkkirche Hessens.

50.2484666666678.10576388888897Koordinaten: 50° 15′ N, 8° 6′ O


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